Einleitung
Die Bevölkerung Deutschlands hat sich seit dem Jahr 1974 deutlich verändert. Die Zahl der Lebendgeborenden sinkt und somit zukünftig auch die Zahl der Erwerbsfähigen. Durch steigende Lebenserwartungen wird die deutsche Bevölkerung älter und in diesem Segment quantitativ zunehmen. Für die Wohnungswirtschaft wird diese Zielgruppe an Bedeutung gewinnen.
Durch sinkende Kinderanzahlen pro Frau wird die deutsche Bevölkerung auch einen Ein-bruch der Einwohnerzahl verzeichnen müssen. Diese Prognosen sind am deutlichsten in Ostdeutschland zu beobachten, da dort nicht nur eine Abwanderung der Jugend stattfinden wird, die in die Großstädte des Landes ziehen, um ihre Chancen auf eine Ausbildung zu verbessern, sondern auch von Binnenwanderung erwerbsfähiger Personen ausgegangen wird, aufgrund besserer Berufschancen in vielen Ballungsgebieten oder Großstädten.
(vgl. 2)
Daher sollte in Zukunft die vermehrte Schaffung von altersgerechtem Wohnraum zu den Hauptaufgaben der Wohnungsunternehmen gehören. Mindeststandard sollte dabei Barrie-refreiheit (vgl. 3), aber auch technisches Know-How sein (z. B. „Smart Home“) . Das be-deutet eine vereinfachte Bewegungsfreiheit innerhalb der Wohnung, unterstützt durch leicht und schnell einstellbare Elektrogeräte sowie das Vorhandensein eines problemlosen Internet- und Telefonanschlusses. Weitere Investitionen sollten für Neu- und Umbau von Wohnungen mit geringerer Zimmeranzahl getätigt werden, da die Anzahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte in Zukunft stark ansteigen wird (vgl. 3).
In Anbetracht der Tatsache, dass die Bevölkerung immer älter wird, sollten neue Wohn-siedlungen in der Nähe von ambulanten Pflegedienste errichtet werden und die Woh-nungsunternehmen eng mit diesen zusammenarbeiten, um die Wohnsituation auch im Al-ter bedarfsgerecht gestalten zu können.
Unter Punkt zwei wird vor allem auf den Begriff Demografie im Allgemeinen und die zu erwartenden Prognosen für die Bevölkerung bis zur Mitte dieses Jahrhunderts eingegan-gen. Überleitend und abschließend wird in Punkt drei zusammenfassend dargelegt, wie sich der Wohnungsmarkt aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland, insbe-sondere Ostdeutschland, verändern wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Demografischer Wandel – begriffliche Annäherung und Entwicklungen
- Konsequenzen demografischer Veränderungen für regionale Wohnungsmärkte
- Resümee
- Quellen
- Literatur
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Projektbericht befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wohnungsnachfrage und die regionalen Wohnungsmärkte in Ostdeutschland. Das Ziel des Berichts ist es, die demografischen Veränderungen und deren Folgen für die Wohnungslandschaft in der Region zu analysieren.
- Entwicklung der Bevölkerung und Altersstruktur in Deutschland, insbesondere in Ostdeutschland
- Einfluss des demografischen Wandels auf die Wohnungsnachfrage
- Zukünftige Entwicklungen auf dem regionalen Wohnungsmärkten
- Herausforderungen und Chancen für die Wohnungswirtschaft im Kontext des demografischen Wandels
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung gibt einen Überblick über die demografischen Veränderungen in Deutschland seit 1974 und hebt die besonderen Herausforderungen für Ostdeutschland hervor. Die sinkende Geburtenrate und steigende Lebenserwartung führen zu einer älter werdenden Gesellschaft und einem Rückgang der Erwerbsfähigen. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Wohnungswirtschaft und die Notwendigkeit, altersgerechten Wohnraum zu schaffen.
Demografischer Wandel – begriffliche Annäherung und Entwicklungen
Dieses Kapitel definiert den Begriff Demografie und erläutert die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entwicklung und Struktur der Bevölkerung befasst. Es werden die wichtigsten Einflussfaktoren wie Geburtenrate, Sterberate, Migration und Altersverteilung dargestellt. Die Abbildung 1 visualisiert die Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur, Geburtenziffer und Lebenserwartung von 1960 bis 2050.
- Citar trabajo
- Vico Pilatzki (Autor), 2011, Demografische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Wohnungsnachfrage und regionale Wohnungsmärkte in Ostdeutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205687