Es wurden folgende Lernziele formuliert:
1. Grundprinzipien der operanten Konditionierung kennen.
2. Kenntnis von der Struktur einer programmierten Unterweisung haben.
3. Vor- und Nachteile der programmierten Unterweisung unter Beachtung der historischen Rahmenbedingungen einschätzen können.
4. Das Grundprinzip des TOTE-Modells verstehen.
Gliederung
1. Begriff „Feedback“
1.1 Brainstorming
1.2 Feedback im Alltag
1.3 Feedback in der programmierte Unterweisung
1.4 Feedback in der Kybernetik
1.5 Kybernetik vs. Behaviorismus
2. Operante Konditionierung
2.1 Merkmale
2.2 historische Vorläufer
2.3 Skinner-Box
2.4 Verstärkermechanismen
2.5 Kritik
2.6 klassische Konditionierung
2.7 Lernen am Modell
3. Programmierte Unterweisung
3.1 Definition
3.2 historischer Rahmen
3.3 Gestaltung einer PU
3.4 Verbindung zur operanten Konditionierung
3.5 Gruppenarbeit und Reflexion über die Durchführung
3.6 Diskussion der Vor – und Nachteile des Ansatzes
4. TOTE-Modell
4.1 historische Entwicklung
4.2 Aufbau des Modells
5. Fazit
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Feedback-Konzepten im Kontext des Lernens, wobei der Fokus auf der behavioristischen Tradition der operanten Konditionierung, ihrer Anwendung in der programmierten Unterweisung sowie dem kybernetisch inspirierten TOTE-Modell liegt.
- Grundprinzipien der operanten Konditionierung nach Skinner
- Struktur und didaktische Anwendung der programmierten Unterweisung
- Kritische Auseinandersetzung mit behavioristischen Lerntechniken
- Theoretische Grundlagen und Aufbau des TOTE-Modells als Regelkreis
Auszug aus dem Buch
2.3 Die Skinner-Box
Die Skinner-Box ist der am meisten benutzte experimentelle Apparat zur Untersuchung des operanten Konditionierens. Sie ist eine Kammer, in der sich ein Hebel oder eine Taste befinden, die das Tier betätigen kann, um Futter oder Wasser als Belohnung zu erhalten; Messgeräte zeichnen hierbei die Häufigkeit des Drückens der Taste auf. Das Versuchstier kann sich durch Drücken eines Hebels (Wirkreaktion) Futter beschaffen; die Belohnungsgabe (Futter, Wasser) erfolgt nur unter bestimmten Bedingungen, die das Versuchstier zu erlernen hat. Ein äußerer Kasten schirmt den eigentlichen Versuchskasten gegen Störgeräusche von außen ab. Oft nimmt eine Fernsehkamera das Innere über einen Spiegel auf, um das Verhalten des Versuchstieres beobachten oder aufzeichnen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriff „Feedback“: Einführung in die Bedeutung von Feedback durch Brainstorming sowie die Beleuchtung der unterschiedlichen Funktionen in Alltag, Kybernetik und Behaviorismus.
2. Operante Konditionierung: Detaillierte Darstellung der operanten Lernformen, inklusive der Verstärkermechanismen, historischer Hintergründe und einer kritischen ethischen Diskussion.
3. Programmierte Unterweisung: Beschreibung der Anwendung behavioristischer Prinzipien in Lehrmaschinen, inklusive historischer Rahmenbedingungen und einer praktischen Reflexion.
4. TOTE-Modell: Erklärung des TOTE-Modells als kybernetischer Regelkreis und dessen Bedeutung für eine neue, handlungsorientierte Sichtweise auf das Lernen.
5. Fazit: Kritische Würdigung des behavioristischen Ansatzes und Einordnung der Bedeutung von Feedback und neuer Medien für den zeitgemäßen Unterricht.
Schlüsselwörter
Feedback, Operante Konditionierung, Behaviorismus, Programmierte Unterweisung, Skinner-Box, Verstärker, Kybernetik, TOTE-Modell, Lernprozess, Regelkreis, Lehrmaschine, Bestrafung, Extinktion, Behavioristische Lerntheorien, Wissensvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung von Feedback-Konzepten im Bildungswesen, speziell ausgehend vom Behaviorismus bis hin zu kybernetischen Modellen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die operante Konditionierung, die programmierte Unterweisung mittels Lehrmaschinen sowie die theoretische Herleitung des TOTE-Modells.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Entwicklungslinien behavioristischer und kybernetischer Ansätze im Lernen nachzuvollziehen und ihre heutige Relevanz sowie Grenzen zu bewerten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie eine praktische Reflexion in Form einer Gruppenarbeit im universitären Seminar.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Feedbacks, die Erklärung von Skinner-Box und Verstärkungsplänen, die Struktur der programmierten Unterweisung und das TOTE-Modell.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Feedback, operante Konditionierung, programmierte Unterweisung, TOTE-Modell und kybernetischer Regelkreis geprägt.
Inwiefern unterscheidet sich die Auffassung von Fehlern in der programmierten Unterweisung und der Kybernetik?
Während im Behaviorismus/programmierte Unterweisung Fehler ignoriert oder bloß als zu wiederholende Einheiten gesehen werden, betrachtet die Kybernetik Fehler als notwendige Informationsquelle zur Anpassung des Lernprozesses.
Was macht das TOTE-Modell für Psychologen attraktiver als rein behavioristische Ansätze?
Das TOTE-Modell markiert eine Abkehr von der bloßen Reiz-Reaktions-Kopplung hin zu einer bewussten Zielsteuerung und Handlungsorganisation, was menschliches Handeln komplexer und zielgerichteter abbildet.
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- B.A. Johannes Ilse (Author), Jenny Halfpap (Author), 2010, "Feedback" - Historische Entwicklungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203333