"Unsere Energiezukunft ist unsere Wahl, nicht unser Schicksal. Ölabhängigkeit ist ein Problem, das wir nicht länger haben müssen."(Nach Amory B. Lovins US-amerikanischer Physiker und Umweltaktivist) Schon seit einigen Jahren stellt sich die Frage nach der Möglichkeit, Energie auf einem differenzierten Weg zu beziehen, um sich von der Abhängigkeit der immer knapper werdenden fossilen Energieträgern (Erdöl und Erdgas) zu lösen. Von dem Zeitpunkt der Ölkrisen zwischen den Jahren 1970 und 1980 an überlegt man vermehrt, auf eine neue Art der Bezugsmöglichkeit von Energie zu setzen.
In Anbetracht dieser wachsenden Problematik sollen hier in der vorliegenden Arbeit nicht nur die modernen Bereiche der neuen Energiebezugsquelle erläutert werden; neben der Nutzung der erneuerbaren Energien versucht man, auch eine effiziente Einsparung der Endenergie (z.B. durch Wärmedämmung) zu erreichen.
Energie wird in Privathäusern zum Heizen, zur Bereitung von Warmwasser, zum Kochen, zur Beleuchtung und zur Verwendung von elektrischen Geräten wie Kühlschränken, Fernsehgeräten oder Waschmaschinen benötigt. Den größten Teil aber verwenden wir in Deutschland zum Heizen der Häuser. Diese Arbeit bringt mit Hilfe einer Amortisationsrechnung anhand einem konkreten Beispiel dem Leser nahe, inwiefern sich eine energetische Sanierung eines Altbaus rentiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Unsere Energiezukunft-ein Schicksal?
2. Gründe für eine energetische Sanierung
3. Möglichkeiten der energetischen Modernisierung
3.1 Nutzung von Geräten mit besserem Wirkungsgrad
3.2 Energetische Modernisierung durch Erneuerbare Energien
3.2.1 Solarthermie (Solarwärmeanlagen, Solarkollektoren)
3.2.2 Photovoltaikanlagen
3.2.3 Geothermie
3.2.4 Wärmepumpe
3.2.5 Biomasse (Holz)
3.3 Verminderung der Energieverluste durch Wärmedämmung
3.3.1 Dachisolierung
3.3.2 Isolierung der Außenwände
3.3.3 Isolierung der Fenster
3.3.4 Isolierung des Kellers
3.3.5 Belüftungsanlagen
4. Konkretes Beispiel: Altbau im Landkreis München
4.1 Beschreibungen des Objektes
4.2 Amortisationsrechnungen
4.2.1 Finanzierungsmodell
4.2.2 Zukünftige Energie- und Kreditkosten
4.2.3 Modellrechnung
4.3 Auswertungen der Berechnung
5. Die Gebäudesanierung als lohnende Maßnahme?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirtschaftlichkeit und die technischen Möglichkeiten energetischer Sanierungsmaßnahmen an Altbauten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen sich eine energetische Modernisierung für Hausbesitzer finanziell amortisiert und welche Maßnahmen zur signifikanten Reduktion von Energieverlusten beitragen können.
- Analyse der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen
- Methoden der Wärmedämmung (Dach, Wand, Fenster, Keller)
- Finanzierungsmodelle unter Berücksichtigung staatlicher Förderungen (KfW/Bafa)
- Fallstudie eines Einfamilienhauses im Landkreis München
- Bewertung zukünftiger Energiepreisentwicklungen
Auszug aus dem Buch
3.3 Verminderung der Energieverluste durch Wärmedämmung
Bei einem Haus kann durch Dämmmaßnahmen viel Energie eingespart werden, wenn man richtig isoliert. Gedämmt werden sollte die gesamte Gebäudehülle. Hierzu werden Außenwände, sowie Dach, Fenster und Kellerdecke mit einem speziellen Dämmstoff eingkleidet.
Es gibt eine Vielzahl von Dämmstoffen, die aus Naturstoffen (z.B. Kork, Wolle, Kokosfasern) oder aus chemisch hergestellten Materialien (z.B. Mineralwolle, Polystyrol) bestehen.
3.3.1 Dachisolierung
Je nach Anbringung der Isolierung spricht man von Zwischensparrendämmung, Aufsparrendämmung und Untersparrendämmung. Das Dämmmaterial bei der Zwischensparrendämmung liegt zwischen den Dachsparren. Dadurch ist die Dicke und Höhe der Sparren vorgegeben. Diese Form ist üblich bei einem ausgebauten Dachgeschoss.
Bei einer Aufsparrendämmung liegt die Dämmung von außen auf den Dachsparren auf, also zwischen Sparren und Dachziegeln. Auch hier wird die Aufsparrendämmung bei ausgebauten Dachgeschossen angewendet. Eine Untersparrendämmung definiert sich durch die Dämmschicht, die von innen an den Dachsparren anliegt. Manchmal wird sie auch als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung verwendet. Üblich ist diese Maßnahme bei einem nicht ausgebauten Dachgeschoss. Als Dämmmaterial beispielsweise u.a. Steinwolle oder Glaswolle verwendet, da sie unbrennbar sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unsere Energiezukunft-ein Schicksal?: Einführung in die Problematik der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die Notwendigkeit von Energieeinsparungen.
2. Gründe für eine energetische Sanierung: Darstellung der privaten und volkswirtschaftlichen Motive, die für eine energetische Modernisierung eines Bestandsgebäudes sprechen.
3. Möglichkeiten der energetischen Modernisierung: Technischer Überblick über Effizienzsteigerungen durch bessere Geräte, erneuerbare Energien und verschiedene Dämmmethoden.
4. Konkretes Beispiel: Altbau im Landkreis München: Durchführung einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsberechnung an einem Fallbeispiel unter Anwendung verschiedener Finanzierungs- und Preisannahmen.
5. Die Gebäudesanierung als lohnende Maßnahme?: Abschließende Betrachtung der Sanierung als langfristige Investition unter Einbezug von staatlichen Fördermitteln und künftigen Markttrends.
Schlüsselwörter
Energetische Sanierung, Altbau, Wärmedämmung, Energieeinsparung, Wirtschaftlichkeit, Amortisation, KfW-Förderung, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, CO2-Ausstoß, Heizkosten, Gebäudemodernisierung, Finanzierungsmodell, U-Wert, Nachhaltigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Facharbeit behandelt die Möglichkeiten und die wirtschaftliche Rentabilität einer energetischen Gebäudesanierung im Altbaubereich.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf Wärmedämmungsmaßnahmen, moderne Anlagentechnik sowie Finanzierungs- und Amortisationsmodelle für Hausbesitzer.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, auf Basis eines konkreten Fallbeispiels zu evaluieren, ob und unter welchen Bedingungen sich Sanierungsinvestitionen für den Eigentümer finanziell auszahlen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine wirtschaftliche Modellrechnung, die Investitionskosten gegen jährliche Energieeinsparungen aufrechnet und dabei verschiedene Zins- und Energiepreissteigerungsszenarien berücksichtigt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Dämmung und Erneuerbarer Energien sowie eine detaillierte finanzmathematische Analyse der Sanierungskosten und Einsparpotenziale.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind energetische Sanierung, Amortisation, Wärmedämmung, Energieeffizienz und staatliche Förderprogramme wie KfW und Bafa.
Warum ist das Beispiel Pullach für die Arbeit relevant?
Es dient als konkretes, praxisnahes Fallbeispiel eines 1955 errichteten Einfamilienhauses, um die abstrakten theoretischen Berechnungen auf eine reale Datengrundlage zu stellen.
Welche Rolle spielen die staatlichen Förderprogramme?
Die Arbeit verdeutlicht, dass ohne Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen der KfW die Amortisationszeiten für den Investor oft unrentabel wären, wodurch staatliche Förderung eine Schlüsselrolle einnimmt.
Wie wirkt sich die Preisentwicklung fossiler Brennstoffe auf die Ergebnisse aus?
Die Arbeit zeigt, dass steigende Erdgaspreise die Rentabilität der Investition beschleunigen, weshalb eine energetische Unabhängigkeit als zukunftssichernde Maßnahme bewertet wird.
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- Kathrin Müller-Rees (Autor), 2011, Möglichkeiten und wirtschaftliche Aspekte der energetischen Sanierung eines Altbaus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202033