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Komponieren für Flöte im 18. Jahrhundert: Die Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach

Título: Komponieren für Flöte im 18. Jahrhundert: Die Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach

Tesis de Maestría , 2009 , 83 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Antje Becker (Autor)

Musicología - Otras
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Für Carl Philipp Emanuel Bach gehörte, wie für seine Zeitgenossen, die Bearbeitungstechnik der „Zweitbesetzung“ zum allgemein üblichen Usus. Insbesondere sein Konzertschaffen zeugt von diesem kompositorischen Verfahren: Von den über fünfzig überlieferten Konzerten für Tasteninstrumente existieren in sechs Fällen Fassungen für die Flöte, von denen drei auch für das Violoncello gesetzt sind, sowie zwei weitere Konzerte für Oboe. Welche der Fassungen jeweils Priorität besitzt, ist zumeist noch ungeklärt. Bach passte den Solopart jedoch umsichtig an die jeweiligen Gegebenheiten der Instrumente an, so dass die Konzerte gleichberechtigt und für sich genommen nebeneinander stehen können.
An den Einrichtungsvorgang Carl Philipp Emanuel Bachs, wie er sich im Solopart der Konzerte nachzeichnen lässt, möchte die Arbeit anknüpfen. Im Zentrum ihrer Auseinandersetzung steht das Instrument Flöte, das sich gerade zur Entstehungszeit der Flötenkonzerte Bachs großer Beliebtheit erfreute und als Virtuoseninstrument gehandelt wurde. In den für sie komponierten bzw. bearbeiteten Konzerten soll der Frage nach dem Umgang Bachs mit dem Instrument Flöte nachgegangen werden. Welche Bedeutung lässt Bach der Traverso als solcher bei der Einrichtung des Soloparts zukommen? Wie begründen sich die zwischen den Flötenkonzerten und deren alternativen Fassungen für Cembalo und Cello im Prozess des Bearbeitens entstandenen Divergenzen im musikalischen Detail? Und welche Rolle spielt dabei das dem Solokonzert eigene Phänomen der Virtuosität?
Vor dem Hintergrund eines kompositorischen Verständnisses, das zu Bachs Lebzeiten im Bereich der Instrumentalmusik oft wenig idiomatisch an ein bestimmtes Instrument gebunden war, steht letztlich die Frage: Was macht die Flötenkonzerte eigentlich zu Flötenkonzerten?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Komponieren für Flöte im 18. Jahrhundert: Die Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach

I.1 Aufgabenstellung

I.2 Quellenlage

II. Die Traversflöte bei Carl Philipp Emanuel Bach

II.1 Der Komponist und sein Instrument

II.2 Zur Organologie der Traversflöte

II.2a Errungenschaften des 17. Jahrhunderts

II.2b Die Traversflöte Carl Philipp Emanuel Bachs

II.3 Zur Musik für Traversflöte

III. Die Flötenkonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach

III.1 Entstehungsgeschichtlicher Kontext

III.2 Überlieferung in den Werkverzeichnissen

III.3 Überlieferung in den Quellen

III.4 Editionen

IV. Der Solopart: Ein Spiegelbild „echter“ Flötenmusik?

IV.1 Zur Beschaffenheit der Flötensolostimme in den Konzerten

IV.2 Das Tonmaterial

IV.2a Tonart und Tonreservoire

IV.2b Tonumfang

IV.2c Oktavlagen

IV.3 Die melodische Aktivität

IV.4 Die Figuration

IV.5 Zusammenfassung

V. Die Fassungen für Violoncello und Cembalo oder Orgel

V.1 Entstehungsgeschichtlicher Kontext

V.2 Überlieferung in den Werkverzeichnissen und Quellen

V.3 Editionen

V.4 Priorität der Fassungen

VI. Original und „Zweitbesetzung“: Zur Kompositionstechnik der Bearbeitung in den Solokonzerten für Flöte, Violoncello oder Cembalo bzw. Orgel

VI.1 Das Bearbeitungsverfahren der Zweitbesetzung

VI.2. Die Bach’sche Bearbeitungstechnik in den Solokonzerten

VII. Der Solopart der Flötenkonzerte und sein Verhältnis zu den alternativen Fassungen

VII.1 Der Vergleich

VII.2 Gemeinsame Tendenzen

VII.3 Die Divergenzen

VII.3.1 Phänomen und Ursache

VII.3.1a Tonhöhendifferenz

VII.3.1b Oktavlagendifferenz

VII.3.1c Differenzen melodischer Aktivität

VII.3.1d Summa summarum: Figurationsdifferenzen

VII.3.2 Zusammenfassung

VIII. Ergebnis: Das Verhältnis von Instrument und Komposition in den Flötenkonzerten Carl Philipp Emanuel Bachs

Zielsetzung & Themen

Diese Magisterarbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Traversflöte als Instrument und den für sie komponierten oder bearbeiteten Solokonzerten von Carl Philipp Emanuel Bach. Ziel ist es, die spezifischen kompositorischen Anpassungen Bachs an die technischen Gegebenheiten und Möglichkeiten der Flöte im 18. Jahrhundert aufzuzeigen und durch einen Vergleich mit alternativen Fassungen für Violoncello oder Cembalo zu präzisieren.

  • Analytische Untersuchung der Flötensolostimme hinsichtlich Ambitus, Tonart und Figuration.
  • Erforschung der Bach’schen Bearbeitungstechnik bei der Einrichtung von "Zweitbesetzungen".
  • Vergleich der melodischen Aktivität und Figurationsgestaltung zwischen verschiedenen Soloinstrumenten.
  • Diskussion der Authentizität und Überlieferungssituation der bekannten Flötenkonzerte.
  • Einordnung der Flötenkonzerte in das Gesamtschaffen Bachs vor dem Hintergrund des Berliner Hofes.

Auszug aus dem Buch

I.1 Aufgabenstellung

Das Verhältnis zwischen Instrument und Komposition gestaltete sich im Laufe der Musikgeschichte als mehr und mehr verbindlich. Während anfangs die instrumentale Besetzung eines Werkes noch ad libitum bzw. durch die Angabe bloßer Alternativen ohne musikalische Konsequenzen für die betroffene Stimme geregelt wurde, begannen die Komponisten des 17./18. Jahrhunderts sich der Bearbeitungstechnik zu bedienen und die betroffene Stimme jeweils neu auszusetzen, wollten sie ein Werk durch verschiedene Instrumente ausgeführt wissen. Dies wurde umso notwendiger, je mehr die Entwicklungen im Instrumentenbau eine stärkere kompositorische Profilierung der für sie verfassten Musik möglich machten und sich eine eins zu eins Übertragung der Stimme von einem Instrument auf ein anderes zunehmend als problematisch erwies.

Für Carl Philipp Emanuel Bach gehörte, wie für seine Zeitgenossen, die Bearbeitungstechnik der „Zweitbesetzung“ zum allgemein üblichen Usus. Insbesondere sein Konzertschaffen zeugt von diesem kompositorischen Verfahren: Von den über fünfzig überlieferten Konzerten für Tasteninstrumente existieren in sechs Fällen Fassungen für die Flöte, von denen drei auch für das Violoncello gesetzt sind, sowie zwei weitere Konzerte für Oboe. Welche der Fassungen jeweils Priorität besitzt, ist zumeist noch ungeklärt. Bach passte den Solopart jedoch umsichtig an die jeweiligen Gegebenheiten der Instrumente an, so dass die Konzerte gleichberechtigt und für sich genommen nebeneinander stehen können.

An den Einrichtungsvorgang Carl Philipp Emanuel Bachs, wie er sich im Solopart der Konzerte nachzeichnen lässt, möchte die Arbeit anknüpfen. Im Zentrum ihrer Auseinandersetzung steht das Instrument Flöte, das sich gerade zur Entstehungszeit der Flötenkonzerte Bachs großer Beliebtheit erfreute und als Virtuoseninstrument gehandelt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Komponieren für Flöte im 18. Jahrhundert: Die Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach: Einführung in die Thematik der Verbindung von Instrument und Komposition sowie Zielsetzung der Arbeit.

II. Die Traversflöte bei Carl Philipp Emanuel Bach: Organologische Betrachtung der Traversflöte in der Mitte des 18. Jahrhunderts und deren Relevanz für Bachs Kompositionen.

III. Die Flötenkonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach: Darstellung des Entstehungskontexts, der Überlieferung und der Editionssituation der sechs bekannten Flötenkonzerte.

IV. Der Solopart: Ein Spiegelbild „echter“ Flötenmusik?: Analyse der Solostimme durch Parameter wie Tonumfang, Melodik und Figuration.

V. Die Fassungen für Violoncello und Cembalo oder Orgel: Untersuchung der alternativen Fassungen und deren Bedeutung für das Verständnis von Bachs Bearbeitungspraxis.

VI. Original und „Zweitbesetzung“: Zur Kompositionstechnik der Bearbeitung in den Solokonzerten für Flöte, Violoncello oder Cembalo bzw. Orgel: Analyse des spezifischen Bearbeitungsverfahrens und der Kompositionstechnik Bachs.

VII. Der Solopart der Flötenkonzerte und sein Verhältnis zu den alternativen Fassungen: Vergleich der Flötenstimmen mit den Alternativfassungen zur Aufdeckung instrumentenbedingter Divergenzen.

VIII. Ergebnis: Das Verhältnis von Instrument und Komposition in den Flötenkonzerten Carl Philipp Emanuel Bachs: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse bezüglich Bachs Umgang mit dem Instrument Flöte.

Schlüsselwörter

Carl Philipp Emanuel Bach, Traversflöte, Flötenkonzerte, Solokonzert, Bearbeitungstechnik, Zweitbesetzung, Instrumentenbau, Virtuosität, Musikwissenschaft, 18. Jahrhundert, Solopart, Aufführungspraxis, Quellenanalyse, Cembalokonzert, Violoncellokonzert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Solokonzerten von Carl Philipp Emanuel Bach und analysiert, wie der Komponist den Solopart der Flöte im Kontext seiner Bearbeitungspraxis und im Vergleich mit anderen Instrumenten konzipiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Organologie der Traversflöte, die Authentizität und Überlieferung der Konzerte sowie die kompositorische Bearbeitungstechnik bei verschiedenen Besetzungsvarianten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, was Bachs Flötenkonzerte trotz ihrer teils instrumentenfremden Figuration zu "echten" Flötenkonzerten macht und wie er das Instrument in seine kompositorischen Strukturen integriert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit kombiniert organologische Grundlagenforschung mit einer detaillierten Analyse der Notentexte und einem vergleichenden Studium der unterschiedlichen Fassungen (Flöte, Cello, Cembalo).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Flötensoloparts nach musikalischen Parametern, die Analyse der Bearbeitungstechnik und einen umfassenden Vergleich der Flötenkonzerte mit ihren alternativen Fassungen für Violoncello und Cembalo.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Carl Philipp Emanuel Bach, Traversflöte, Solokonzert, Bearbeitungstechnik, Zweitbesetzung, Virtuosität und instrumentenspezifische Kompositionspraxis.

Welche Rolle spielt die Traversflöte als Virtuoseninstrument?

Die Traversflöte wird als ein Instrument dargestellt, das zur Zeit Bachs eine hohe technische Versiertheit erforderte, wobei Bach die Virtuosität durch anspruchsvolle Figurationen und den bewussten Einsatz des Tonraums steuerte.

Wie geht die Autorin mit dem d-Moll Konzert um, dessen Authentizität umstritten war?

Die Autorin diskutiert die problematische Quellenlage und die sprunghafte melodische Struktur des d-Moll Konzerts und bewertet verschiedene Forschungsansätze, die das Werk Bach zuschreiben.

Warum sind die Figurationen in den Flötenkonzerten oft als "grenzwertig" bezeichnet?

Da viele Konzerte ursprünglich für Tasteninstrumente konzipiert wurden, enthalten sie für die Flöte spieltechnisch sehr anspruchsvolle Passagen, die Bachs Rücksichtnahme auf das Instrument teils an die Grenzen der Ausführbarkeit führen.

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Detalles

Título
Komponieren für Flöte im 18. Jahrhundert: Die Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach
Universidad
University of Freiburg
Calificación
1,0
Autor
Antje Becker (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
83
No. de catálogo
V201346
ISBN (Ebook)
9783656293118
Idioma
Alemán
Etiqueta
komponieren flöte jahrhundert solokonzerte carl philipp emanuel bach
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Antje Becker (Autor), 2009, Komponieren für Flöte im 18. Jahrhundert: Die Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201346
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