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Die Entdeckung Grönlands und Amerikas durch die Wikinger

Titre: Die Entdeckung Grönlands und Amerikas durch die Wikinger

Essai , 2012 , 7 Pages

Autor:in: Jan Seichter (Auteur)

Histoire - Généralités
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Wie groß ist die Welt? Wo ist ihr Zentrum? Wo sind ihre Grenzen? Das sind Fragen, deren Antworten sich unterscheiden, je nachdem wen man im ersten Jahrtausend n. Chr. fragt. Doch diese Fragen sind nicht allein geographisch zu beantworten, auch wenn die Geographie hier eine wichtige Rolle spielt.
Der geographische Horizont der meisten christlichen Zentraleuropäer beschränkte sich zu dieser Zeit in westlicher Richtung wohl auf die Westküsten des heutigen Frankreichs, Englands, Nordafrikas und wohlmöglich noch Islands. Die östliche Richtung war wesentlich wichtiger, barg sie doch das Zentrum der Welt: Jerusalem. Dennoch war der Osten, je weiter man kam, ein noch viel größeres Mysterium als der Westen. Detaillierte Karten, die über Ländergrenzen hinausreichten, waren, von genauen Beschreibungen der Pilgerpfade einmal abgesehen, noch Raritäten. Das Wissen um derart genaue Landschaftsaufzeichnung war darüber hinaus für die meisten Menschen nicht von Belang. Schließlich gab die Bibel doch genaue Auskünfte darüber, wie man sich die Welt vorzustellen hatte.
Umso interessanter ist die Betrachtung jener, deren Horizont über diese Grenzen hinausreichte. Die Räuber aus dem Norden, dem heutigen Norwegen und Dänemark, die Normannen, Waräger und Rus‘. Mit einem Wort: die Wikinger. Sie hatten sich das Meer und die Flüsse zu eigen gemacht, um im Osten hinter das Schwarze Meer bis zum heutigen Russland vorzustoßen. Im Westen fuhren sie ausgehend von den Färöer-Inseln, den Orkneys oder den Shetlands nach der Niederlassung in Island weiter, als dies von der biblischen Darstellung vorgesehen worden war.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Welt der Wikinger: Entdeckerlust und geographische Horizonte

2. Die Wiederentdeckung Islands und die Besiedlung Grönlands

3. Die Entdeckung Amerikas: Helluland, Markland und Vinland

4. Beweisführung und die Auswirkungen auf das christliche Weltbild

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die explorative Expansion der Wikinger im Mittelalter, ausgehend von Skandinavien über Island und Grönland bis hin zum nordamerikanischen Kontinent, und analysiert, warum diese bedeutenden geographischen Entdeckungen im christlichen Zentraleuropa über Jahrhunderte hinweg ignoriert oder verleugnet wurden.

  • Die historischen Beweggründe für die maritime Expansion der Wikinger
  • Die Besiedlungsgeschichte von Island und Grönland unter Erik dem Roten
  • Die kartographische und faktische Identifizierung von Helluland, Markland und Vinland
  • Die archäologische Verifizierung der Wikingerpräsenz in Nordamerika (L’Anse aux Meadows)
  • Die Diskrepanz zwischen der mittelalterlichen Weltsicht und den praktischen Entdeckungen

Auszug aus dem Buch

Die Entdeckung Amerikas: Helluland, Markland und Vinland

Grönland war schließlich der Ausgangspunkt, um die Entdeckungsreisen in den Westen noch weiter fortzusetzen. Um das Jahr 1000 oder 1001 herum brach Leif Eriksson, Sohn von Erik dem Roten, mit knapp drei Dutzend Männern von Grönland aus nach Westen auf. Das Land, dass sie entdeckten war nicht nur ihnen neu, sondern ein bisher Europa unbekannter Kontinent, was sie selbstverständlich nicht wissen konnten. Wie vorher bereits in Island und auch Grönland behalfen sich die Wikinger bei der Namensgebung mit den Eigenschaften des neuen Landes. So nannten sie die erste Station, an der sie ankamen (die heutige Baffin Insel) „Helluland“ (Brandt 2003: 36; Simek 2009: 68), was in etwa mit Steinland übersetzt werden kann. Das heutige Labrador wurde von ihnen aufgrund der gefundenen Waldflächen als „Markland“ (Brandt 2003: 37; Simek 2009: 68; vgl. Sawyer 2002: 146), also Waldland, bezeichnet und schließlich der wohl berühmteste der drei Namen, welche die Wikinger dem neuen Land gaben: „Vinland“ (Brandt 2003: 37; Simek 2009: 68), was mit Weinland oder auch Weideland übersetzt werden kann und das heutige Neufundland bezeichnet.

Die von den Wikingern gefundenen Gebiete sind zwar nicht mit absoluter Sicherheit den besagten heutigen Territorien bzw. Inseln zuzuordnen, jedoch gelten die Baffininsel, Labrador und Neufundland am wahrscheinlichsten (vgl. Simek 2009: 69). Eine Kolonisation des neuen Landes scheint aber vor allem durch den harten Widerstand der Eingeborenen, die von den Wikingern Skrälingar (Schwächlinge) genannt wurden, vereitelt worden zu sein (vgl. Sawyer 2002: 148), sodass die isländischen Analen um 1121 die letzte Fahrt in das von Leif Eriksson gefundene Vinland verzeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Welt der Wikinger: Entdeckerlust und geographische Horizonte: Dieses Kapitel erläutert die kulturellen und machtpolitischen Hintergründe, die den Aufbruch der Wikinger in unbekannte Gewässer begünstigten.

2. Die Wiederentdeckung Islands und die Besiedlung Grönlands: Hier wird die Etablierung skandinavischer Siedlungen in Island und Grönland unter Erik dem Roten sowie deren ökonomische und kirchliche Anbindung beschrieben.

3. Die Entdeckung Amerikas: Helluland, Markland und Vinland: Dieser Abschnitt thematisiert die Erkundungsreisen von Leif Eriksson und die Benennung der nordamerikanischen Küstenabschnitte nach ihren landschaftlichen Merkmalen.

4. Beweisführung und die Auswirkungen auf das christliche Weltbild: Das Kapitel schließt mit einer Analyse archäologischer Beweise und diskutiert, wie die Entdeckung Amerikas das mittelalterliche Weltbild und die geographische Zentrierung auf Jerusalem in Frage stellte.

Schlüsselwörter

Wikinger, Grönland, Vinland, Leif Eriksson, Erik der Rote, Entdeckungsreisen, L’Anse aux Meadows, Mittelalter, Geographie, Christentum, Skrälingar, maritime Expansion, Nordamerika, Siedlungsgeschichte, Weltbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Geschichte der Wikinger-Expansion nach Westen, von ihren skandinavischen Ursprüngen über die Besiedlung von Grönland bis hin zur Entdeckung Nordamerikas.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die maritime Entdeckerlust, die Namensgebung neu entdeckter Gebiete, archäologische Beweisführungen und der Konflikt zwischen neuen Entdeckungen und dem damaligen kirchlichen Weltbild.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die historischen Fakten der Wikinger-Entdeckungen darzulegen und zu erklären, warum diese im christlichen Europa lange Zeit ignoriert oder unterdrückt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen (Sagas, Analen), kartographische Belege und archäologische Funde wie C-14 Datierungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der nordischen Expansion, die Siedlungspolitik in Grönland sowie die Analyse der Entdeckung von Helluland, Markland und Vinland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Wikinger, Vinland, Grönland, maritime Expansion, Mittelalter und geographischer Horizont.

Warum wurde die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger lange ignoriert?

Die Entdeckung widersprach dem anerkannten religiösen Weltbild der Zeit, in dem Jerusalem das Zentrum der Welt war und für einen weiteren Kontinent kein Platz vorgesehen war.

Welche Bedeutung hat der Fund in L’Anse aux Meadows?

Dieser Fund liefert den entscheidenden archäologischen Beweis für eine tatsächliche Besiedlung durch die Wikinger in Nordamerika um das Jahr 1000.

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Résumé des informations

Titre
Die Entdeckung Grönlands und Amerikas durch die Wikinger
Université
Dresden Technical University  (Geschichte)
Cours
Einführung in die historische Geographie am Beispiel des Mittelalters
Auteur
Jan Seichter (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
7
N° de catalogue
V201114
ISBN (ebook)
9783656270621
Langue
allemand
mots-clé
Geschichte Grönland Amerika Wikinger Vinland Helluland Markland Entdeckung Erkundung Kolumbus Mittelalter Neue Welt Geographie Welt Jerusalem
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan Seichter (Auteur), 2012, Die Entdeckung Grönlands und Amerikas durch die Wikinger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201114
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