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Gemeindenachmittag zu einem alttestamentlichen Text

Gen 4,1 - 16 Kain und Abel

Titre: Gemeindenachmittag zu einem alttestamentlichen Text

Dossier / Travail , 2008 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Rex-Oliver Funke (Auteur)

Théologie - Théologie pratique
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Zweifelsfrei stellt die Sage vom Brudermord in Genesis 4,1-16 einen der bekannteren Bibeltexte dar. Und wohl auch einen der problematischeren. Denn schließlich wird hier mit aller Brutalität eines der gewalttätigsten und verabscheuungswürdigsten Verbrechen
geschildert. Ein Mord. Noch dazu der Mord am eigenen Bruder. Allein diese Tatsache wirft beim unbedarften Lesen der Textstelle erste Probleme auf. Noch dazu die Vergeltungstat Gottes, welcher den Mörder auch noch unter seinen besonderen Schutz stellt, mag manchen
Zeitgenossen als ungerecht erscheinen. Oft ist es dieser unbedarfte Umgang mit Texten der Bibel, der sie manchem Zeitgenossen unverständlich und nicht mehr zeitgemäß erscheinen lässt.
Daher finde ich die intensive Auseinandersetzung, gerade mit auf den ersten Blick doch zunächst problematisch wirkenden biblischen Texten, um so wichtiger. Denn unbedarfter Umgang mit biblischen Texten ist nach meinen Eindrücken nur begrenzt möglich. Viel zu
intensiv sind die Aussagen und viel zu verschachtelt die historische Entstehung und Überlieferung und zu verstrickt die unterschiedlichen theologischen Ansätze.
Es geht um Schuld und leben mit Schuld. Ist Kain ein Märtyrer? Ist Abel von Beginn an böse? Und wie geht Gott mit der Schuld der Menschen um? Diese Fragen möchte ich im Rahmen eines Gemeindenachmittags mit den Teilnehmerinnen erörtern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Ersteindruck

2. Exegese

2.1 Kurzexegese

2.1.1. Textkritik

2.1.2. Textoberfläche

2.1.3. Tiefenstruktur des Textes

2.1.4. Kontext

2.2 Exegetischer Skopos

3. Systematisch-theologische Überlegungen

4. Überprüfung des Ersteindruckes

5. Methodisch-didaktische Überlegungen

5.1 Die Gruppe

5.2 Intention des Nachmittags

5.3 Methodische Überlegungen

6. Verlaufsplanung

7. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit zielt darauf ab, den alttestamentlichen Text Genesis 4,1–16 im Rahmen eines Gemeindenachmittags zu erschließen, wobei insbesondere der Umgang mit Schuld und die Gnade Gottes im Fokus stehen. Dabei soll die Forschungsfrage erörtert werden, wie ein zeitgemäßer Zugang zu dieser problematischen Erzählung von Brudermord und göttlicher Vergeltung gefunden werden kann, ohne in vorschnelle moralische Kategorisierungen zu verfallen.

  • Exegetische Analyse der Perikope Genesis 4,1–16
  • Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen hinsichtlich theologischer Nuancen
  • Systematisch-theologische Reflexion des Kain-Abel-Motivs
  • Methodik der biblischen Arbeit mit Erwachsenengruppen
  • Reflexion über Schuld, Gerechtigkeit und göttlichen Schutz

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Textkritik

Im Verhältnis zu anderen Texten der Bibel zeigen sich in dem hier Vorliegenden im Wesentlichen nur geringe Auffälligkeiten.

In Vers 1 ist im Vergleich zwischen dem Text der Lutherübersetzung und dem der Einheitsübersetzung bei Luther die Bezeichnung Adam als Eigennamen betrachtet, während die Einheitsübersetzung hier eine Übersetzung als der Mensch vornimmt. Dieser Unterschied zeichnet sich jedoch nicht als besonders wesentlich für den Verlauf des Textes aus, jedoch erscheint die Übersetzung der Einheitsübersetzung als sinnvoll, da von einer symbolhaften Sprache von Seiten des Erzählers auszugehen ist und hier Adam stellvertretend für den Menschen steht.

Auffälliger zeigt sich anschließend jedoch schon die Aussage der Eva, ebenfalls in Vers 1. Luther übersetzt den Ausspruch Evas nach der Geburt ihres ersten Sohnes, Kain, wie folgt: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN. Die Einheitsübersetzung stellt dem gegenüber: Einen Mann habe ich durch Jahwe erhalten. Während sich die Kernaussage dieser beiden Texte in etwa deckt, nämlich dass Eva Jahwe als Schöpfer des Lebens, nämlich ihres Sohnes ansieht, bringt die Sichtweise der Übersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig einen neuen Aspekt in diese Aussage hinein, indem diese Äußerung Evas übersetzt wird: Kaniti – erworben habe ich mit ihm einen Mann. Diese Art der Übersetzung sticht nun deutlich von den beiden oben aufgeführten Varianten ab und hat ihren Ursprung wohl in einer alten nomadischen Tradition und Auffassung. Eine Frau hatte in der Tradition und Lebensweise der Beduinen ihren (Ehe-) Mann erst richtig an sich gebunden, wenn sie ihm einen Sohn geboren hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ersteindruck: Einleitende Darstellung des Bibeltextes und Beschreibung der Problematik, die die Erzählung vom Brudermord für heutige Leser bereithält.

2. Exegese: Detaillierte philologische und inhaltliche Untersuchung des Textes, einschließlich Textkritik, Strukturaufbau, Kontextualisierung und Skopos-Bestimmung.

3. Systematisch-theologische Überlegungen: Auseinandersetzung mit der Rezeptionsgeschichte, insbesondere der Typologie des Märtyrers Abel, und kritische Einordnung dieser Interpretationen.

4. Überprüfung des Ersteindruckes: Zusammenführung der exegetischen Ergebnisse mit der Relevanz für heutige Leser und die Auseinandersetzung mit menschlichem Fehlverhalten.

5. Methodisch-didaktische Überlegungen: Beschreibung des konkreten Settings im Gemeindenachmittag, der Zielgruppe sowie der pädagogischen Planung des Vorgehens.

6. Verlaufsplanung: Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Veranstaltung mit den jeweiligen Methoden und Zielen für die einzelnen Phasen.

7. Reflexion: Nachbetrachtung der durchgeführten Veranstaltung, Auswertung der Gruppenreaktionen und persönliche Bilanz des Autors.

Schlüsselwörter

Kain und Abel, Genesis 4,1-16, Bibelauslegung, Gemeindenachmittag, Exegese, Schuld, Vergebung, Gottvertrauen, Brudermord, Bibelübersetzung, Praktische Theologie, Gottes Schutz, Schuldproblematik, Textkritik, Gemeindearbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Analyse und der praktischen Vermittlung der Erzählung von Kain und Abel (Gen 4,1–16) im Rahmen eines Gemeindenachmittags.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der exegetische Vergleich biblischer Übersetzungen, der theologische Umgang mit Schuld und die praktische Umsetzung biblischer Inhalte in einer Seniorengruppe.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Text über Kain und Abel von einer rein moralischen Verurteilung zu lösen und den Fokus stattdessen auf das Leben mit Schuld und die Gnade Gottes zu richten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die exegetische Methode zur Textanalyse (Textkritik, Tiefenstruktur, Kontext) kombiniert mit einer methodisch-didaktischen Reflexion für die gemeindepädagogische Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Exegese, systematisch-theologische Einordnungen sowie die konkrete didaktische Planung und Reflexion einer praktischen Durchführung in einer Kirchengemeinde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kain und Abel, Schuld, Vergebung, Exegese und Gemeindenachmittag definiert.

Wie unterscheidet sich die Übersetzung von Buber/Rosenzweig von anderen Fassungen?

Sie hebt sich durch den philologischen Bezug zur nomadischen Tradition hervor, in der die Bindung des Ehemannes an die Frau erst durch die Geburt eines Sohnes gefestigt wurde.

Warum wird in der Arbeit der Einschub der wörtlichen Rede in Vers 8 kritisch hinterfragt?

Der Autor argumentiert, dass ohne den Einschub der wörtlichen Rede die Tat als Affekthandlung gelesen werden könnte, während der Einschub den Charakter eines kaltblütigen Mordes unterstreicht.

Welches Fazit zieht der Autor aus der Durchführung des Gemeindenachmittags?

Er resümiert, dass der offene Dialog mit der Gruppe neue Erkenntnisse und Möglichkeiten zur Textbewertung eröffnete, die über die rein schriftliche Vorbereitung hinausgingen.

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Résumé des informations

Titre
Gemeindenachmittag zu einem alttestamentlichen Text
Sous-titre
Gen 4,1 - 16 Kain und Abel
Université
University of Graz
Note
1,0
Auteur
Dr. Rex-Oliver Funke (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
14
N° de catalogue
V200094
ISBN (ebook)
9783656271659
ISBN (Livre)
9783656271918
Langue
allemand
mots-clé
gemeindenachmittag text kain abel
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Citation du texte
Dr. Rex-Oliver Funke (Auteur), 2008, Gemeindenachmittag zu einem alttestamentlichen Text, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200094
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