Fachliche und soziale Kompetenz von Organisationsmitgliedern rücken im Zeitalter des „self actualizing man“ in rasanter Geschwindigkeit immer näher zusammen. „Die Integration in einer funktionierenden Arbeitsgruppe und soziale Bedürfnisse werden als weniger wichtig erachtet, als Möglichkeiten der Selbstverwirklichung.“ (Kirchler 2004: 96, 97) So sind wir auf der Suche nach Selbstverwirklichung und Autonomie immer stärker der Sinngebung unseres Seins verpflichtet. „Wer Engagement möchte, muss Sinn bieten. Um Veränderungen effektiv umzusetzen, ist das Verständnis, die Akzeptanz und das Engagement der Mitarbeiter unbedingt erforderlich.“ (Kraus/Becker-Kolle/Fischer 2004: 58) Traditionelle Antworten aus Religion und Politik halten den Entwicklungen nicht mehr Stand. So sieht sich in unserer Problemstellung der externe Berater neben seinen fachlichen Kompetenzen auch in vielerlei Hinsicht einer immer stärker werdenden Herausforderung gegenüber stehen: Der immer wichtiger werdenden Fähigkeit, sich in das soziale Gefüge einer Organisation mit hoher sozialer Kompetenz einzubringen. „Begründet werden kann dies z. B. durch eine zunehmende Komplexität der Umwelt und einen verstärkten Wandel hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Denn gerade bei Dienstleistungen ist aufgrund deren Spezifika das Vertrauen der Nachfrager entscheidend. Die konstitutiven Merkmale der Dienstleistung, d.h. deren hohes Maß an Immaterialität, Leistungsversprechen und Integrativität führen bei Nachfragern zu Unsicherheiten bei der Beurteilung der zu erwartenden Qualität der Dienstleistung. Entsprechend ist das wahrgenommene Kaufrisiko bei der Beauftragung eines Dienstleistungsunternehmens höher als es bei einem Sachgut der Fall ist.“ (Greschuchna 2006: 1) Da die Integrationsproblematik von Beratern im Vergleich stark im Themenbereich des Outsourcing behandelt wird und weniger in der Beratungsliteratur, bedienen wir uns auch der Fachliteratur zum Thema Outsourcing. Die Abhandlungen lassen sich gut auf unsere Problemstellung anwenden.
Inhaltsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Beschreiben Sie hier die Hauptziele und -absichten des Werkes in einem kurzen Absatz.
- Nennen Sie hier 3-5 wichtige Themen oder Hauptgedanken aus dem Text.
- Geben Sie einen guten Überblick über den Text, ohne jedoch wichtige Schlussfolgerungen zu enthüllen.
- Die Punkte sollten in Form einer Stichpunktliste dargestellt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
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Fokussieren Sie sich auf die wichtigsten Themen, Argumente oder narrativen Elemente jedes Kapitels.
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Schließen Sie Zusammenfassungen der Schlussfolgerung, des letzten Kapitels oder aller Abschnitte ein, die wichtige Enthüllungen oder Spoiler enthalten.
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Versuchen Sie, ein einheitliches Detaillierungsniveau für jedes Kapitel zu erreichen.
Schlüsselwörter
Präsentieren Sie die wichtigsten Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes in einem kurzen Absatz. Dieser Abschnitt sollte die wichtigsten Begriffe und Konzepte des Werkes zusammenfassen, wie z. B. Forschungsschwerpunkte, wichtige Themen und Kernkonzepte. Zum Beispiel könnten dies Themen wie inklusive und exklusive Bildung, empirische Forschungsergebnisse und Studien wie das BiLieF-Projekt sein.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die soziale Integration von Beratern in Unternehmen so wichtig?
Da Dienstleistungen immateriell sind, ist das Vertrauen der Kunden entscheidend. Berater müssen sich in das soziale Gefüge einbringen, um Akzeptanz für Veränderungen zu schaffen und das Kaufrisiko für das Unternehmen zu senken.
Was bedeutet der Begriff „self actualizing man“ in diesem Kontext?
Er beschreibt den modernen Menschen, für den Selbstverwirklichung und Autonomie im Beruf wichtiger sind als rein traditionelle Arbeitsstrukturen. Berater müssen dies bei der Mitarbeiterführung und Projektumsetzung berücksichtigen.
Wie hängen Outsourcing und Beraterintegration zusammen?
Da es wenig spezifische Literatur zur Beraterintegration gibt, greift die Arbeit auf Erkenntnisse aus dem Outsourcing zurück. In beiden Fällen ist die erfolgreiche Einbindung externer Akteure in interne Prozesse kritisch für den Erfolg.
Welche Rolle spielt soziale Kompetenz im Vergleich zur Fachkompetenz?
Fachwissen allein reicht oft nicht aus. In einer komplexen Dienstleistungsgesellschaft ist die Fähigkeit, Sinn zu vermitteln und Engagement zu wecken (soziale Kompetenz), für die effektive Umsetzung von Veränderungen unerlässlich.
Warum führen Dienstleistungen oft zu Unsicherheiten beim Kunden?
Aufgrund ihrer Immaterialität und Integrativität kann die Qualität vorab schwer beurteilt werden. Das Vertrauen in den Berater als Person ersetzt hier oft die physische Produktprüfung.
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- Achim Wiedemann (Author), 2012, Fachliche und soziale Integration von Beratern in Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/199379