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Externes Statebuilding im Kosovo. Eine Analyse der Staatlichkeit

Titre: Externes Statebuilding im Kosovo. Eine Analyse der Staatlichkeit

Dossier / Travail , 2012 , 32 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Patrick Schröder (Auteur)

Politique - Région: Europe de l'Est
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Zu lernen, wie man Staaten besser aufbaut, ist daher für die zukünftige Weltordnung von zent-raler Bedeutung. (Fukuyama 2006: 168 f.)

Dieses programmatische Zitat von Fukuyama (2006) dient einleitend der Beschreibung ge-genwärtiger internationaler Politik, die im Rahmen einer ganzen Reihe internationaler Inter-ventionen in der Welt prägend ist. Im Kosovo wurde nach Beendigung der Kriegshandlungen im Juni 1999 das internationale Protektorat der UN auf Grundlage der Resolution 1244 im-plementiert. So wurden während des umfangreichen Statebuilding-Projekts staatliche Institu-tionen etabliert, die den im Februar 2008 einseitig unabhängig erklärten kosovarischen Staat nunmehr tragen. Trotz dieser Fortschritte lassen sich gravierende Herausforderungen wie die territoriale De-facto-Teilung des Kosovo benennen. Hierzu wurden bereits zahlreiche wissen-schaftliche Publikationen veröffentlicht, weniger aber bisher die Auswirkungen dieser inter-nationalen Politik auf den Staat und auf die Gesellschaft betrachtet. Dabei wirkt sich die in-ternationale Präsenz auf die intervenierte Gesellschaft aus: Sie verändert die lokal bestehenden Macht- und Herrschaftsbeziehungen. Daher geht diese Arbeit der folgenden Fragestellung nach: Inwiefern wirkt sich das im Rahmen westlich-liberaler Ordnungspolitik verlaufende externe Statebuilding der internationalen Akteure auf die staatliche Herrschaft hinsichtlich Rechtstaatlichkeit und Legitimität in der Republik Kosovo aus? Dabei wird an die Thesen der Internationalisierung und der Informalisierung herrschaftssoziologischer Ansätze ange-knüpft und vermutet, dass sich eine hybride staatliche Herrschaft herausbildet. Hierunter kann ganz allgemein die Vermischung lokaler und internationaler Handlungspraktiken staatlicher und nicht staatlicher Akteure verstanden werden, die dem Ideal des modernen, legal-rationalen (westlichen) Staates nicht entspricht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Chronologie
  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretische Grundlagen
    • 2.1 Politische Soziologie der Weltgesellschaft
    • 2.2 Herrschaftssoziologische Staatsdefinition und das Ideal moderner Staatlichkeit
    • 2.3 Ansatz zur Analyse: die herrschaftssoziologische Staatskonzeption
    • 2.4 Statebuilding im wissenschaftlichen Diskurs und in der Praxis
    • 2.5 Konkretisierung des Forschungsdesigns: methodisches Vorgehen im Untersuchungsbereich Rechtsstaatlichkeit und Legitimität
  • 3 Staatliche Herrschaft im Kosovo
    • 3.1 Analyseebene 1: Herrschaftsausübung durch die internationalen Akteure
    • 3.2 Analyse der historischen Entwicklung der Staatlichkeit
    • 3.3 Analyseebene 2: Lokale Akteure und Rechtsstaatlichkeit/Legitimität
      • 3.3.1 Analyse der Legitimität: Identität und Gründungsmythos
      • 3.3.2 Analyse der Rechtsstaatlichkeit: Korruption und organisierte Kriminalität
  • 4 Resümee
  • Anhang
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des externen Statebuildings auf die staatliche Herrschaft im Kosovo, insbesondere hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit und Legitimität. Sie beleuchtet die Interaktion von internationalen Akteuren und lokalen Akteuren in einem hybriden Staatssystem, das sich von dem idealen Modell eines modernen, legal-rationalen Staates unterscheidet.

  • Die Rolle der internationalen Akteure im Statebuilding-Prozess
  • Die Auswirkungen des externen Statebuildings auf die Rechtsstaatlichkeit und Legitimität im Kosovo
  • Die Herausforderungen der staatlichen Herrschaft in einem hybriden Staatssystem
  • Die Interaktion von lokalen Akteuren und internationalen Akteuren
  • Die Bedeutung der herrschaftssoziologischen Staatskonzeption für die Analyse der staatlichen Herrschaft im Kosovo

Zusammenfassung der Kapitel

  • Kapitel 2: Theoretische Grundlagen Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen für die Analyse der staatlichen Herrschaft im Kosovo dar. Es werden die politische Soziologie der Weltgesellschaft, die herrschaftssoziologische Staatsdefinition und die Konzeption des Statebuildings im wissenschaftlichen Diskurs und in der Praxis erläutert.
  • Kapitel 3: Staatliche Herrschaft im Kosovo Dieses Kapitel analysiert die staatliche Herrschaft im Kosovo anhand der Herrschaftsausübung durch internationale Akteure und der historischen Entwicklung der Staatlichkeit. Es untersucht auch die lokalen Akteure und deren Einfluss auf die Rechtsstaatlichkeit und Legitimität im Kosovo.

Schlüsselwörter

Externes Statebuilding, Kosovo, Staatliche Herrschaft, Rechtsstaatlichkeit, Legitimität, Internationale Akteure, Lokale Akteure, Hybrides Staatssystem, Herrschaftssoziologische Staatskonzeption.

Häufig gestellte Fragen

Was wird unter „externem Statebuilding“ im Kosovo verstanden?

Es beschreibt den Aufbau staatlicher Institutionen im Kosovo durch internationale Akteure (z.B. UN) nach dem Krieg 1999 auf Basis der Resolution 1244.

Was ist ein „hybrides Staatssystem“?

Eine Vermischung von lokalen und internationalen Handlungspraktiken, die nicht dem idealen westlichen Modell eines legal-rationalen Staates entspricht.

Welche Herausforderungen bestehen für die Rechtsstaatlichkeit im Kosovo?

Die Arbeit nennt insbesondere Korruption, organisierte Kriminalität und die territoriale De-facto-Teilung als gravierende Probleme.

Wie beeinflusst die internationale Präsenz die lokale Gesellschaft?

Sie verändert bestehende Macht- und Herrschaftsbeziehungen und führt zu einer Internationalisierung der lokalen Politik.

Welche Rolle spielen Identität und Gründungsmythen für die Legitimität?

Diese Faktoren werden auf der Ebene lokaler Akteure analysiert, um die Akzeptanz und Beständigkeit der staatlichen Herrschaft zu erklären.

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Résumé des informations

Titre
Externes Statebuilding im Kosovo. Eine Analyse der Staatlichkeit
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für Politikwissenschaft, insbesondere auswärtige und internationale Politik osteuropäischer Staaten)
Cours
Westliche Außenpolitik nach dem Kalten Krieg
Note
1,0
Auteur
Patrick Schröder (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
32
N° de catalogue
V198791
ISBN (ebook)
9783656254102
ISBN (Livre)
9783656255130
Langue
allemand
mots-clé
externes statebuilding kosovo analyse staatlichkeit
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Schröder (Auteur), 2012, Externes Statebuilding im Kosovo. Eine Analyse der Staatlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198791
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