Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt kontinuierlich zu; wir leben in einer alternden Welt. Folglich werden ältere Menschen in unserer Gesellschaft eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Nichtsdestotrotz werden Alter und ältere Menschen im öffentlichen Rahmen vorwiegend als Problem präsentiert und es scheint, dass sowohl bei jungen Menschen als auch bei älteren Menschen selbst, negative Vorstellungen vorherrschen – Hilfs- und Pflegebedürftigkeit, kommunikative Inkompetenz, Intoleranz und Inflexibilität sind nur einige Stichworte dazu.
Wie soeben erwähnt, äußert sich „Alter“ neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Altersthematik auch in der Öffentlichkeit. Es werden Bemerkungen über das Alter und ältere Menschen gemacht, Wertungen vorgenommen und Meinungen geäußert. In vielen Aussagen spiegelt sich, wie die oben genannten Stichworte zeigen, das Defizit-modell des Alterns sowie die Angst vor gesellschaftlichen Umbrüchen aufgrund der durch die alternde Gesellschaft verursachten Veränderungen wider (Kramer, o.J. in Fiehler & Thimm, 2003).
Auch der Generationenkonflikt ist im privaten und öffentlichen Rahmen immer wieder ein Thema und für viele scheint die Kluft zwischen den Generationen groß zu sein.
Ein Grund für solche Spannungsfelder zwischen Jung und Alt, vorschnelle Urteile und fal-sche Vorstellungen können Stereotype sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Persönliche Motivation
1.2 Fragestellung und Ziel der Arbeit
1.3 Hypothesen
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Forschungsstand
2.2 Begriffsdefinitionen
3 Bearbeitung der Aufgabenstellung
3.1 Vorgehensweise
3.2 Darstellung der Ergebnisse
3.2.1 Allgemeine Anmerkungen
3.2.2 Grafische Darstellung
4 Diskussion und Bewertung der Ergebnisse
4.1 Allgemeine Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse in Bezug auf die Fragestellung
4.2.1 Das Heterostereotyp JUNGER MENSCH
4.2.2 Das Autostereotyp ÄLTERER MENSCH
4.2.3 Bestätigung oder Widerlegung der Hypothesen
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
6 Bibliographie
7 Abbildungsverzeichnis
Anhang: Fragebogen
Häufig gestellte Fragen
Wie nehmen ältere Menschen ab 60 Jahren sich selbst wahr?
Die Arbeit untersucht das Autostereotyp älterer Menschen und zeigt auf, inwieweit sie sich selbst als aktiv und kompetent wahrnehmen oder das gesellschaftliche Defizitmodell des Alterns übernehmen.
Welche Vorurteile haben junge Menschen gegenüber Senioren?
Häufige negative Stereotype sind Hilfsbedürftigkeit, kommunikative Inkompetenz, Intoleranz und mangelnde Flexibilität.
Was versteht man unter dem "Defizitmodell des Alterns"?
Dieses Modell betrachtet das Alter primär als eine Phase des körperlichen und geistigen Verfalls und ignoriert die Potenziale und Ressourcen älterer Menschen.
Was ist der Unterschied zwischen Auto- und Heterostereotypen?
Autostereotype sind Vorstellungen über die eigene Gruppe (z. B. "Wir Alten"), während Heterostereotype Vorstellungen über eine andere Gruppe sind (z. B. "Die Jungen").
Warum ist der Generationenkonflikt ein Thema dieser Arbeit?
Die Untersuchung analysiert, wie falsche Vorstellungen und Stereotype zu Spannungsfeldern und einer empfundenen Kluft zwischen Jung und Alt im privaten und öffentlichen Raum führen.
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- Elisabeth Buff-Scherrer (Author), 2009, Das Selbstbild älterer Menschen ab dem 60. Lebensjahr und ihr Fremdbild von jungen Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197960