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Ludwig Wittgenstein: Das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit

Die Bildtheorie im Tractatus logico- philosophicus

Título: Ludwig Wittgenstein: Das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit

Trabajo de Seminario , 2010 , 22 Páginas , Calificación: Sehr gut

Autor:in: Mathias Haller (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Das erste und zu Lebzeiten Ludwig Wittgensteins einzige veröffentlichte Buch, der Tractatus logico-philosophicus (TLP) ist bis heute einer der meistdiskutierten Texte der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Der Grund dafür ist die Dichte, in der die weitreichenden Gedanken im Tractatus entwickelt werden und den Interpreten bis heute einige Rätsel aufgeben. So bemerkt beispielsweise Kampits: „Man kann die knapp 100 Seiten [...] dieses Buches an einem Nachmittag lesen und zugleich Jahre darüber grübeln, ohne sie völlig verstanden zu haben.“ (Kampits 1985, S. 54). Diese Feststellung gilt selbst für einzelne Teile des Buches. Im besonderen Massen gilt sie für die Bildtheorie, die von vielen Autoren als „Kern“ des Tractatus angesehen wird (vgl. Bezzel 1989, S. 65). Die Bildtheorie hat einen zentralen Stellenwert, weil sie grundlegend unseren Zugang zur Welt, der gemäss Wittgenstein nur mittels Zeichen möglich ist, beschreibt. In ihrer Anwendung auf Sätze erklärt die Bildtheorie das Verhältnis zwischen der Sprache und der Wirklichkeit.

In dieser Arbeit soll ausgehend von einer Textstelle, die Wittgenstein als seinen Grundgedanken bezeichnet, die allgemeine Bildtheorie erläutert werden. Dabei wird auf die Form der Abbildung und die abbildende Beziehung besonderes Augenmerk gerichtet. Sie sind sozusagen die „Säulen, auf denen die Bildtheorie ruht.“ (Ammereller 2001, S. 116). Im weiteren Verlauf wird Wittgensteins Übertragung der Bildtheorie auf Sätze rekonstruiert, um im nächsten Schritt die Leistungen der Bildtheorie als Semantiktheorie untersuchen zu können. Im letzten Teil soll ein hauptsächlicher Kritikpunkt an der Bildtheorie zur Sprache kommen. Es ist die selbständige Interpretierbarkeit von Bildern.

Die Arbeit hat grundsätzlich den Anspruch einer textnahen Lektüre der einschlägigen Passagen im Tractatus. Jedoch sollen die im Tractatus vorgestellten Gedanken zur Bildtheorie dann in den Kontext von Einträgen aus Wittgensteins Tagebüchern der Jahre 1914 bis 1916 (TB) gestellt werden, wenn dies für das Verständnis einzelner Aspekte der Theorie hilfreich ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der „Grundgedanke“

Die Form der Abbildung

Die abbildende Beziehung

Der Satz als Bild

Leistungen der Bildtheorie als Semantiktheorie

Kritik an der Bildtheorie

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert Wittgensteins Bildtheorie im "Tractatus logico-philosophicus", um deren Rolle bei der Erklärung der sprachlichen Bezugnahme auf die Wirklichkeit zu untersuchen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie durch das Prinzip der Vertretung von Gegenständen eine Brücke zwischen Sprache und Welt geschlagen wird, während gleichzeitig die Möglichkeiten und Grenzen dieser Theorie – etwa in Bezug auf die Falschheit von Sätzen – erörtert werden.

  • Grundlagen der allgemeinen Bildtheorie und ihre Anwendung auf den Satzbau.
  • Analyse der "Form der Abbildung" und der "abbildenden Beziehung".
  • Untersuchung der Leistungen der Bildtheorie als Semantiktheorie (Falschheit und Kreativität).
  • Kritische Reflexion der Rolle des Subjekts bei der Intentionalität und Interpretation.
  • Vergleich der Bildtheorie mit Wittgensteins späterer Gebrauchstheorie.

Auszug aus dem Buch

Die abbildende Beziehung

Während die Form der Abbildung bestimmt, wie die Beziehung zwischen den Elementen eines Bildes untereinander ist, so gibt es auch zwischen den jeweiligen Elementen des Bildes und den Gegenständen der Wirklichkeit eine Relation. Diese Relation, die durch die Zuordnung der Bildelemente zu den wirklichen Gegenständen konstituiert wird, nennt Wittgenstein die abbildende Beziehung: „Die abbildende Beziehung besteht aus den Zuordnungen der Elemente des Bildes und der Sachen.“ (TLP 2.1514).

Diese Zuordnungen sind wie „Fühler“, die von den Bildelementen ausgehen, durch die das Bild bis zur Wirklichkeit reicht (vgl. TLP 2.1515). Dem liegt die Überlegung zu Grunde, dass die Tatsache, dass sich die Elemente des Bildes durch die Form der Abbildung in bestimmter Weise zueinander verhalten, nur dann einen Sachverhalt abbilden kann, wenn diese Elemente für bestimmte Gegenstände stehen – oder wie Wittgenstein es in 2.131 nennt – diese „vertreten“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung und Dichte des Tractatus sowie Darlegung des methodischen Vorgehens anhand des "Grundgedankens".

Der „Grundgedanke“: Erläuterung des Prinzips der Vertretung von Gegenständen durch Zeichen als Ausgangspunkt für die gesamte Bildtheorie.

Die Form der Abbildung: Untersuchung der notwendigen Übereinstimmung zwischen Bild und Wirklichkeit und der Rolle von Modellen bei der Abbildung.

Die abbildende Beziehung: Analyse der Relation zwischen Bildelementen und Gegenständen, die als "Fühler" zur Wirklichkeit fungieren.

Der Satz als Bild: Rekonstruktion der Übertragung der allgemeinen Bildtheorie auf sprachliche Sätze mittels der Projektionsmethode.

Leistungen der Bildtheorie als Semantiktheorie: Auseinandersetzung mit der möglichen Falschheit von Sätzen und der schöpferischen Kreativität der Sprache.

Kritik an der Bildtheorie: Diskussion des Spannungsfeldes zwischen der Selbständigkeit von Bildern und der notwendigen menschlichen Interpretation.

Schlusswort: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die Relevanz der Bildtheorie für zukünftige Forschungen.

Schlüsselwörter

Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, Bildtheorie, Form der Abbildung, abbildende Beziehung, Satz als Bild, Logik, Sprache, Wirklichkeit, Vertretung, Projektionsmethode, Semantiktheorie, Intentionalität, Sachverhalt, Sprachphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Wittgensteins Bildtheorie aus dem "Tractatus logico-philosophicus" und untersucht, wie er das Verhältnis zwischen Sprache und Wirklichkeit erklärt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Prinzip der Vertretung von Gegenständen, die logische Struktur von Bildern und die Anwendung dieser Theorie auf die Semantik natürlicher Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine textnahe Lektüre zu verstehen, wie der "Grundgedanke" Wittgensteins die Grundlage für eine Theorie bildet, die sowohl wahre als auch falsche Aussagen über die Welt ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, die durch den Kontext von Wittgensteins Tagebüchern der Jahre 1914–1916 ergänzt wird, um einzelne Aspekte tiefer zu ergründen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der abbildenden Beziehung, der Form der Abbildung, der Anwendung auf Sätze sowie der Diskussion der Leistungen und der internen Kritikpunkte der Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind insbesondere Bildtheorie, Form der Abbildung, Projektionsmethode, Intentionalität und der logische Raum.

Wie unterscheidet Wittgenstein das Satzzeichen vom Satz?

Er unterscheidet zwischen dem Satzzeichen als sinnlich wahrnehmbarem Laut- oder Schriftvorkommnis und dem Satz als Symbol, welches den Sinn trägt.

Warum hält Wittgenstein eine spätere Kritik an seiner Bildtheorie für notwendig?

Kritisiert wird, dass ein Bild die Wirklichkeit nicht völlig "auf eigene Faust" darstellen kann, da die Interpretation und der Gebrauch durch ein Subjekt für die Verbindung zur Welt notwendig sind.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Ludwig Wittgenstein: Das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit
Subtítulo
Die Bildtheorie im Tractatus logico- philosophicus
Universidad
University of Zurich
Curso
Logisch-philosophische Abhandlung
Calificación
Sehr gut
Autor
Mathias Haller (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
22
No. de catálogo
V195855
ISBN (Ebook)
9783656220411
ISBN (Libro)
9783656220787
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tractatus logico- philosophicus Tractatus Bildtheorie Wittgenstein Ludwig Wittgenstein Sprache Sprachphilosophie wahrnehmung Psychologie Verstehen Semantik Semiotik Bedeutung Linguistik Logisch-philosophische Abhandlung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mathias Haller (Autor), 2010, Ludwig Wittgenstein: Das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195855
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