Der Wert vieler Unternehmen steckt heutzutage nicht mehr allein in den Gütern, die sie produzieren, sondern viel mehr in dem Wissen ihrer Organisation und ihrer Mitarbeiter, welches ihnen den nötigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz liefert. In den vergangenen Jahren wurde Wissen zu einem immer bedeuterenden Faktor in der Wertschöpfung und im Verdrängungskampf von Unternehmen. Obwohl bereits seit den 80er Jahren diskutiert, ist die Notwendigkeit zum Management von Wissen erst in der nahen Vergangenheit von den Unternehmen erkannt worden. Die Soziologie spricht von der „Wissenschaftsgesellschaft“, in der Wissen die zentrale Rolle einnimmt und nicht mehr ausschließlich die Dimensionen Arbeit, Rohstoffe und Kapital. Wissen ist in dieser Gesellschaftsform leicht zugänglich und frei verfügbar. Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich darin stark über das vorhandene Wissen, ihre Fachkompetenzen und das Management dieser aus. Stellt sich folglich die Frage nach einer genauen Definition für Wissen und Wissensmanagement. Ist Wissen nur eine digitale Datenbank gesammelter Informationen oder beschreibt Wissen in erster Linie die Kompetenz der Mitarbeiter eines Unternehmens? Darüber hinaus muss geklärt werden, wie Wissen einerseits erfasst und andererseits derart dargestellt werden kann, so dass möglichst viele Menschen davon profitieren.
Diese Arbeit gibt einen Überblick über Methoden zur Erhebung und Darstellung von Wissen und erläutert die Umsetzung von Wissensmanagement im Unternehmen am Beispiel von Xerox. Zunächst werden die theoretischen Grundlagen zu den nachfolgend verwendeten Begrifflichkeiten gelegt. Anschließend wird das Unternehmen Xerox kurz vorgestellt und dessen Umgang mit Wissensmanagement beleuchtet. Im Abschluss werden die Kernaussagen der Arbeit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Hintergründe und Problemstellung
2. Begriffe und Abgrenzungen
3. Wissensmanagement
3.1 Nutzenpotentiale des Wissensmanagements
3.2 Kritische Betrachtung des Wissensmanagements
3.3 Methoden zur Erhebung von Wissen
3.3.1 Wissensanalyse und Wissensaudits
3.3.2 Wissensprofil
3.3.3 Unternehmenskompetenzanalyse
3.3.4 Methoden des strategischen Wissensmanagements
3.4 Methoden zur Repräsentation von Wissen
3.4.1 Wissenskarten
3.4.2 Wissensdatenbank
3.4.3 Yellow Pages
3.4.4 Ontologien
4. Praktische Umsetzung des Wissensmanagements bei Xerox
4.1 Das Unternehmen und dessen Weg zum Wissensmanagement
4.2 Wissensmanagement bei Xerox
5. Zusammenfassung und kritische Rückschau
Literaturverzeichnis
Elektronische Quellen
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Wissen für Unternehmen heute so wichtig?
In einer Wissenschaftsgesellschaft ist Wissen neben Arbeit und Kapital der zentrale Produktionsfaktor. Es sichert Wettbewerbsvorteile und Innovationskraft gegenüber der Konkurrenz.
Was ist der Unterschied zwischen Information und Wissen?
Informationen sind Daten in einem Kontext. Wissen entsteht erst, wenn diese Informationen durch Erfahrung und Kompetenz von Mitarbeitern verknüpft und anwendungsbezogen genutzt werden.
Welche Methoden zur Erhebung von Wissen gibt es?
Gängige Methoden sind Wissensanalysen, Wissensaudits, die Erstellung von Wissensprofilen und die Unternehmenskompetenzanalyse.
Was sind Wissenskarten (Knowledge Maps)?
Wissenskarten sind grafische Darstellungen, die aufzeigen, wo im Unternehmen welches Wissen vorhanden ist oder welche Experten für bestimmte Themen zuständig sind.
Was versteht man unter „Yellow Pages“ im Wissensmanagement?
Yellow Pages sind Expertenverzeichnisse innerhalb eines Unternehmens, die es Mitarbeitern ermöglichen, schnell den richtigen Ansprechpartner für ein spezifisches Problem zu finden.
Wie setzte Xerox Wissensmanagement in der Praxis um?
Xerox gilt als Pionier, indem es den Austausch von Erfahrungswissen (z. B. Reparaturtipps von Technikern) systematisch förderte und durch technische Plattformen für alle zugänglich machte.
- Citation du texte
- B.Sc. Martin Härtel (Auteur), 2012, Methoden zur Repräsentation und Erhebung von Wissen sowie deren praktische Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195302