Die vorliegende Arbeit liefert einen Vergleich der Denkschrift der EKD „Frieden wahren, fördern und erneuern“ und der Erklärung des Moderamens des Reformierten Bundes „Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Friedensverantwortung der Kirche“. Theologisch sind beide Schriften von zentraler Bedeutung, da es in ihnen um die grundsätzliche Stellung der Kirche in Staat und Gesellschaft geht. Während die Denkschrift der EKD im Wesentlichen sich dabei auf die
Elemente der Zweiregimentenlehre Luthers stützt, bildet die Königsherrschaft Christi die Argumentationsbasis der Erklärung des Moderamens. Beide Schriften verfolgen eine unterschiedliche Interpretation der Versöhnungslehre, die im weiteren Verlauf dieser Arbeit zunächst vorgestellt und im abschließenden Vergleich beider Schriften anhand ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten näher erläutert wird. Nach einem kurzen historischen Abriss werden zunächst beide Schriften jeweils strukturell vorgestellt, während sich die folgenden Gliederungspunkte den inhaltlichen Zentralthemen der Schriften widmen. Darauf folgt ein argumentativer Vergleich der vorgestellten Positionen. Den Abschluss bildet ein Resümee des
Verfassers dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Historischer Abriss
2.2. Die Denkschrift der EKD „Frieden wahren, fördern und erneuern“ (1981)
2.2.1. Struktur und Aufbau
2.2.2. Frieden und Friedensaufgabe
2.2.2.1. Versöhnung und Friede Gottes
2.2.2.2. Aufgabe der Kirche
2.2.2.3. Die politische Friedensaufgabe
2.2.3. Die Position der EKD-Denkschrift zu den „Heidelberger Thesen“ von 1959
2.2.4. Anweisungen für die kirchliche Friedensarbeit
2.3. Die Erklärung des Moderamens des Reformierten Bundes „Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Friedensverantwortung der Kirche“ (1982)
2.3.1. Struktur und Aufbau
2.3.2. Inhaltliche Schwerpunkte der Erklärung
2.3.2.1. Frieden als Bekenntnisfrage?
2.3.2.2. Die Versöhnungslehre als Motiv für den Frieden und die Königsherrschaft Christi
2.3.2.3. Die Schöpfung als Motiv für den Frieden
2.3.2.4. Menschliche Gerechtigkeit
2.3.2.5. Die Kraft des Heiligen Geistes
2.4. Die Denkschrift der EKD und die Erklärung des Moderamens im Vergleich
3. Fazit
4. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale Fragestellung der EKD-Denkschrift von 1981?
Die Denkschrift „Frieden wahren, fördern und erneuern“ befasst sich mit der Friedensaufgabe der Kirche und stützt sich dabei theologisch primär auf Luthers Zweiregimentenlehre.
Wie unterscheidet sich die Erklärung des Reformierten Bundes von der EKD-Denkschrift?
Während die EKD die Zweiregimentenlehre betont, nutzt der Reformierte Bund die „Königsherrschaft Christi“ als Argumentationsbasis für die Friedensverantwortung.
Was sind die „Heidelberger Thesen“?
Die Heidelberger Thesen von 1959 sind ein kirchenhistorisches Dokument, zu dem die EKD-Denkschrift von 1981 Stellung bezieht, um die kirchliche Friedensarbeit neu zu definieren.
Welche Rolle spielt die Versöhnungslehre in diesen Schriften?
Die Versöhnungslehre dient beiden Schriften als theologisches Motiv für den Frieden, wird jedoch unterschiedlich interpretiert, was zu verschiedenen Handlungsempfehlungen für die Kirche führt.
In welchem historischen Kontext entstanden diese Dokumente?
Die Schriften entstanden in den frühen 1980er Jahren vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und der damaligen Debatten um atomare Aufrüstung und Friedenssicherung.
- Citation du texte
- Adrian Schmittel (Auteur), 2012, Zu „Frieden wahren, fördern und erneuern“ und „Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Friedensverantwortung der Kirche“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195022