1 Einleitung
Die Gesundheit von Individuen und ganzen Bevölkerungsgruppen steht in der heutigen Zeit im Fokus zahlreicher privater, gesellschaftlicher und politischer Diskussionen. Dabei geht es sowohl um das den Staat immer mehr finanziell belastende Gesundheitssystem als auch um die steigenden Bedürfnisse des Einzelnen an Gesundheit und medizinische Versorgung.
Darüber hinaus spielt Gesundheit eine immer größere Rolle in der Arbeitswelt. Vermehrt plakativ auftretende Schlagzeilen wie „Arbeit macht immer mehr Menschen krank“1 oder „Stress im Job – Angestellte arbeiten sich krank“2 zeigen die gesteigerte Bedeutung einer gesunden Arbeitsumgebung. Im Jahr 2007 litten nach eigenen Angaben rund 2,4 Millionen Erwerbstätige (6,3 %) unter arbeitsbedingten Gesundheitsbeschwerden. Relevant war hier nicht der medizinische Befund, sondern die Selbsteinschätzung der Befragten.3
Im Zusammenhang mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstseins nimmt die (betriebliche) Gesundheitsförderung deshalb eine absolut wichtige Position im deutschen Gesundheitswesen ein.
In der folgenden Ausarbeitung geht es um die Klärung des Gesundheitsbegriffes und die historische Entwicklung der Gesundheitsförderung. Dabei wird auf das salutogenetische Modell und die Ottawa-Charta als Grundstein der Gesundheitsförderung eingegangen. Schwerpunkt der Arbeit ist im Anschluss die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Deutschland, die anhand von Praxisbeispielen konkretisiert wird. Es werden gesetzliche Grundlagen, gesundheitsgefährdende Risikofaktoren sowie Akteure und Maßnahmen der BGF beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gesundheit – Definition und Begriffserklärung
2.1 Der Gesundheitsbegriff aus verschiedenen Sichtweisen
2.2 Gesundheitsmodelle, insbesondere die Salutogenese nach Aaron Antonovsky
3 Historische Entwicklung der Gesundheitsförderung
4 Gesundheitsförderung im Betrieb
4.1 Definition und Einordnung der betrieblichen Gesundheitsförderung
4.2 Notwendigkeit gesundheitsfördender Maßnahmen im Betrieb
4.3 Gesetzliche Grundlagen
5 Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung und Möglich-keiten der Maßnahmen in unterschiedlichen Unternehmens-größen
5.1 Leistungserbringer und ihre Bedeutung bei der Umsetzung der BGF
5.2 Die Ausgestaltung der BGF in Klein- und Mittelbetrieben im Gegensatz zu (industriellen) Großbetrieben
5.3 Erfolgreiche Umsetzung der BGF in der Praxis am Beispiel der Braun AG und ThyssenKrupp Stahl AG
5.4 Instrumente zur Umsetzung der BGF
5.5 Wirtschaftlicher Nutzen gesundheitsfördernder Maßnahmen
6 Fazit und Ausblick
Quellenverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)?
BGF umfasst Maßnahmen im Betrieb zur Stärkung von Gesundheitsressourcen und zur Verbesserung der Arbeitsumgebung.
Was besagt das Modell der Salutogenese?
Das Modell nach Aaron Antonovsky konzentriert sich auf Faktoren, die Gesundheit erhalten und fördern, statt nur auf Krankheitsursachen.
Welche Rolle spielt die Ottawa-Charta?
Die Ottawa-Charta gilt als historischer Grundstein der modernen Gesundheitsförderung und wird in der Arbeit ausführlich erläutert.
Gibt es Praxisbeispiele für erfolgreiche BGF?
Ja, die Arbeit nennt die Braun AG und die ThyssenKrupp Stahl AG als Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis.
Lohnt sich BGF für Unternehmen wirtschaftlich?
Die Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Nutzen und zeigt auf, wie gesundheitsfördernde Maßnahmen Kosten senken können.
- Citar trabajo
- Oliver Haas (Autor), 2010, Betriebliche Gesundheitsförderung in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193873