Die Ausgangsfrage „Machen Computer aggressiv?“ ist sehr weit gefasst. Computer und Aggressionen stehen in einer Vielzahl von Beziehungen zueinander: zum Einen die Aggression gegenüber dem PC selbst, zum Anderen durch sogenannte „Killerspiele“ hervorgerufene Aggression und letztlich Aggression aufgrund von Realitätsverlust
(verbunden mit PC-Sucht).
Im Rahmen dieser schriftlichen Ausarbeitung soll vorrangig auf die oben genannten Aspekte eingegangen werden. Schwerpunktmäßig werden dabei folgende Fragen diskutiert:
1. Wie und warum entstehen Aggressionen gegenüber einem PC?
2. Machen „Killerspiele“ aggressiv oder spielen lediglich aggressive Kinder / Menschen mit Vorliebe „Killerspiele“?
3. Hat Realitätsverlust (durch übermäßigen PC – Konsum) eine Auswirkung auf das Aggressionspotential?
Besteht ein Bezug zu den Amokläufen?
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Aggression
- 3. Aggression gegenüber dem PC selbst
- 3.1 Triebtheorie
- 3.2 Lernen am Modell
- 3.3 Klassische Konditionierung
- 3.4 Frustrations - Aggressions - Hypothese
- 3.5 Personifizierung des Computers
- 3.6 Fazit
- 4. Durch „Killerspiele“ hervorgerufene Aggression
- 4.1 „Killerspiele machen aggressiv“
- 4.2 „Killerspiele machen nicht aggressiv“
- 4.3 Fazit
- 5. Aggression aufgrund von Realitätsverlust durch übermäßigen Konsum von PC-Spielen?
- 6. Abschließendes Fazit
- 7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Ausarbeitung befasst sich mit der Frage, ob Computer aggressiv machen. Sie untersucht verschiedene Formen von Aggression im Zusammenhang mit der Nutzung von Computern, darunter Aggression gegenüber dem PC selbst, durch „Killerspiele“ hervorgerufene Aggression und Aggression aufgrund von Realitätsverlust durch übermäßigen PC-Konsum.
- Ursachen für Aggressionen gegenüber dem PC
- Der Einfluss von „Killerspielen“ auf Aggressionsverhalten
- Die Rolle von Realitätsverlust im Zusammenhang mit PC-Sucht und Aggression
- Psychologische Theorien zur Erklärung von Aggression
- Mögliche Auswirkungen von Computeraggression auf das reale Leben
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung
Die Arbeit beleuchtet die vielschichtigen Beziehungen zwischen Computern und Aggression. Sie fokussiert auf Aggressionen gegenüber dem PC selbst, durch „Killerspiele“ hervorgerufene Aggression und Aggression aufgrund von Realitätsverlust durch übermäßigen PC-Konsum.
2. Aggression
Die Arbeit definiert Aggression als ein Verhalten, das mit der Absicht ausgeführt wird, ein Individuum zu schädigen. Die Arbeit erörtert verschiedene Formen von Aggression und deren potentiellen Zusammenhang mit Computern.
3. Aggression gegenüber dem PC selbst
Dieses Kapitel untersucht die Ursachen für Aggressionen gegenüber dem PC. Es werden verschiedene psychologische Theorien, wie die Triebtheorie und die Theorie des Lernens am Modell, herangezogen, um das Phänomen zu erklären. Zudem werden empirische Studien zu Aggressionen gegenüber dem PC vorgestellt.
4. Durch „Killerspiele“ hervorgerufene Aggression
Dieses Kapitel untersucht die Frage, ob „Killerspiele“ aggressiv machen. Es werden Argumente für und gegen die Annahme einer Verbindung zwischen „Killerspielen“ und Aggression vorgestellt und die Ergebnisse relevanter Studien diskutiert.
5. Aggression aufgrund von Realitätsverlust durch übermäßigen Konsum von PC-Spielen?
Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen von übermäßigem PC-Konsum auf das Aggressionspotenzial. Es wird die Frage gestellt, ob Realitätsverlust durch PC-Sucht zu einem Anstieg von Aggressionen führen kann.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen Aggression, Computer, „Killerspiele“, Realitätsverlust, PC-Sucht, psychologische Theorien, empirische Studien und mögliche Auswirkungen von Computeraggression auf das reale Leben.
Häufig gestellte Fragen
Machen „Killerspiele“ wirklich aggressiv?
Die Forschung ist uneins. Während einige Studien kurzfristige Steigerungen des Aggressionspotenzials messen, argumentieren andere, dass vor allem bereits aggressive Personen eine Vorliebe für solche Spiele haben (Selektionseffekt).
Warum entstehen Aggressionen gegenüber dem Computer selbst?
Dies wird oft durch die Frustrations-Aggressions-Hypothese erklärt: Wenn der PC nicht wie gewünscht funktioniert (z. B. Abstürze), wird er als Hindernis wahrgenommen, was zu Wut führt. Zudem neigen Menschen dazu, den Computer zu personifizieren.
Was ist die Frustrations-Aggressions-Hypothese?
Diese Theorie besagt, dass Aggression immer eine Folge von Frustration ist. Im Kontext der Computernutzung entsteht Frustration durch technische Mängel oder Misserfolge im Spiel.
Führt PC-Sucht zu Realitätsverlust?
Übermäßiger Konsum kann dazu führen, dass die Grenzen zwischen virtueller Welt und Realität verschwimmen. Dies kann soziale Isolation fördern und die Hemmschwelle für aggressives Verhalten in der realen Welt senken.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Amokläufen?
Die Arbeit diskutiert diese mediale Debatte kritisch. Meist kommen Experten zu dem Schluss, dass Computerspiele nur ein Faktor unter vielen (wie psychische Störungen oder soziales Umfeld) sind und keine alleinige Ursache darstellen.
- Quote paper
- Darina Köhler (Author), 2012, Machen Computer aggressiv?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193816