"Anstatt zu fragen, warum das Militär in die Politik eingreift, sollten wir sicherlich fragen, warum es
sich anders verhält. Ein Wunder ist deshalb nicht, warum Militärs gegen ihre zivilen Herren
rebellieren, sondern warum sie ihnen gehorchen" (Finer 1962).
Doch was ist Militär? Wie definiert mensch Militär und wozu braucht mensch überhaupt das
Militär? Wie distanzierst sich das Militär von Söldner, Milizen oder auch Paramilitärs ?
Welche Rolle spielt der Staat bei der Definition Militär und wie ist die Wechselwirkung zwischen
Staat und Militär?
Das sind Fragen, die schon im alten Griechenland von verschiedenen Philosophen diskutiert
wurden, aber auch in der Öffentlichkeit des alten Athen wurde über die Rolle des Militärs im Staat
scharf diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Staat und Militär in Süd- und Mittelamerika
- Definition des Militärs
- Die Rolle des Staates bei der Definition von Militär
- Die Wechselwirkung zwischen Staat und Militär
- Die Organisation des Militärs
- Das moderne Militär
- Militärische Interventionen
- Militärregime
- Der Staat in Süd- und Mittelamerika
- Die Entwicklung der Streitkräfte in Süd- und Mittelamerika
- Das Verhältnis von Staat und Militär in der politikwissenschaftlichen Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem komplexen Verhältnis von Staat und Militär in Süd- und Mittelamerika. Sie beleuchtet die historische Entwicklung dieser Beziehung und analysiert die Faktoren, die zur militärischen Intervention und der Entstehung von Militärregimen führen können. Darüber hinaus werden die Besonderheiten des Staats in Süd- und Mittelamerika und die Herausforderungen für die demokratische Politik in der Region im Kontext des zivil-militärischen Verhältnisses betrachtet.
- Die Definition des Militärs und dessen Abgrenzung von Söldnern, Milizen und Paramilitärs
- Die Wechselwirkung zwischen Staat und Militär, insbesondere die Rolle des Staates bei der Legitimation und Organisation des Militärs
- Die Ursachen und Folgen militärischer Interventionen in Süd- und Mittelamerika
- Die Herausforderungen für die demokratische Politik in der Region im Kontext der historischen Entwicklung des zivil-militärischen Verhältnisses
- Die Bedeutung des Staates und seiner Schwächen in der Entstehung und Aufrechterhaltung von Militärregimen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Definition des Militärs und beleuchtet dessen historische Entwicklung. Sie zeigt, dass die Frage der Organisation des Militärs von großer Bedeutung ist und dass das Militär eine potenzielle Gefahr für die Stabilität eines Staates darstellen kann. Im Anschluss wird die Bedeutung des Staates in der modernen Welt und die Herausforderungen, die mit der Etablierung des Militärs als Instrument des Zivilen verbunden sind, diskutiert. Dabei werden insbesondere die Ursachen für militärische Interventionen und die Entstehung von Militärregimen analysiert.
Die Arbeit fokussiert anschließend auf Süd- und Mittelamerika und untersucht die besonderen Herausforderungen, die sich aus der Schwäche des Staates in dieser Region ergeben. Es wird gezeigt, wie die Geschichte der Region durch die Wechselwirkungen zwischen Staat und Militär geprägt wurde, und es werden die wichtigsten Phasen der Entwicklung der Streitkräfte in Süd- und Mittelamerika dargestellt. Die Arbeit endet mit einer Diskussion der politikwissenschaftlichen Literatur zum Verhältnis von Staat und Militär und beleuchtet die verschiedenen Erklärungsmuster für das Intervenieren des Militärs.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem komplexen Verhältnis von Staat und Militär in Süd- und Mittelamerika. Dabei werden zentrale Themen wie die Definition des Militärs, die Legitimation von Gewalt, die Organisation der Streitkräfte, militärische Interventionen, Militärregime, die Schwäche des Staates und die Herausforderungen für die demokratische Politik in der Region beleuchtet. Darüber hinaus werden wichtige Konzepte wie der Leviathan und der Behemoth, der Interventionismus, die Putsch-Koalition und die unterschiedlichen Formen der Zivil-Militär-Beziehungen betrachtet.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich das Militär von Söldnern oder Milizen?
Das Militär ist eine staatlich legitimierte und organisierte Gewaltinstanz, während Söldner oder Paramilitärs oft außerhalb staatlicher Strukturen agieren.
Warum greift das Militär in manchen Staaten in die Politik ein?
Häufige Gründe sind die Schwäche ziviler Institutionen, politische Instabilität oder das Selbstverständnis des Militärs als "Hüter der Nation".
Welche Besonderheiten weist das Militär in Süd- und Mittelamerika auf?
Die Region ist historisch durch eine starke Wechselwirkung zwischen Staat und Militär sowie durch zahlreiche Militärregime geprägt.
Was ist die Rolle des Staates bei der Definition von Militär?
Der Staat verleiht dem Militär die Legitimität zur Gewaltausübung und nutzt es als Instrument zur Aufrechterhaltung der Souveränität.
Was versteht man unter einem "Militärregime"?
Ein Regierungssystem, in dem die politische Macht faktisch oder formell von Angehörigen des Militärs ausgeübt wird.
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- Christian Fan (Autor), 2009, Staat und Militär in Süd- und Mittelamerika, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193408