Serielles Erzählen eröffnet der Zombie-Narration neue Potentiale, die in keinem 90-Minüter so umgesetzt werden könnten. Der Zuschauer steigt nicht mehr beim Ausnahmezustand der Epidemie ein und muss sich dann mit einem kurzen Ausblick auf die Zukunft der Menschheit zufrieden geben. Er kann miterleben wie daraus Alltag wird und die Gesellschaft ihren Weg zurück in die Normalität findet.
Im Folgenden wird überprüft, ob und wie TWD in der ersten Staffel seine neu gewonnenen dramaturgischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat und welche neuen Themenfelder sich erschließen und Parallelen zu gegenwärtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen bilden.
Inhaltsverzeichnis
- Prolog: Der Zombiefilm und die Notwendigkeit einer Langzeiterzählung
- The Walking Dead
- Dramaturgie und Narration der 1.Staffel TWD
- Folge 1: Days Gone Bye
- Folge 2: Guts
- Folge 3: Tell It to the Frogs
- Folge 4 und 5: Vatos und Wildfire
- Folge 6: TS-19
- Zusammenfassung
- Epilog: Die Zukunft von The Walking Dead
- Anhang
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potentiale der Zombie-Narration im seriellen Erzählen am Beispiel von The Walking Dead. Sie analysiert, wie die Serie die dramaturgischen Möglichkeiten des Formats nutzt und welche neuen Themenfelder sich im Kontext der postapokalyptischen Welt erschließen. Dabei werden Parallelen zu gegenwärtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen aufgezeigt.
- Die Entwicklung der Zombie-Narration im Kontext von gesellschaftlichen Ängsten
- Die Adaption der Graphic Novel The Walking Dead als Fernsehserie
- Die dramaturgischen Möglichkeiten des seriellen Erzählens für die Zombie-Narration
- Die Darstellung von Überlebensstrategien und -bedingungen in einer postapokalyptischen Welt
- Parallelen zwischen der Welt von The Walking Dead und aktuellen gesellschaftlichen Problemen
Zusammenfassung der Kapitel
Der Prolog beleuchtet die Entwicklung des Zombiefilms und seine Relevanz als Ausdruck gesellschaftlicher Ängste. Es wird argumentiert, dass das Genre durch seine Langzeitnarrative eine tiefere Exploration der menschlichen Psyche ermöglicht, die in kürzeren Formaten nicht möglich wäre. Kapitel 2 führt in The Walking Dead ein, die Comicreihe von Robert Kirkman und die daran angelehnte Fernsehserie. Die Dramaturgie und Narration der ersten Staffel wird in Kapitel 3 detailliert analysiert. Die Zusammenfassung in Kapitel 4 fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse zusammen.
Schlüsselwörter
Zombie-Narration, serielles Erzählen, The Walking Dead, postapokalyptische Welt, Überlebensstrategien, gesellschaftliche Ängste, Dramaturgie, Narration, Parallelen zu aktuellen Problemen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile bietet serielles Erzählen für Zombie-Geschichten?
Im Gegensatz zum Film kann eine Serie wie „The Walking Dead“ zeigen, wie aus dem Ausnahmezustand Alltag wird und wie sich eine Gesellschaft über lange Zeit in der Postapokalypse entwickelt.
Welche Themen werden in der 1. Staffel von „The Walking Dead“ (TWD) erschlossen?
Die Arbeit analysiert Themen wie Überlebensstrategien, menschliche Psyche unter Druck und Parallelen zu gegenwärtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen.
Was symbolisiert der Zombie in modernen Erzählungen?
Zombies fungieren oft als Metapher für gesellschaftliche Ängste, den Zusammenbruch der Zivilisation oder die Angst vor unkontrollierbaren Epidemien.
Wie unterscheidet sich die TWD-Serie von der Graphic Novel?
Die Arbeit betrachtet die Adaption der Vorlage von Robert Kirkman und wie dramaturgische Möglichkeiten im Fernsehformat spezifisch genutzt werden.
Was wird in der Folge „TS-19“ (Staffelfinale) thematisiert?
Die Folge markiert den Zusammenbruch der Hoffnung auf eine schnelle wissenschaftliche Lösung (CDC) und zwingt die Charaktere, sich der dauerhaften postapokalyptischen Realität zu stellen.
- Quote paper
- Diana Weschke (Author), 2011, Potentiale der Zombie-Narration im seriellen Erzählen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193234