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Helmut Kraussers „Schmerznovelle“ aus gattungstheoretischer Sicht

Titel: Helmut Kraussers „Schmerznovelle“ aus gattungstheoretischer Sicht

Seminararbeit , 2008 , 16 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Dipl. Germ. Florian Wenz (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon mit dem Titel „Schmerznovelle“ gibt der Autor Helmut Krausser einen deutlichen Hinweis auf die Gattungszugehörigkeit seines Textes. Auf der einen Seite baut der Autor damit einen gezielten Erwartungshorizont beim Leser auf und setzt sich auf der anderen Seite selbst enge Grenzen, da die von ihm gewählte Gattung strenge Vorschriften hat.

Doch ist der vorliegende Text tatsächlich eine Novelle? Also bleibt der Autor wirklich innerhalb dieses engen Korsetts? Mit dieser Fragestellung befasst sich diese Arbeit. Eine Schwierigkeit ist dabei, dass man die literarische Gattung der Novelle nicht vollständig klar definieren, höchstens grob eingrenzen kann. Oder mit den Worten von Wolfgang Rath formuliert, der die Novelle als „[…] nie formal erstarrt, im immer wieder neuen Spiel mit ihrer Form bis heute lebendig geblieben […]“ beschreibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Gattungsabgleich
    • Situative Bedingungen der Novelle
    • Form
    • Aufbau
    • Sprache
    • Inhalt
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Schmerznovelle von Helmut Krausser und untersucht, ob der Text die Merkmale einer klassischen Novelle erfüllt. Dazu werden verschiedene Novellentheorien herangezogen und mit den Merkmalen des Textes verglichen. Die Arbeit fokussiert auf die Gattungszugehörigkeit der Schmerznovelle, indem sie die Situative Bedingungen, die Form, den Aufbau, die Sprache und den Inhalt des Textes mit den bekannten Charakteristika der Novelle konfrontiert.

  • Die Einordnung der Schmerznovelle in die Gattung der Novelle
  • Der Vergleich der Schmerznovelle mit klassischen Novellentheorien
  • Die Analyse der situativen Bedingungen, der Form, des Aufbaus, der Sprache und des Inhalts
  • Die Frage nach der Geschlossenheit der Handlung
  • Die Rolle der Figuren und ihre Beziehung zum Erzähler

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung

Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor: Ist die Schmerznovelle tatsächlich eine Novelle? Es wird darauf hingewiesen, dass die Novelle als Gattung schwer zu definieren ist und sich durch eine dynamische Formgebung auszeichnet. Die Arbeit wird sich an bekannten Novellentheorien orientieren, um die Gattungszugehörigkeit der Schmerznovelle zu erörtern.

Gattungsabgleich

Situative Bedingungen der Novelle

Die Novelle ist eng mit dem Gespräch verbunden, das durch Geselligkeit und Mündlichkeit geprägt ist. Der Erzähler der Schmerznovelle vermittelt den Eindruck, einem Zuhörer die Geschichte aus seiner Sicht darzulegen. Der Text wirkt autobiografisch und erinnert an ein Tagebuch. Der Erzähler ist ein Psychologe, der den Hergang der Geschichte nachträglich schildert und seine Handlungen nicht rechtfertigt. Er hält Distanz zum Erzählten und verarbeitet die Ereignisse durch das Erzählen.

Form

Die Novelle wird anhand von inhaltlichen und formellen Gesichtspunkten definiert. Der Umfang der Novelle entspricht einer Erzählung mittlerer Länge, die in einem „Rutsch“ gelesen werden kann. Die Geschlossenheit der Handlung, die Konzentration auf einen Erzählstrang und die begrenzte Erzählzeit sind weitere Merkmale der Novelle. Auch in der Schmerznovelle findet man diese Merkmale wieder. Die Geschichte beginnt mit dem Eintreffen des Psychologen im Badeort, entwickelt sich, erreicht ihren Höhepunkt und endet mit dem Suizid von Johanna Palm. Die Erzählzeit liegt bei knapp zwei Wochen.

Schlüsselwörter

Novelle, Gattung, Gattungsbestimmung, Gattungsmerkmale, Schmerznovelle, Helmut Krausser, Situative Bedingungen, Form, Aufbau, Sprache, Inhalt, Geschlossenheit, Handlung, Erzähler, Psychologe, autobiografisch, Tagebuch, Selbstmord, Suizid.

Häufig gestellte Fragen

Erfüllt Helmut Kraussers "Schmerznovelle" die Kriterien einer klassischen Novelle?

Die Arbeit untersucht, ob der Text trotz moderner Elemente wie der Tagebuchform die strengen Gattungsmerkmale einer Novelle (z.B. unerhörte Begebenheit, geschlossene Handlung) erfüllt.

Welche Rolle spielt der Erzähler in der Schmerznovelle?

Der Erzähler ist ein Psychologe, der die Ereignisse nachträglich distanziert schildert. Die Erzählweise wirkt autobiografisch und erinnert an ein psychologisches Protokoll.

Was ist das zentrale Ereignis der Handlung?

Die Handlung konzentriert sich auf die Begegnung des Psychologen mit Johanna Palm und gipfelt in deren Suizid, was die für Novellen typische "unerhörte Begebenheit" darstellt.

Wie ist die Zeitstruktur des Werkes aufgebaut?

Die erzählte Zeit umfasst knapp zwei Wochen, was der geforderten Konzentration und Kürze einer Novelle entspricht.

Warum wählte Krausser den Titel "Schmerznovelle"?

Der Titel baut einen gezielten Erwartungshorizont beim Leser auf und ordnet das Werk explizit einer literarischen Tradition zu, mit der der Autor im Text spielt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Helmut Kraussers „Schmerznovelle“ aus gattungstheoretischer Sicht
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung)
Veranstaltung
PS: Helmut Krausser
Note
2,7
Autor
Dipl. Germ. Florian Wenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V192726
ISBN (eBook)
9783656177036
ISBN (Buch)
9783656178378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Helmut Krausser Schmerznovelle Novellentheorie Novelle Gattungstheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Germ. Florian Wenz (Autor:in), 2008, Helmut Kraussers „Schmerznovelle“ aus gattungstheoretischer Sicht , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192726
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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