Mit Hilfe der großen Menge an Quellen und Fachliteratur wird in dieser Arbeit die Zeit zwischen der Wahl Beckets zum Erzbischof von Canterbury im Jahre 1162 und seiner Flucht nach Frankreich zwei Jahre später behandelt. In diesem Zusammenhang gilt es, die verschiedenen Theorien bezüglich der Begründung der Wahl eines weltlichen Potentaten zum geistlichen Oberhaupt Englands darzustellen und zu erläutern. Ebenso soll geklärt werden, ob die Quellen und die Literatur darüber Auskunft erteilen, ob gegen die Wahl Beckets zum Erzbischof Widerstand existierte, oder ob der neue Primas einvernehmlich und friedlich
angenommen wurde. Welche Gründe könnte es weiterhin für Becket gegeben haben, mit der Wahl zum Primas auch sein Amt als englischer Kanzler aufzugeben? Und welche Entwicklungen rechtfertigten es, dass der Londoner Bischof Gilbert Foliot, der allgemein als wichtigster innerkirchlicher Gegner Thomas Beckets gesehen wird, seinen Primas mit den Worten „semper fuit stultus et semper erit“12 beleidigte? Auch bleibt generell zu ergründen, wie es zum Streit zwischen König und Erzbischof kam, wie dieser verlief und welche Streitparteien sich im Laufe des Streites bildeten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Verlauf des Konflikts
- Die Wahl Thomas Beckets
- Erste Differenzen
- Die Synode von Westminster
- Der Hoftag zu Clarendon
- Das Gericht zu Northampton
- Fazit
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Zeitspanne zwischen der Wahl Thomas Beckets zum Erzbischof von Canterbury im Jahre 1162 und seiner Flucht nach Frankreich zwei Jahre später. Sie zielt darauf ab, die Ursachen für den Konflikt zwischen Becket und König Heinrich II. zu beleuchten, die verschiedenen Perspektiven auf diese Ereignisse darzustellen und die Entwicklung des Konflikts nachzuzeichnen.
- Die Hintergründe und Folgen der Wahl eines weltlichen Potentaten zum geistlichen Oberhaupt Englands.
- Die Bedeutung von Macht und Einfluss im Verhältnis zwischen Kirche und Staat im 12. Jahrhundert.
- Die Entwicklung des Konflikts zwischen Becket und Heinrich II. und die unterschiedlichen Standpunkte der Streitparteien.
- Die Rolle von Quellen und Literatur in der Rekonstruktion des Konflikts.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert die historische Bedeutung des Konflikts zwischen Thomas Becket und Heinrich II. Sie beleuchtet die vielschichtigen Aspekte des Themas und skizziert den Forschungsstand.
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Verlauf des Konflikts. Es beschreibt die Wahl Thomas Beckets zum Erzbischof von Canterbury, die ersten Differenzen zwischen Becket und Heinrich II. und die zentralen Ereignisse wie die Synode von Westminster, den Hoftag zu Clarendon und das Gericht zu Northampton.
Schlüsselwörter
Thomas Becket, Heinrich II., Erzbischof von Canterbury, Kanzler, Kirche, Staat, Konflikt, Macht, Einfluss, Reformen, Quellen, Hagiographien, Briefe, Fachliteratur.
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde Thomas Becket zum Erzbischof von Canterbury gewählt?
Thomas Becket wurde im Jahr 1162 zum Erzbischof von Canterbury gewählt.
Was war der Hauptgrund für den Konflikt zwischen Becket und Heinrich II.?
Der Konflikt drehte sich um das Verhältnis zwischen Kirche und Staat sowie um Machtfragen und Reformen im England des 12. Jahrhunderts.
Warum gab Becket sein Amt als Kanzler auf?
Die Arbeit untersucht die Gründe, warum Becket nach seiner Wahl zum Primas entschied, das weltliche Amt des Kanzlers niederzulegen.
Wer war Beckets wichtigster innerkirchlicher Gegner?
Der Londoner Bischof Gilbert Foliot gilt als der bedeutendste innerkirchliche Widersacher von Thomas Becket.
Welche historischen Ereignisse markieren den Verlauf des Streits?
Zentrale Stationen waren die Synode von Westminster, der Hoftag zu Clarendon und das Gericht zu Northampton.
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- Patrick Schmitz (Author), 2008, Thomas Becket als Primas der englischen Landeskirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190619