An der Stelle des Parzenliedes befindet sich die Protagonistin Iphigenie gerade in einer Krise, welche sich aus den vorherigen Geschehnissen entwickelt hat. Der Skythenkönig Thoas hatte ihr einst das Leben gerettet und nun verlangen Pylades und Orest von ihr, dass sie ihn hinsichtlich der Flucht der beiden Griechen belügt. Da der König sie jedoch heiraten möchte, ist Iphigenie hin- und hergerissen und bittet die olympischen Götter zu Beginn des fünften Auftritts um Hilfe ( V. 1715-1716) „ Rettet mich, Und rettet euer Bild in meiner Seele“.....
Inhaltsverzeichnis
- Analyse des Parzenliedes in „Iphigenie auf Tauris“
- Die Situation Iphigenies
- Das Parzenlied
- Aufbau und sprachliche Besonderheiten
- Das Verhältnis von Menschen und Göttern
- Die erste Strophe
- Die zweite Strophe
- Die dritte Strophe
- Die vierte Strophe
- Die fünfte Strophe
- Die sechste Strophe
- Zusammenfassung und Interpretation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der vorliegende Text analysiert das Parzenlied in Johann Wolfgang von Goethes „Iphigenie auf Tauris“. Ziel ist es, die sprachlichen Besonderheiten des Liedes sowie die Darstellung des Verhältnisses zwischen Menschen und Göttern aus der Perspektive der Parzen zu untersuchen. Die Analyse fokussiert dabei auf den Aufbau, die sprachlichen Mittel und die Botschaft des Liedes.
- Die Situation Iphigenies im Drama
- Der Aufbau und die sprachlichen Besonderheiten des Parzenliedes
- Das Verhältnis von Menschen und Göttern aus Sicht der Parzen
- Die Funktion des Parzenliedes im Kontext des Dramas
- Die Interpretation des Liedes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Situation Iphigenies
Der Text beschreibt die prekäre Situation Iphigenies im fünften Aufzug des Dramas. Sie steht vor der schwierigen Entscheidung, ihren Freund Thoas zu belügen, um Pylades und Orest bei ihrer Flucht zu unterstützen. Ihre Angst vor dem Verlust des göttlichen Glaubens und die daraus resultierende Krise bilden den Kontext für das Parzenlied.
Das Parzenlied
Das Parzenlied wird als ein Schlüsselfaktor in Iphigenies momentaner Krise dargestellt. Die Parzen werden als Schicksalsgöttinnen beschrieben, die das Verhältnis zwischen Menschen und Göttern aus ihrer Perspektive schildern.
Aufbau und sprachliche Besonderheiten
Der Text analysiert den Aufbau des Liedes, das aus sechs Strophen besteht. Die Variation der Verszahl, die fehlende Reimstruktur und die Verwendung von Alliterationen und Lautmalerei werden als charakteristische Merkmale hervorgehoben.
Das Verhältnis von Menschen und Göttern aus Sicht der Parzen
Das Parzenlied zeichnet ein Bild der Macht und Willkür der Götter gegenüber den Menschen. Die Götter werden als unantastbar und übermächtig dargestellt, die die Menschen in Angst und Furcht halten.
Schlüsselwörter
Die Analyse des Parzenliedes in „Iphigenie auf Tauris“ konzentriert sich auf die sprachlichen Besonderheiten des Liedes, die Darstellung des Verhältnisses zwischen Menschen und Göttern aus Sicht der Parzen und die Interpretation des Liedes im Kontext des Dramas. Schlüsselwörter sind: Parzenlied, Iphigenie auf Tauris, Götter, Menschen, Schicksal, Angst, Furcht, Macht, Willkür, Sprachliche Mittel, Alliteration, Lautmalerei, Aufbau, Struktur.
Häufig gestellte Fragen
In welcher Situation befindet sich Iphigenie während des Parzenliedes?
Iphigenie steckt in einer tiefen Gewissensnot: Sie soll den König Thoas belügen, um Orest und Pylades zu retten, fürchtet aber den Zorn der Götter und den Verlust ihrer moralischen Integrität.
Wer sind die Parzen in Goethes Werk?
Die Parzen sind die antiken Schicksalsgöttinnen. In ihrem Lied beschreiben sie die unüberbrückbare Distanz und die Willkür der Götter gegenüber den sterblichen Menschen.
Welche sprachlichen Besonderheiten weist das Parzenlied auf?
Das Lied besteht aus sechs Strophen ohne festes Reimschema. Es nutzt Alliterationen und Lautmalerei, um eine düstere, bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen.
Wie wird das Verhältnis zwischen Göttern und Menschen dargestellt?
Die Götter werden als launisch und grausam charakterisiert, während die Menschen ihrer Macht hilflos ausgeliefert sind und in ständiger Furcht leben.
Was ist die zentrale Botschaft der ersten Strophe?
Sie mahnt das Menschengeschlecht, die Götter zu fürchten, da diese die Herrschaft ewig in den Händen halten und sie nach Belieben ausüben können.
Welche Funktion hat das Lied für das Drama?
Es spiegelt Iphigenies innere Zerrissenheit und ihre Angst wider, dass das alte, grausame Götterbild (Tantalidenfluch) über ihre humanistischen Ideale siegen könnte.
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- Andreas Thäwel (Autor), 2012, Analyse des Parzenliedes in „Iphigenie auf Tauris“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190574