Einerseits ermöglichte die verbesserte wirtschaftliche Lage weiteren Oberschichten der Gesellschaft, sich der Kunst zu nähern und dadurch sich selbst öffentlich kundzutun. Andererseits hatte sich das Interesse von einer in ihren Grundzügen fast erstarrten traditionellen Kunst der Buch- oder Wandmalerei auf eine eher lebenswahre Darstellung der bunten Wirklichkeit verlagert. Das heißt, die Porträtierung war nicht länger ein Herrscherprivileg.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- 1. Anmerkungen über eine besondere Jahrhundertwende.
- 1.1. Das Stadtwesen in den Flandern um die Jahrhundertwende.
- 1.2. Die Gesellschaft um Jan van Eyck.
- 1.2.1. Höflinge in pectore.
- 2. Der Hofmaler der Bürgerwelt: Jan van Eyck.
- 2.1. Einige repräsentative Porträts.
- 2.1.1. Das Porträt des Kardinals Albergati, 1431-32.
- 2.1.2. Herren en chapperon.
- 2.1.3. Noch ein chapperon: Giovanni Arnolfini.
- 3. Schlußfolgerung.
- 4. Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Porträts von Jan van Eyck im Kontext der Gesellschaft der späten mittelalterlichen Flandern. Sie beleuchtet die Entwicklung des Porträts als Kunstform und die Rolle, die es in der Gesellschaft spielte.
- Das Aufkommen des Porträts als neue Kunstform im späten Mittelalter
- Die soziale Funktion von Porträts in der Gesellschaft
- Die Beziehung zwischen Künstler und Auftraggeber
- Die Bedeutung von Jan van Eycks Porträts als Zeugnis der Zeit
- Die künstlerische Bedeutung von van Eycks Porträts und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Malerei
Zusammenfassung der Kapitel
- Vorwort: Das Vorwort stellt die Bedeutung des Porträts in der flämischen Ars nova dar und hebt die Rolle des Porträts als Ausdruck der gesellschaftlichen Entwicklung hervor.
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Jan van Eycks Leben und Werk sowie die historische und soziale Bedeutung seiner Porträts.
- 1. Anmerkungen über eine besondere Jahrhundertwende.: Dieses Kapitel analysiert die gesellschaftlichen und urbanen Veränderungen in den Flandern um die Jahrhundertwende und deren Auswirkungen auf die Kunst.
- 2. Der Hofmaler der Bürgerwelt: Jan van Eyck.: Dieses Kapitel konzentriert sich auf Jan van Eyck als Hofmaler und analysiert seine repräsentativen Porträts.
Schlüsselwörter
Jan van Eyck, Porträtmalerei, flämische Ars nova, Spätmittelalter, Gesellschaft, Hofkultur, Auftraggeber, Künstler, Kunstform, Zeitzeugnis,
Häufig gestellte Fragen
Warum war die Porträtierung im Spätmittelalter kein Herrscherprivileg mehr?
Durch die verbesserte wirtschaftliche Lage konnte auch das reiche Bürgertum Kunst in Auftrag geben, um sich selbst öffentlich kundzutun und Status zu zeigen.
Was zeichnet die Porträts von Jan van Eyck aus?
Van Eyck gilt als Meister der „lebenswahren Darstellung“. Seine Werke markieren den Übergang von der traditionellen Buchmalerei zur realistischen Tafelmalerei der flämischen Ars nova.
Welche Rolle spielte das Stadtwesen in Flandern für die Kunst?
Das florierende Stadtwesen schuf eine neue Oberschicht aus Händlern und Bürgern, die als neue Auftraggeber für Künstler wie Jan van Eyck fungierten.
Was bedeutet der Titel „Herren mit Chaperon“?
Der Chaperon war eine typische Kopfbedeckung der Zeit. Van Eyck porträtierte oft Männer mit diesem Accessoire, wie etwa Giovanni Arnolfini, um deren sozialen Status zu unterstreichen.
Welche Porträts werden in der Arbeit detailliert analysiert?
Die Arbeit betrachtet unter anderem das Porträt des Kardinals Albergati (1431-32) sowie Darstellungen von Giovanni Arnolfini.
- Citation du texte
- Dr. Marina Deco (Auteur), 2008, Herren mit Chaperon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189826