Afghanistan als Problem ist mir persönlich seit meiner Kindheit bekannt. In unserem Stadtteil wohnten einige Kriegsveteranen, die diesen Konflikt miterlebt haben. Die Männer haben an der Front in Afghanistan gekämpft. Manche von ihnen sind Freunde meiner Eltern und sogar zusammen zur Schule gegangen. Sie haben uns früher Geschichten über den Krieg erzählt. Dabei habe ich gerne zugehört, weil das Thema neu für mich war und ich fing an, mich aus Neugier dafür zu interessieren. Die ehemaligen Soldaten haben ihre Gegner keineswegs verabscheut oder gehasst, der Krieg beruhte auf dem gegenseitigen Respekt füreinander. „Tagsüber schossen wir aufeinander und abends saßen wir gemeinsam am Feuer und aßen Schaschlik.“ – So die Worte eines ehemaligen Kriegsveteranen.
Der russisch-afghanische Krieg war ein Krieg der Regierungen. Die Soldaten führten nur die Befehle aus, die von ganz oben kamen, mit dem Ziel, die Macht im Land zu übernehmen. Doch sie scheiterten, so wie die Briten Hundert Jahre zuvor. Ein anderes Land versucht nun für „Frieden“ in Afghanistan zu sorgen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Machtstaat USA und die Terrorbeseitigung
- Der Angriff auf Afghanistan
- Erster Erfolg trotz Missachtung der Regel
- Folgen der Geschichte für die heutige Gesellschaft
- Probleme vor Ort
- ISAF
- Ziele
- Missionen
- Aufgabe Deutschlands
- Sichtbare Erfolge
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht den NATO-Einsatz in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001. Die Arbeit analysiert die Hintergründe des Einsatzes, die Ziele der beteiligten Akteure, insbesondere der USA, und die Herausforderungen vor Ort. Dabei werden sowohl militärische als auch zivile Aspekte des Einsatzes beleuchtet.
- Die Rolle der USA im Afghanistan-Konflikt
- Die Ziele und Strategien der ISAF
- Die Herausforderungen des Wiederaufbaus Afghanistans
- Die Auswirkungen des Konflikts auf die afghanische Bevölkerung
- Der Einfluss des fundamentalistischen Islams
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt die persönliche Motivation des Autors und den historischen Kontext des Konflikts. Kapitel 2 analysiert den ersten Angriff auf Afghanistan und den anfänglichen Erfolg der USA trotz der Nichtbeachtung des NATO-Bündnisfalls. Kapitel 3 beleuchtet die historische Entwicklung Afghanistans und die Rolle des fundamentalistischen Islams. Kapitel 4 skizziert die vielfältigen Probleme vor Ort, darunter hohe Analphabetenraten, Arbeitslosigkeit, Drogenhandel und die schwierige Sicherheitslage. Kapitel 5 befasst sich mit der ISAF, ihren Zielen, Missionen und der Rolle Deutschlands. Die Unterkapitel detaillieren die Ziele der ISAF, ihre verschiedenen Missionen, den Beitrag Deutschlands und die sichtbaren Erfolge des Einsatzes.
Schlüsselwörter
NATO, Afghanistan, Taliban, ISAF, USA, Terrorismus, Wiederaufbau, fundamentalistischer Islam, Drogenhandel, Menschenrechte, Operation Enduring Freedom.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel des NATO-Einsatzes in Afghanistan?
Hauptziele waren die Beseitigung des Terrors nach dem Sturz der Taliban, die Stabilisierung des Landes und die Unterstützung beim Wiederaufbau.
Was ist die ISAF?
Die ISAF (International Security Assistance Force) war eine von der NATO geführte Sicherheits- und Wiederaufbaumission in Afghanistan.
Welche Rolle spielte Deutschland bei diesem Einsatz?
Deutschland übernahm spezifische Missionen und Aufgaben innerhalb der ISAF, um zur Sicherheit und zum zivilen Wiederaufbau in bestimmten Regionen beizutragen.
Was sind die größten Herausforderungen vor Ort?
Zu den Problemen zählen hohe Analphabetenraten, Arbeitslosigkeit, Drogenhandel, der Einfluss des fundamentalistischen Islams und die schwierige Sicherheitslage.
Wie unterschied sich dieser Einsatz von früheren Kriegen in Afghanistan?
Während frühere Kriege (wie der russisch-afghanische) oft rein machtpolitisch waren, versuchte die NATO, durch eine Kombination aus militärischer Sicherung und ziviler Hilfe dauerhaften Frieden zu schaffen.
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- Sachar Kuksin (Author), 2010, Der Nato-Einsatz in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187154