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Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax

Titel: Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax

Studienarbeit , 2003 , 10 Seiten

Autor:in: Magister Markus Mross (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich werde in diesem Aufsatz Selkirks (1982) und Williams (1981) Analyse von VN-Komposita im kastilischen Spanisch und Varelas (1990b) alternative Analyse von VN-Komposita im kastilischen Spanisch gegenüberstellen.
Selkirk (1982) und Williams (1981) schlagen eine Analyse des Wortbildungsprozesses der Komposition, durch welchen in der Morphologie komplexe Worte deriviert werden, im Rahmen der generativen Grammatik vor. Dieser Ansatz impliziert die Einführung von Prinzipien (Konzepten) der generativen Syntax wie syntaktischer Struktur, Kopf und Komplement in die Morphologie. Hier stellt sich die Frage nach der Autonomie oder der Interdependenz der beiden grammatischen Komponenten von Morphologie und Syntax. Die Einführung von syntaktischen Prinzipien (Konzepten)wie syntaktischer Struktur, Kopf und Komplement in die Komposition, d.h. in die
Morphologie, wird durch die Annahme die Identität von syntaktischer und morphologischer Struktur begründet: genauso, wie im Rahmen der generativen Syntax Sätze als syntaktische Struktur mit Kopf und Komplement analysiert werden, so werden Komposita auch als syntaktische Struktur mit Kopf und Komplement analysiert.
Syntaktische und morphologische Struktur werden durch einheitliche syntaktische Konzepte realisiert: Regeln, Phrasenstruktur (bzw. Wortstruktur), Kopf, Komplement etc. In der Syntax generieren Phrasenstrukturregeln Satzstruktur, in welche syntaktische
(lexikalische) Kategorien wie N,V und A eingesetzt werden und in welcher Kopf-Komplement Beziehungen herrschen. Gleichermaßen existieren in der Morphologie Wortbildungsregeln mit demselben Format wie Phrasenstrukturregeln. Diese Wortbildungsregeln generieren Wortstruktur (Wortsyntax), in welche morphologische
Kategorien wie Lexeme und Affixe eingesetzt werden und in welcher Kopf-Komplement-Beziehungen herrschen. Selkirk (1982) vertritt eine „morpheme based morphology“: wie in der Syntax so werden auch in der Morphologie alle sprachlichen Zeichen (in der Syntax „lexical items“ und in der Morphologie lexikalische Morpheme (Lexeme) und grammatische Morpheme (Affixe)) eine gegenseitig implizierte
Paarung von semantischer, phonologischer und lexikalischer Form analyisert und besitzen einen eigenen Lexikoneintrag, in welchem deren syntaktische, lexikalische und semantische Information spezifiziert ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definitorische Eigenschaften von Komposita im Spanischen infolge der Übertragung des Kopfkonzeptes aus der Syntax in die Morphologie

2. Die Argumentstruktur von Morphemen in VN-Komposita im Spanischen

3. Die strikte Korrelation der Form und der Semantik eines Kompositums im Spanischen

4. Die kompositionale Semantik von Komposita im Spanischen

5. Weitere definitorische Eigenschaften von Komposita im Spanischen

6. Die Zusammensetzung aus freien Morphemen

7. Die semantische Einheit von Komposita

8. Die Opazität von Konstituenten in einem Kompositum für syntaktische Regeln

9. Charakteristische Betonungsmuster der Konstituenten in Komposita

10. Die Affigierung von charakteristischen Derivations- und Flexionsaffixen an Komposita im Fall der weiteren Derivation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die morphologischen und syntaktischen Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanisch, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Anwendung generativ-grammatischer Konzepte wie dem Kopfkonzept, der Argumentstruktur und der kompositionalen Semantik auf Wortbildungsprozesse liegt.

  • Übertragung syntaktischer Prinzipien (Kopf-Komplement-Struktur) in die Morphologie
  • Analyse der Argumentstruktur in VN-Komposita (Verbal-Nominal-Verbindungen)
  • Untersuchung der Korrelation zwischen morphologischer Form und semantischer Interpretation
  • Charakterisierung von Komposita hinsichtlich Betonungsmustern und Derivationsverhalten

Auszug aus dem Buch

3. Die strikte Korrelation der Form und der Semantik eines Kompositums im Spanischen

Die Übertragung des Kopfkonzeptes aus der Syntax auf die Morphologie impliziert auch die Übertragung der Korrelation der Form einer grammatischen Konstruktion (d.h. die Kopf-Komplement-Struktur/-Reihenfolge ihrer Konstituenten) und ihrer Semantik aus der Syntax auf die Morphologie: eine bestimmte Kopf-Komplement-Struktur/-Reihenfolge der Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion wird mit einer bestimmten Semantik dieser grammatischen Konstuktion assoziiert. Damit impliziert die Übertragung des Kopfkonzeptes aus der Syntax auf die Morphologie die strikte Korrelation der Form eines Kompositums (d.h. die Kopf-Komplement-Struktur/lineare Reihenfolge seiner Konstituenten) und dessen Semantik als weitere definitorische Eigenschafte von Komposita im Spanischen.

Hierbei determiniert eine bestimmte lineare Reihenfolge der Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion allerdings keineswegs die syntaktische Eigenschaft einer Konstituente als die semantisch modifizierte Kopfkonstituente und die syntaktische Eigenschaft einer anderen Konstituente als die die Kopfkonstituente semantisch modifizierende Komplementkonstituente und somit die Semantik der gesamten grammatischen Konstruktion. Die syntaktischen Eigenschaften der Konstituenten in einer grammatischen Konstuktion als die semantisch modifizierte Kopfkonstituente und die die Kopfkonstituente semantisch modifizierende Komplementkonstituente werden ausschließlich durch die Lexikoneinträge beider Konstituenten unabhängig von der linearen Reihenfolge beider Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion determiniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitorische Eigenschaften von Komposita im Spanischen infolge der Übertragung des Kopfkonzeptes aus der Syntax in die Morphologie: Das Kapitel begründet die Anwendung generativer Syntaxprinzipien auf die Morphologie und stellt die Identität syntaktischer und morphologischer Strukturen heraus.

2. Die Argumentstruktur von Morphemen in VN-Komposita im Spanischen: Hier wird erläutert, wie thematische Strukturen und Theta-Rollen innerhalb von VN-Komposita die interne Beziehung der Konstituenten steuern.

3. Die strikte Korrelation der Form und der Semantik eines Kompositums im Spanischen: Dieses Kapitel behandelt, wie die lineare Reihenfolge der Konstituenten bei kopfinitialen Sprachen wie dem Spanischen mit der semantischen Interpretation interagiert.

4. Die kompositionale Semantik von Komposita im Spanischen: Das Kapitel analysiert, wie sich die Gesamtbedeutung eines Kompositums aus den semantischen Beiträgen der einzelnen Konstituenten zusammensetzt.

5. Weitere definitorische Eigenschaften von Komposita im Spanischen: Ein kurzer Abschnitt, der ergänzende Merkmale für die Definition von Komposita anführt.

6. Die Zusammensetzung aus freien Morphemen: Dieses Kapitel stellt klar, dass Komposita im Spanischen aus lexikalischen, freien Morphemen bestehen, die auch eigenständig auftreten können.

7. Die semantische Einheit von Komposita: Hier wird definiert, dass alle Konstituenten eines Kompositums gleichermaßen zur semantischen Einheit beitragen müssen, um als echtes Kompositum zu gelten.

8. Die Opazität von Konstituenten in einem Kompositum für syntaktische Regeln: Das Kapitel erklärt die Untrennbarkeit von Kompositakonstituenten durch äußere syntaktische Modifikationen im Vergleich zu einfachen Wörtern.

9. Charakteristische Betonungsmuster der Konstituenten in Komposita: Die Untersuchung zeigt, dass es keine einheitliche Akzentuierungsregel gibt, sondern diese je nach Kompositastyp variieren.

10. Die Affigierung von charakteristischen Derivations- und Flexionsaffixen an Komposita im Fall der weiteren Derivation: Das Kapitel beschreibt, wie verschiedene Kompositatypen spezifische Derivationsaffixe bei der weiteren Wortbildung selegieren.

Schlüsselwörter

Komposita, Morphologie, Syntax, Kopfkonzept, Wortsyntax, Argumentstruktur, VN-Komposita, Theta-Rolle, Kompositionale Semantik, Spanisch, Lexeme, Morpheme, Derivation, Kopf-Komplement-Beziehung, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den strukturellen und semantischen Eigenschaften von Wortzusammensetzungen (Komposita) innerhalb der spanischen Sprache unter dem Blickwinkel der generativen Grammatik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die morphosyntaktische Struktur, die Argumentstruktur, die kompositionale Semantik, Betonungsmuster sowie Prozesse der weiteren Derivation bei komplexen Wörtern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanisch zu identifizieren, indem man untersucht, wie syntaktische Konzepte wie "Kopf" oder "Argumentstruktur" auf die Morphologie übertragen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den theoretischen Rahmen der generativen Grammatik, um morphologische Strukturen mit syntaktischen Prinzipien wie der Phrasenstruktur und Theta-Rollen-Zuweisung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden unter anderem die VN-Komposita, die Unzugänglichkeit von Konstituenten für syntaktische Modifikationen (Opazität) und die Rolle der Lexikoneinträge bei der semantischen Bestimmung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Komposita, Kopfkonzept, Argumentstruktur, VN-Komposita und kompositionale Semantik geprägt.

Was unterscheidet VN-Komposita von einfachen Wörtern hinsichtlich ihrer Syntax?

Im Gegensatz zu einfachen Wörtern sind die Konstituenten eines VN-Kompositums für äußere syntaktische Regeln – wie die Modifikation durch Adverbien oder Adjektive – nicht zugänglich.

Wie spielt das Kopfkonzept in die semantische Interpretation hinein?

Das Kopfkonzept bestimmt im Spanischen als kopfinitialer Sprache maßgeblich die lineare Anordnung der Konstituenten und korreliert strikt mit der semantischen Interpretation der gesamten Konstruktion.

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Details

Titel
Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax
Hochschule
Universität Hamburg
Autor
Magister Markus Mross (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V185940
ISBN (eBook)
9783867469913
ISBN (Buch)
9783656991762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
definitorische eigenschaften komposita spanischen rahmens wortsyntax
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Markus Mross (Autor:in), 2003, Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185940
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