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Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration

Título: Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration

Tesis , 2003 , 61 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Boris Heyden (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
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Wie sollte sich die Geldpolitik in Währungskrisen verhalten? Daß diese Frage einunter Ökonomen kontrovers diskutiertes Thema ist, zeigt beispielsweise die Erfahrung aus der Asienkrise: während der IMF auf die Notwendigkeit von Zinserhöhungen zur Wechselkursstabilisierung hinwies, unterstrich die Worldbank die negativenWirkungen hoher Zinsen auf Investitionen und Einkommen.Um die Kernfrage dieser Arbeit, die Frage nach der angemessenen Geldpolitik inWährungskrisen, beantworten zu können, wird das Modell von AGHION et al. 2000a,das den Währungskrisenmodellen der sog. dritten Generation zugeordnet wird, herangezogen, und es werden konkrete Implikationen für die Geldpolitik in einer Währungskrise abgeleitet. Ein sich anschließender empirischer Teil setzt die auf theoretischer Grundlage basierenden Implikationen einer empirischen Prüfung aus, um so einschätzen zu können,ob sich die theoretischen Ergebnisse durch die empirischen Befunde bestätigen lassen.Das nun folgende zweite Kapitel stellt die Währungskrisenmodelle der ersten undzweiten Generation vor, woran sich dann die Darstellung eines Modells der drittenGeneration, das Modell von AGHION et al. 2000a, anschließt und die aus diesemModell folgenden Implikationen für die Geldpolitik herausgearbeitet werden. In Kapitel 4 werden sechs empirische Studien zur Frage nach dem Zusammenhang vonGeldpolitik und Wechselkurs vorgestellt, von denen sich drei mit der Geldpolitik zurAsienkrise beschäftigen, dies sind die Arbeiten von DEKLE et al. 1998,GOULD/KAMIN 2000 und GOLDFAJN/BAIG 1998. Dagegen liegen den Arbeiten vonKRAAY 2000, GOLDFAJN/GUPTA 2003 und FURMAN/STIGLITZ 1998 eine größe-re, regionenübergreifende Auswahl von Ländern zugrunde.Das letzte Kapitel bietet eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit.Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit widmet sich der erforderlichen geldpolitischen Reaktion zu Zeiten einer Währungskrise. Daß diese Frage ein unter Ökonomen kontrovers diskutiertes Thema ist, bestätigen die unterschiedlichen Positionen in der Asienkrise

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Währungskrisenmodelle

2.1 Zahlungsbilanzkrisen und spekulative Attacken – Modelle der ersten Generation

2.2 Die Rolle selbsterfüllender Erwartungen – Modelle zweiter Generation

2.3 Modelle erster und zweiter Generation im Licht jüngster Währungskrisen

3. Währungskrisen bei unvollständigen Finanzmärkten

3.1 Die Rolle hoher Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Kreditbeschränkung des Unternehmenssektors – Das Währungskrisenmodell von Aghion, Bacchetta und Banerjee

3.1.1 Annahmen des Modells

3.1.2 Geld- und Kreditmarkt

3.1.3 Die Währungskrise – Mögliche Entwicklung von Wechselkurs und Einkommen

3.1.4 Diskussion des Modells

3.2 Können Krisen durch die Geldpolitik verhindert werden? – Implikationen des Modells von AGHION et al. 2000a

3.2.1 Die Rolle der Geldpolitik, wenn die Kreditbeschränkung vom Realzins abhängt – warum eine restriktive Geldpolitik erforderlich ist

3.2.2 Modifikation: Implikationen, falls die Kreditbeschränkung vom Nominalzins abhängig ist

4. Empirische Ergebnisse zur Frage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen

4.1 Der Zusammenhang von Zins und Wechselkurs

4.1.1 KRAAY 2000 – Wechselkursstabilisierung während spekulativer Attacken

4.1.2 GOLDFAJN/GUPTA 2003 – Reale Aufwertung durch Aufwertung des nominalen Wechselkurses oder durch höhere Inflation?

4.1.3 FURMAN/STIGLITZ 1998 – Der Zusammenhang von Zins und Wechselkurs in ausgewählten Entwicklungsländern

4.2 Geldpolitik während der Asienkrise

4.2.1 DEKLE/HSIAO/WANG 1998 – Nominale Aufwertung und hohe Nominalzinsen

4.2.2 GOULD/KAMIN 1999 – Einfluß der Geldpolitik auf den realen Wechselkurs

4.3.1 GOLDFAJN/BAIG 1998 – Umkehrung der Unterbewertung durch nominale Aufwertung?

4.4 Zusammenfassung

5. Schlußfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kontroverse Frage der optimalen geldpolitischen Reaktion während Währungskrisen. Im Zentrum steht die theoretische Analyse auf Basis eines Modells dritter Generation (Aghion et al. 2000a), welches die Kreditbeschränkungen von Unternehmen bei Fremdwährungsverschuldung in den Fokus rückt, sowie eine anschließende empirische Überprüfung mittels ausgewählter Studien.

  • Theoretische Fundierung von Währungskrisenmodellen (erste bis dritte Generation)
  • Rolle von Kreditbeschränkungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten
  • Geldpolitische Handlungsspielräume bei Krisen (restriktiv vs. expansiv)
  • Empirische Analyse des Zusammenhangs von Zinspolitik und Wechselkursstabilisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Rolle hoher Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Kreditbeschränkung des Unternehmenssektors – Das Währungskrisenmodell von Aghion, Bacchetta und Banerjee

Das Modell von AGHION et al. 2000a hebt insbesondere die Rolle hoher Fremdwährungsverbindlichkeiten als Ursache für Währungskrisen hervor. Das Entstehen einer Währungskrise wird wie folgt erklärt: Ein exogener Schock, z. B. Produktivitätsschock oder eine erhöhte Risikoeinschätzung des Landes durch das Ausland, trifft auf die Ökonomie. Bei Bestehen von Preisrigiditäten in der kurzen Frist führt eine Abwertung der heimischen Währung zu erhöhten Auslandsverbindlichkeiten, da diese annahmegemäß in ausländischer Währung denominiert sind, und damit zu sinkenden Gewinnen und niedrigeren Unternehmenswerten.

Der gesunkene Unternehmenswert macht es den Unternehmen schwieriger, sich auf dem Kapitalmarkt zu verschulden, so daß aufgrund dieser Kreditbeschränkung die Investitionen sinken werden. In der Folge wird das Einkommen zurückgehen, was die Geldnachfrage sinken läßt und damit eine (weitere) Abwertung der Währung auslöst (vgl. AGHION et al. 2000a, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen vor und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit von theoretischen Grundlagen bis zur empirischen Prüfung.

2. Währungskrisenmodelle: Bietet einen Überblick über die erste und zweite Modellgeneration von Währungskrisen und diskutiert deren Grenzen im Lichte jüngster Krisenereignisse.

3. Währungskrisen bei unvollständigen Finanzmärkten: Analysiert Modelle der dritten Generation, insbesondere den Einfluss von Fremdwährungsverschuldung und Kreditbeschränkungen, und leitet geldpolitische Implikationen ab.

4. Empirische Ergebnisse zur Frage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen: Überprüft anhand von sechs empirischen Studien, ob die theoretischen Vorhersagen zu Zinspolitik und Wechselkurs in der Praxis bestätigt werden können.

5. Schlußfolgerungen: Fasst die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung der länderspezifischen Verschuldungsstruktur für die geldpolitische Entscheidung.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, Währungskrisen, Kreditbeschränkung, Fremdwährungsverbindlichkeiten, Wechselkursstabilisierung, Kapitalmarkt, Finanzmarktkrisen, Asienkrise, restriktive Geldpolitik, Unternehmensbilanzen, Zinspolitik, Modellgeneration, Realzins, Nominalzins, spekulative Attacken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Geldpolitik auf Währungskrisen reagieren sollte, insbesondere in Hinblick auf die Stabilisierung des Wechselkurses bei gleichzeitiger Vermeidung negativer ökonomischer Effekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Währungskrisenmodellen, die Rolle von Kreditbeschränkungen bei Unternehmen mit Fremdwährungsschulden sowie die empirische Evidenz zum Zusammenhang zwischen Zinsanpassungen und Wechselkursverlauf.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob eine restriktive oder eine expansive Geldpolitik die angemessene Reaktion auf eine Währungskrise darstellt, um die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus theoretischer Modellierung (basierend auf dem Modell von Aghion et al.) und einer vergleichenden Analyse bestehender empirischer Regressionsstudien verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Auswirkungen von Zinspolitik in Modellen mit unvollständigen Finanzmärkten und eine kritische empirische Evaluierung verschiedener wissenschaftlicher Studien zu Krisenfällen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fremdwährungsverbindlichkeiten, Kreditbeschränkungen, restriktive Geldpolitik, Währungskrisenmodelle der dritten Generation und Wechselkursstabilisierung.

Wie wirkt sich laut Modell die Fremdwährungsverschuldung auf Krisen aus?

Eine Abwertung der heimischen Währung erhöht bei hohen Fremdwährungsverbindlichkeiten die Schuldenlast der Unternehmen, was deren Unternehmenswert senkt, Kreditbeschränkungen verschärft und so Investitionen und Einkommen reduziert.

Warum kommt die Arbeit zu einem uneinheitlichen Ergebnis bei den Empirien?

Dies liegt primär an der Verwendung unterschiedlicher Zeiträume, betroffener Länder und variierender methodischer Ansätze in den analysierten Studien, was eine pauschale Antwort auf die optimale Geldpolitik erschwert.

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Detalles

Título
Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration
Universidad
University of Bonn
Calificación
1.7
Autor
Boris Heyden (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
61
No. de catálogo
V185882
ISBN (Ebook)
9783656990376
ISBN (Libro)
9783867467476
Idioma
Alemán
Etiqueta
rolle geldpolitik währungskrisen implikationen modellgeneration
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Boris Heyden (Autor), 2003, Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185882
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