Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Deutschland ein Integrationsmärchen

Probleme und Barrieren von MigrantInnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Titel: Deutschland ein Integrationsmärchen

Seminararbeit , 2010 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Derzeit leben 15,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Davon sind etwa 8,1 Millionen Deutsche und 7,3 Millionen Ausländer. Das sind 9,9% Deutsche mit Migrationshintergrund und 8,9% Ausländer, gemessen an der deutschen Gesamtbevölkerung (vgl. Mikrozensus 2008).
Bei der Betrachtung des historischen Kontextes ist ersichtlich, dass seit dem die Menschheit existiert, Migration über Kontinente und Staatsgrenzen hinweg eine Bewegungs- und Gestaltungskraft der Weltgeschichte war. Migration ist somit ein natürlicher Vorgang, eine Bewegungskraft der Menschengeschichte. Mit der Staatengründung und das ziehen von Staatsgrenzen, objektiv wie subjektiv, wurde in das Wanderverhalten interveniert. Bis zur heutigen Zeit, in der die Integration von Menschen gesetzlich geregelt und durch die gefassten gesetzlichen Regelungen bestimmt, beschränkt und exekutiert wird und sich MigrantInnen in Prozesse der In – und Exklusion wiederfinden, sind Menschen nach wie vor aus den verschiedensten Intensionen bereit Ihre Heimat zu verlassen.

Diese Darlegung bezieht sich auf die in Deutschland lebenden MigrantInnen beziehungsweise ArbeitsmigrantInnen, verbunden mit deren Hoffnung auf eine bessere Lebensbedingung und eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsprozess. Die Potenziale dieser MigrantInnen sind für die deutsche Industriegesellschaft von immanenter Bedeutung. Ein Land wie Deutschland ist darauf bedacht, seinen Wohlstand zu sichern und zu mehren und das nicht nur im Kontext des „Zeitalters der Globalisierung“, sondern auch des „Zeitalters des demographischen Wandels“. Dieser Wandel stellt für Deutschland einen Veränderungsprozess dar, der sich soziostrukturell auf die deutsche Gesellschaft auswirken wird. Eine Herausforderung für die Politik in allen Bereichen, die aber unter einem Aspekt einer gestaltbaren, steuerungspolitischen Dimension steht. Erfreulich ist, dass gerade die politischen Handlungsfelder „Migration, Integration und Arbeitsmarkt“ in den letzten Jahren vermehrt politische Aufmerksamkeit erfuhren. Wobei angemerkt werden muss, dass die Prozesse und Projekte die derzeit auf den Weg gebracht werden, gute Integrationspolitik inne haben, davon jedoch nur die zweite Generation bzw. die Neuzuwanderer faktisch partizipieren.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsexplikation

2.1 Integration

2.2 Deutscher Arbeitsmarkt

2.3 ArbeitsmigrantInnen

3. Rechtliche, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

3.1.1 Zuzug und Aufenthalt von Migranten

3.1.2 Zugang zum Arbeitsmarkt

3.2 Politische Rahmenbedingungen – Einbürgerung und Staatsangehörigkeit

3.3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Folgen

4. Sozioökonomische Bedingungen

4.1 Schule und Bildung

4.2 Kindertagesstätte: Weichenstellung für den Übergang in das Schulsystem

4.3 berufliche Bildung und Ausbildung

4.4 Arbeit und Integration

4.5 Weiterbildung

4.6 Brain Waste: Anerkennung der Qualifikationen von MigrantInnen

5. Zukunftsmusik deutsche Volkswirtschaft oder Perspektiven

6. Zusammenfassung und Fazit

Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration von MigrantInnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und analysiert dabei die rechtlichen, politischen und sozioökonomischen Hürden, die eine gleichberechtigte Teilhabe verhindern. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern strukturelle Barrieren, Bildungsdefizite und die fehlende Anerkennung von Qualifikationen die wirtschaftliche Integration hemmen und welche Lösungsansätze hierfür notwendig sind.

  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für Zuzug und Arbeitsmarktzugang.
  • Untersuchung von Bildungschancen und dem Übergang in das Erwerbsleben.
  • Diskussion des Phänomens "Brain Waste" durch mangelnde Anerkennung von Qualifikationen.
  • Bedeutung der Arbeitsmarktintegration für die deutsche Volkswirtschaft und den demografischen Wandel.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zugang zum Arbeitsmarkt

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist gesetzlich geregelt, unter anderem in den §§284 bis 288 SGB III und in den §§18 bis 21 AufenthG. Ein egalitärer Zugang zum Arbeitsmarkt ist Vorraussetzung für volle ökonomische und soziale Integration. Problematisch ist dieser Aspekt für Personen, die keine Aufenthaltserlaubnis besitzen (§60 AufenthG), die sogenannten Geduldeten. Bei einer Kettenduldung oder bei Unverantwortbarkeit der Abschiebung aus humanitären Gründen ist es umso bedeutender, dass diese Personen schnellstmöglich einen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten, um sich sozial und ökonomisch integrieren zu können und sich ihren eigenen Lebensunterhalt zu sichern.

Im Allgemeinen genießen EU-Bürger eine uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit und benötigen daher zur Arbeitsaufnahme keine Arbeitserlaubnis. EU-Bürger aus Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn unterliegen aufgrund von vereinbarten Übergangsfristen der Arbeitsgenehmigungspflicht. Diese wird von der Agentur für Arbeit bewilligt. Eine Erteilung der Arbeitserlaubnis setzt eine Arbeitsmarktprüfung voraus. Damit soll verhindert werden, dass sich keine „nachteiligen“ Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt für deutsche Beschäftigte ergeben (vgl. Beger, 2000: 54). Andere Staatsangehörige benötigen vor der Einreise prinzipiell einen Aufenthaltstitel, der bei der zuständigen deutschen Auslandsbehörde beantragt werden muss. Durch den Anwerbestop von 1973 ist der Zugang zum Arbeitsmarkt nur auf bestimmt Berufsgruppen beschränkt. Das Sezieren der Zuwanderer in differente Gruppen, ist für die nicht „Bevorrechtigten“ eine einschneidende Integrationsbarriere.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die demografische Ausgangslage in Deutschland dar und erläutert die zentrale Bedeutung der Arbeitsmarktintegration als Basis für soziale und gesellschaftliche Teilhabe.

2. Begriffsexplikation: Hier werden die zentralen Fachbegriffe wie Integration, deutscher Arbeitsmarkt und ArbeitsmigrantInnen definiert und in ihre verschiedenen Dimensionen unterteilt.

3. Rechtliche, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Voraussetzungen für Aufenthalt und Arbeitszugang sowie die Auswirkungen politischer Einbürgerungskriterien und wirtschaftlicher Zyklen auf MigrantInnen.

4. Sozioökonomische Bedingungen: Dieser Abschnitt beleuchtet die Hürden im Bildungssystem, in der Ausbildung und Weiterbildung sowie das Problem der fehlenden Anerkennung von Qualifikationen.

5. Zukunftsmusik deutsche Volkswirtschaft oder Perspektiven: Hier wird der Bedarf an qualifizierten MigrantInnen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Globalisierung diskutiert.

6. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die bisherigen integrationspolitischen Versäumnisse und betont die Notwendigkeit proaktiver Fördermaßnahmen von Kindesbeinen an.

Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung reflektiert aktuelle gesellschaftliche Debatten und fordert eine Kultur des Vertrauens sowie eine gegenseitige Integrationsbereitschaft.

Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung aller verwendeten Quellen, Studien und Gesetzestexte.

Schlüsselwörter

Integration, Arbeitsmarkt, Migration, ArbeitsmigrantInnen, Bildungssystem, Qualifikationsanerkennung, Brain Waste, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, soziale Teilhabe, Aufenthaltsgesetz, Diskriminierung, Zuwanderungsgesetz, Chancengleichheit, Weiterbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von MigrantInnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und analysiert die vielschichtigen Barrieren, die den Zugang zu qualifizierter Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe erschweren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Bildungssystem, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen und den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Notwendigkeit von Integration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt die Grundvoraussetzung für eine gelungene gesellschaftliche Teilhabe ist und wo die aktuellen politischen und strukturellen Defizite liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse unter Einbeziehung aktueller Statistiken, Berichte und sozialwissenschaftlicher Studien zum Thema Integration und Arbeitsmarkt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, sozioökonomische Bedingungen (Bildung/Ausbildung), die Problematik der Qualifikationsanerkennung sowie Zukunftsperspektiven der deutschen Volkswirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Integration, Arbeitsmarkt, Brain Waste, Bildungssystem und demografischer Wandel.

Inwieweit spielt die Qualifikationsanerkennung eine Rolle?

Die fehlende Anerkennung ausländischer Abschlüsse ist ein zentrales Hindernis, das hochqualifizierte MigrantInnen oft in geringwertige Tätigkeiten drängt, was als "Brain Waste" die wirtschaftlichen Potenziale Deutschlands ungenutzt lässt.

Was bedeutet das "ius soli" im Kontext der Arbeit?

Es bezeichnet das Geburtsortprinzip, welches durch gesetzliche Änderungen im Jahr 2000 eingeführt wurde und Kindern ausländischer Eltern die automatische deutsche Staatsbürgerschaft ermöglicht.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Politik?

Die Arbeit kritisiert ein bisheriges Versagen der Integrationspolitik und betont, dass bloße Sanktionen nicht ausreichen; stattdessen seien investive Maßnahmen in frühkindliche Bildung und berufliche Qualifizierung zwingend erforderlich.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutschland ein Integrationsmärchen
Untertitel
Probleme und Barrieren von MigrantInnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,0
Autor
BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V184242
ISBN (eBook)
9783656089674
ISBN (Buch)
9783656089629
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Migartionspolitik deutscher Arbeitsmarkt Integration Integrationstheorien soziale Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Autor:in), 2010, Deutschland ein Integrationsmärchen , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184242
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum