In den Bereich der Schattenwirtschaft werden laut dem Bundesministerium der Finanzen alle Tätigkeiten des privaten Wirtschaftssektors gezählt, die nicht dem privaten Konsum dienen und sich allen staatlichen Statistiken entziehen. Dadurch beeinflussen sie nicht die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, obwohl sie produktiv tätig sind. Zu den negativen Folgen zählen unter anderem ausfallende Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge, womit die Sozialkassen und öffentlichen Haushalte geschädigt werden.
Die Wertschöpfung, die innerhalb eines Staates durch produktive, schattenwirtschaftliche Aktivitäten erzeugt wird, erhöht aber trotz der Unkenntnis der Behörden das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Daraus ergibt sich die Notwendigkeit alternative Berechnungsmethoden zu finden, um den Umfang der Schattenwirtschaft berechnen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung und Definition
- Erste Betrachtung
- Datenerhebung zur Energieversorgung
- Electricity consumption Method
- Betrachtung von Kaufmann und Kaliberda
- Betrachtung von Lackó
- Umgang mit den Erkenntnissen
- Die Berechnung des BIP in Deutschland
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Möglichkeit, den Umfang der Schattenwirtschaft mithilfe des Stromverbrauchs zu berechnen. Ziel ist es, eine Methode zu entwickeln, die es ermöglicht, die schattenwirtschaftlichen Aktivitäten anhand von Energieverbrauchsdaten zu identifizieren und zu quantifizieren.
- Definition und Folgen der Schattenwirtschaft
- Analyse des Stromverbrauchs als Indikator für wirtschaftliche Aktivität
- Vergleich von Stromverbrauch und offiziell registrierter Wertschöpfung
- Herausforderungen bei der Anwendung der Methode
- Potenzial und Grenzen der "Electricity Consumption Method"
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung definiert Schattenwirtschaft und ihre negativen Folgen für den Staat. Das zweite Kapitel präsentiert die Grundidee der Methode: den Vergleich von Stromverbrauch mit offiziell registrierter Wertschöpfung. Das dritte Kapitel beschreibt die Datenerhebung zur Energieversorgung und die Betrachtung verschiedener wissenschaftlicher Ansätze (Kaufmann & Kaliberda, Lackó).
Schlüsselwörter
Schattenwirtschaft, Stromverbrauch, BIP, Electricity Consumption Method, Energieverbrauchsdaten, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Wertschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die „Electricity Consumption Method“?
Es ist eine Methode zur Schätzung der Schattenwirtschaft, die den Gesamtstromverbrauch eines Landes mit der offiziell gemeldeten Wirtschaftsleistung vergleicht, um unregistrierte Aktivitäten aufzudecken.
Warum eignet sich der Stromverbrauch als Indikator für Schattenwirtschaft?
Fast jede produktive Tätigkeit benötigt Energie. Da Stromverbrauch schwer zu verbergen ist, bietet er einen verlässlichen Hinweis auf die tatsächliche wirtschaftliche Aktivität, auch wenn diese nicht versteuert wird.
Welche negativen Folgen hat die Schattenwirtschaft für den Staat?
Zu den Hauptfolgen gehören massive Ausfälle bei Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen, was die öffentlichen Haushalte und sozialen Sicherungssysteme schwächt.
Wer sind Kaufmann, Kaliberda und Lackó?
Dies sind Wissenschaftler, die wesentliche Modelle zur Berechnung der Schattenwirtschaft auf Basis von Energieverbrauchsdaten entwickelt und verfeinert haben.
Erhöht die Schattenwirtschaft das Bruttoinlandsprodukt (BIP)?
Ja, die schattenwirtschaftliche Wertschöpfung trägt real zum BIP bei, auch wenn sie in offiziellen Statistiken der Finanzbehörden oft nicht auftaucht.
- Citation du texte
- Curd-Georg von Nostitz-Wallwitz (Auteur), 2011, Electricity Consumption Method, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182834