Die Examensarbeit behandelt einen relativ großen Zeitraum sehr ausfühlich. Sie beschreibt wie aus dem Erbrecht das Wahlrecht hervorging. Auch die Umstände und Stationen der verschiedenen Herrscher werden erwähnt und erläutert. Anhand der Gliederung lassen sich die genauen Einschnitte leicht erkennen und verfolgen.
Inhaltsverzeichnis
- A. Einleitung
- B. Hauptteil
- I. Die Zeit nach dem Tod des Vorgängers
- 1. Die Zeit der Unsicherheit und der Friedenssicherung
- 2. Die Herkunft der Kandidaten
- 3. Die Konkurrenten und jeweiligen Oppositionen
- II. Die eigentlichen Königserhebungen von 1002 und 1024
- 1. Die „Königswahlen”
- 2. Das Geblütsrecht: Verschränkung von Wahl- und Erbrecht
- 3. Die rechtlichen Grundlagen der Königserhebung
- III. Die Zeit unmittelbar danach
- 1. Die Königsweihen in Mainz
- 2. Giselas nachträgliche Krönung in Köln
- 3. Die Bedeutung des Umritts
- IV. Die Kaiserkrönungen und die Italienpolitik
- 1. Heinrichs Konflikt mit Polen und die deutsche Opposition
- 2. Die Kaiserkrönungen von 1014 und 1027
- 3. Die Bedeutung Italiens
- V. Das Fortwirken der Erhebungen von 1002 und 1024
- 1. Die Vater-Sohn-Folgen von 1039 und 1056
- 2. Die schwierige Herrschaft Heinrichs IV.
- 3. Die weitere Entwicklung bis 1125
- VI. Der Wandel im Verhältnis zwischen Herrscher und Beherrschten
- I. Die Zeit nach dem Tod des Vorgängers
- C. Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel im Verhältnis zwischen Herrscher und Beherrschten im Heiligen Römischen Reich im 11. Jahrhundert, wobei die Königserhebungen der Jahre 1002 und 1024 im Zentrum stehen. Die Arbeit analysiert die Prozesse der Königserhebung und die Bedeutung des Erbrechts sowie die Rolle der Wahl der Fürsten. Sie beleuchtet die sich wandelnde Machtstruktur des Reichs und die allmähliche Objektivierung der Herrschaft.
- Die Königserhebungen von 1002 und 1024
- Die Bedeutung des Erbrechts und der Wahl der Fürsten
- Der Wandel im Verhältnis zwischen König und Fürsten
- Die Etablierung der Vorstellung einer objektivierten Herrschaft
- Die Bedeutung der Kaiserkrönungen und der Italienpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Zeit nach dem Tod von König Otto III. im Jahre 1002 ein und beschreibt die Unsicherheit und die Bemühungen um Friedenssicherung im Reich. Es werden die Kandidaten für die Königsnachfolge, die Rivalitäten und die jeweiligen Oppositionen vorgestellt. Das zweite Kapitel analysiert die Königserhebungen von 1002 und 1024. Es beleuchtet die „Königswahlen", die Rolle des Erbrechts und die rechtlichen Grundlagen der Königserhebung. Das dritte Kapitel behandelt die Zeit unmittelbar nach den Königserhebungen. Es beschreibt die Königsweihen in Mainz, die nachträgliche Krönung Giselas in Köln und die Bedeutung des Umritts. Das vierte Kapitel befasst sich mit den Kaiserkrönungen und der Italienpolitik. Es analysiert Heinrichs Konflikt mit Polen, die Kaiserkrönungen von 1014 und 1027 sowie die Bedeutung Italiens für die deutsche Politik. Das fünfte Kapitel untersucht das Fortwirken der Erhebungen von 1002 und 1024. Es analysiert die Vater-Sohn-Folgen von 1039 und 1056, die schwierige Herrschaft Heinrichs IV. und die weitere Entwicklung bis 1125. Das sechste Kapitel untersucht den Wandel im Verhältnis zwischen Herrscher und Beherrschten im Reich im 11. Jahrhundert.
Schlüsselwörter
Königserhebung, Erbrecht, Wahl, Fürsten, Reich, Herrscher, Beherrschte, Italien, Kaiserkrönung, Objektivierung der Herrschaft, Wandel der Machtstruktur, Heinrich II., Konrad II., Otto III., Heinrich IV.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema der Arbeit über die Königserhebungen von 1002 und 1024?
Die Arbeit untersucht den Wandel im Verhältnis zwischen Herrschern und Fürsten im Heiligen Römischen Reich und wie sich aus dem Erbrecht allmählich ein Wahlrecht entwickelte.
Welche Bedeutung hatten die Jahre 1002 und 1024 für das Reich?
Diese Jahre markieren zentrale Königserhebungen (Heinrich II. und Konrad II.), an denen die Verschränkung von Geblütsrecht (Erbe) und der Wahl durch die Fürsten besonders deutlich wird.
Was versteht man unter der "Objektivierung der Herrschaft"?
Damit ist die allmähliche Entwicklung gemeint, bei der Herrschaft nicht mehr nur an eine Person gebunden ist, sondern auf rechtlichen Grundlagen und der Zustimmung der Reichsfürsten basiert.
Welche Rolle spielte der "Umritt" nach der Königserhebung?
Der Umritt war ein ritueller Akt, bei dem der neue König durch das Reich zog, um seine Herrschaft anerkennen zu lassen und die Treue der Untertanen in den verschiedenen Regionen zu sichern.
Wie beeinflusste die Italienpolitik die deutsche Herrschaftsstruktur?
Die Kaiserkrönungen in Rom und die damit verbundene Italienpolitik waren entscheidend für das Prestige der Herrscher und führten oft zu Konflikten mit der Opposition im deutschen Teil des Reiches.
Wer sind die zentralen historischen Figuren in dieser Untersuchung?
Im Mittelpunkt stehen Heinrich II. und Konrad II., aber auch die Auswirkungen auf spätere Herrscher wie Heinrich IV. und die Entwicklung bis zum Jahr 1125 werden beleuchtet.
- Citation du texte
- Christian Lübke (Auteur), 2011, Die Königserhebungen von 1002 und 1024 als Spiegel für den Wandel im Herrschaftsaufbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180652