Das Hauptthema der vorliegenden Hausarbeit ist das Frauenbild in 19. Und 20. Jahrhundert und , inwiefern dieses die Literatur und die Kunst beeinflusst. Spezieller was für Auswirkungen die Misogynie in der Erzählung von Thomas Mann „Gefallen“ hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriff der Misogynie
2.1. Misogynie um die Jahrhundertwende
3. Konsequenzen der Misogynie in Literatur und Kunst
3.1. Begriff der Femme-fatale
4. Geschlechterproblematik und Frauenemanzipation in „Gefallen“
5. Irma Weltner als Femme-fatale
6. Kann man die Erzählung als misogyn deuten?
7. Fazit
8. Bibliografie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild sowie die Auswirkungen misogyner Diskurse um die Jahrhundertwende. Im Zentrum steht dabei Thomas Manns Erzählung „Gefallen“, anhand derer die Verflechtung von geschlechtsspezifischen Rollenzuschreibungen, dem Frauenbild der Epoche und der literarischen Figur der Femme-fatale kritisch analysiert wird.
- Historische Entwicklung des Misogynie-Begriffs vom Altertum bis ins 20. Jahrhundert
- Theoretische Auseinandersetzung mit der Femme-fatale als literarisches Stereotyp
- Analyse der Geschlechterproblematik und Emanzipationsansätze in Thomas Manns „Gefallen“
- Untersuchung der misogynen Züge und deren Wirkung auf die männliche Protagonistenpsychologie
- Kritische Reflexion über die Deutbarkeit der Erzählung im Kontext zeitgenössischer Frauenbilder
Auszug aus dem Buch
3.1. Begriff der Femme-fatale
Zur Analyse der Misogynen Züge von Thomas Mann (1875 –1955) werden wir das literarische frauenstereotyp der Femme-fatale näher unter der Lupe nehmen.
„Im Mythos und in der Literatur hat es den Typus der Femme-fatale immer gegeben, denn Mythos und Literatur sind nur die dichterische Widerspiegelung des wirklichen Lebens; im wirklichen Leben aber hat es an mehr oder minder vollkommenen Exemplaren herrschsüchtiger und grausamer Frauen nie gefehlt.“
Eine Femme-fatale wird meistens verführerisch und geheimnisvoll dargestellt, mit ihren Scharm und ihre Sexualität führt sie ihr „Opfer“ zu ein unwiderstehliches Verlangen nach ihr, dies kann oft gefährliche folgen verursachen. Ihre Fähigkeit ihr „Opfer“ auf einer übernatürlichen Art und Weise zu hypnotisieren war sehr unheimlich für die früheren Zeiten, und daher wird sie oft als Zauberin, Hexe, Vampir oder Dämon bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Misogynie und der Geschlechterproblematik an der Jahrhundertwende sowie Erläuterung der Zielsetzung der Hausarbeit.
2. Begriff der Misogynie: Theoretische Herleitung und historischer Abriss der Frauenfeindlichkeit von der Antike bis zum beginnenden 20. Jahrhundert.
3. Konsequenzen der Misogynie in Literatur und Kunst: Untersuchung der Auswirkungen misogyner Denkformen auf künstlerische und literarische Darstellungen sowie Einführung in das Stereotyp der Femme-fatale.
4. Geschlechterproblematik und Frauenemanzipation in „Gefallen“: Spezifische Analyse von Thomas Manns Erzählung hinsichtlich der Liebesbeziehung und des gesellschaftlichen Hintergrunds.
5. Irma Weltner als Femme-fatale: Detaillierte Charakterisierung der Protagonistin anhand der Merkmale des Femme-fatale-Typus.
6. Kann man die Erzählung als misogyn deuten?: Reflexion über die Mehrdeutigkeit der Erzählung und die Frage, ob sie eine explizit misogyne Aussage trifft.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Rolle der Frau und der literarischen Struktur.
8. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.
Schlüsselwörter
Misogynie, Frauenfeindlichkeit, Thomas Mann, Gefallen, Femme-fatale, Jahrhundertwende, Geschlechterproblematik, Frauenemanzipation, Literatur, Männerwelt, Stereotyp, Sozialisation, Liebesbeziehung, Männlichkeit, Diskurs
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Frauenbild an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und wie misogyne Diskurse die Literatur dieser Zeit, speziell die Erzählung „Gefallen“ von Thomas Mann, beeinflusst haben.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die zentralen Themenfelder sind die historische Entwicklung der Misogynie, die literarische Konstruktion der Femme-fatale und die Geschlechterproblematik im Kontext von Emanzipationsbestrebungen um 1900.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welcher Weise Thomas Manns Erzählung „Gefallen“ als Beispiel für männlich dominierte Literatur und misogyne Tendenzen der Epoche gewertet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Sekundärliteratur zu gesellschaftlichen Konzepten der Moderne mit einer inhaltlichen Untersuchung der Erzählung verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition von Misogynie, die Untersuchung von Konsequenzen in Literatur und Kunst sowie die detaillierte Textanalyse der Erzählung hinsichtlich der Protagonistenkonstellation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Misogynie, Femme-fatale, Frauenemanzipation, Geschlechterproblematik und die literarische Verarbeitung von Männlichkeitsidealen.
Warum wird die Protagonistin Irma Weltner als Femme-fatale bezeichnet?
Irma Weltner verkörpert durch ihre verführerische Art und ihren Beruf als Schauspielerin klassische Attribute der Femme-fatale, die den männlichen Protagonisten in eine emotionale Abhängigkeit stürzt.
Wie bewertet die Autorin die abschließende Frage nach der Misogynie der Erzählung?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Erzählung zwar misogyne Züge trägt, diese jedoch durch die Mehrdeutigkeit und die individuelle Perspektive des Erzählers relativiert werden, wodurch eine eindimensionale Lesart verhindert wird.
- Citation du texte
- Rebecca Simmler (Auteur), 2011, Der Misogynie-Diskurs um die Jahrhundertwende am Beispiel von Thomas Manns Erzählung "Gefallen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179908