Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire globale - Protohistoire, Antiquité

Charakterstudie des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus im Kontext literarischer Überlieferungen

Titre: Charakterstudie des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus  im Kontext literarischer Überlieferungen

Dossier / Travail , 2007 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Schulze (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Proseminararbeit soll es sein, ein Charakterbild des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus zu erstellen. Durch „seine“ Niederlage im Jahre 9 n. Chr., der so genannten „Varusschlacht“, erlangte der Statthalter seine historische Bedeutung. Im Mittelpunkt der Analyse sollen dabei seine Persönlichkeit, seine Aufgaben als Statthalter und sein Verhalten als Feldherr stehen. Im Besonderen soll auf die Frage eingegangen werden, ob das durch Quellen vermittelte Bild des Legaten als realistisch betrachtet werden kann. Die Charakter-darstellung wurde im Besonderen durch den antiken Autor Velleius Paterculus negativ geprägt. Speziell Anspruch und Wirklichkeit der Quellen sollen dabei genauer untersucht werden. War Varus in dem Glauben nach Germanien gekommen, dort Steuern erheben zu können und eine Provinzialordnung nach römischem Vorbild entstehen zu lassen? Oder war ihm die heikle Lage bewusst? Wenn ja, warum ließ er sich dann im Herbst 9 n. Chr. zu jenem geschichtsträchtigen Zug ins Germanengebiet verleiten?

Der erste Teil der Arbeit setzt sich zunächst biographisch mit Varus’ Karriere als Konsul, Prokonsul und später Statthalter in Syrien und Germanien auseinander. Der zweite Teil der Arbeit geht im Detail auf Varus’ Persönlichkeit ein. Es wird geklärt, wie sich Varus als Statthalter und Feldherr verhielt und wie er durch Zeitgenossen und in der Forschung eingeschätzt wird. Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, warum Varus Jahre nach seinem Tod vom Historiker Velleius Paterculus derart persönlich demontiert wurde. Paterculus’ Darstel-lung wird dahingehend mit anderen antiken Autoren in Hinblick auf Perspektivität verglichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Person des Statthalters Varus

2.1 Biographische Skizze des Legaten

2.1.1 Varus’ politische Laufbahn bis zur Statthalterschaft in Germanien

2.1.2 Statthalterschaft in Germanien und Tod im Jahre 9

2.2 Das Charakterbild des Legaten

2.2.1 Die Persönlichkeit von Publius Quintilius Varus

2.2.2 Varus’ Rolle als Statthalter

2.2.3 Quintilius Varus - Der unfähige Feldherr?

2.2.4 Die Erzeugung einer Person – Einschätzungen zu Varus

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein differenziertes Charakterbild des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus zu erstellen. Dabei steht die Untersuchung der Diskrepanz zwischen seinem historischen Handeln, den zeitgenössischen literarischen Überlieferungen und deren teils stark verzerrten oder tendenziösen Darstellungen im Mittelpunkt der Analyse.

  • Historische Einordnung der politischen Karriere des Varus in Syrien und Germanien.
  • Kritische Analyse des durch antike Autoren wie Velleius Paterculus geprägten negativen Charakterbildes.
  • Untersuchung der Aufgaben und Rahmenbedingungen des römischen Provinzaufbaus im frühen 1. Jahrhundert.
  • Vergleich unterschiedlicher antiker Quellen hinsichtlich ihrer Objektivität und Intention.
  • Einordnung der militärischen Fehlentscheidungen im Kontext der augusteischen Außenpolitik.

Auszug aus dem Buch

Die Persönlichkeit von Publius Quintilius Varus

Die Darstellung Varus’ ist geprägt von den erhaltenen Quellen Velleius Paterculus’. Allein folgendes Zitat verdeutlicht, was für eine Art Mensch Paterculus zu skizzieren versucht: „Varus Quintilius, der aus einer eher angesehenen als altadligen Familie stammte, war ein Mann mit sanftem Wesen und ruhigem Charakter, unbeweglich an Körper und noch mehr an Geist und eher an Lager als an Kriegsdienst gewöhnt;“.

Dieser viel zitierte Ausschnitt ist der Anfang einer Schilderung über Varus und die nachfolgende Schlacht, die eine zeitgenössische Meinung repräsentiert. Wir lernen einen Mann kennen, dessen adliger Herkunft misstraut wird; einen legasthenischen und dummen Statthalter. Bevor auf Forschungsmeinungen eingegangen werden soll, des Vergleiches willen die Beschreibung einer anderen Persönlichkeit durch Paterculus: „Dieser Mann [C. Sentius Saturnius] vereinigte viele Vorzüge in sich: Er war von reget Tatkraft und Voraussicht, ebenso andauernd wie erfahren im Kriegsdienst…“.

Man möge folglich nicht glauben, dass Velleius Paterculus immer zur Gehässigkeit und Kritik neigt. Hier wird immerhin Varus’ Vorgänger als Statthalter in Germanien beschrieben. Timpe meint dazu, Velleius gebe „…mehr eine verzerrende Karikatur als eine gerecht abwägende Charakteristik des Legaten, wie sie zu seiner Zeit möglich gewesen wäre“. Und auch Syme stellt fest, dass sich Paterculus’ gebührend auf persönliche Fehler Varus’ konzentriert, statt darauf, eine realistische Einschätzung zu geben. Es gibt wenig Stimmen, die Velleius Paterculus Quellengehalt zusprechen; noch weniger, die sein Varusbild für annehmbar halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition des Ziels, ein Charakterbild des Varus zu erstellen, und Abgrenzung des Untersuchungsrahmens durch Fokus auf die literarische Überlieferung.

2. Die Person des Statthalters Varus: Analyse der politischen Laufbahn und der Charakterisierung in den antiken Quellen, wobei die Rollen als Statthalter und Feldherr kritisch hinterfragt werden.

3. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, welche die Einseitigkeit der Quellenlage betont und die Notwendigkeit unterstreicht, Varus nicht als alleinigen Sündenbock der Varusschlacht zu sehen.

Schlüsselwörter

Publius Quintilius Varus, Varusschlacht, Velleius Paterculus, Cassius Dio, Römisches Reich, Germanien, Statthalter, Historische Quellenkritik, Augustus, Arminius, Provinzverwaltung, Feldherr, Antike Geschichtsschreibung, Charakterbild, Römer und Germanen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Charakterstudie des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus und dessen historischer Bewertung in antiken literarischen Überlieferungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die biographische Laufbahn des Varus, sein Handeln als Statthalter in Syrien und Germanien sowie die kritische Reflexion des durch antike Historiker gezeichneten Bildes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein objektiveres Charakterbild des Varus zu erstellen und zu prüfen, ob die negative Darstellung in den Quellen, insbesondere bei Velleius Paterculus, als historisch realistisch gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, bei der verschiedene antike Autoren (u.a. Velleius Paterculus, Cassius Dio, Tacitus) miteinander verglichen und gegen neuere Forschungsergebnisse abgewogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Aufarbeitung, die Untersuchung von Varus' Rolle als Statthalter sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Darstellungen seiner Person und seines Verhaltens als Feldherr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Varusschlacht, Quellenkritik, römisches Provinzwesen und die literarische Konstruktion historischer Persönlichkeiten.

Warum wird Velleius Paterculus in der Arbeit besonders kritisch betrachtet?

Paterculus zeichnet ein auffallend negatives und subjektives Bild des Varus, das in der Arbeit als gezielte rhetorische Herabwürdigung oder als Konstruktion von Gegenbildern entlarvt wird.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit anderen Statthaltern oder Personen?

Der Vergleich, etwa mit C. Sentius Saturnius oder Arminius, verdeutlicht, dass Paterculus Varus als „dunklen Kontrast“ nutzt, um die Leistungen anderer oder die römische Politik in einem bestimmten Licht darzustellen.

Fin de l'extrait de 23 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Charakterstudie des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus im Kontext literarischer Überlieferungen
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Cours
Proseminar - Römer und Germanen
Note
1,7
Auteur
Thomas Schulze (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
23
N° de catalogue
V179155
ISBN (ebook)
9783656015918
ISBN (Livre)
9783656016496
Langue
allemand
mots-clé
Varusschlacht Publius Quintilius Varus 9 n. Chr. Cassius Dio Velleius Paterculus Tacitus Statthalter Schlacht im Teutoburger Wald Römische Antike Römisches Weltreich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Schulze (Auteur), 2007, Charakterstudie des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus im Kontext literarischer Überlieferungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179155
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint