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Die Formierung des Widerstandes der Evangelischen Kirche gegen den kirchenpolitischen Einfluss der Nationalsozialisten

Título: Die Formierung des Widerstandes der Evangelischen Kirche gegen den kirchenpolitischen Einfluss der Nationalsozialisten

Trabajo Escrito , 2011 , 13 Páginas

Autor:in: Philipp-Michael Hebel (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Während des NS-Regimes leisteten viele Pfarrer sowie auch religiöse Laien innerhalb der Evangelischen Kirche aktiven Widerstand gegen die, von diesem geplante und angestrebte, Gleichschaltung von Organisation und Lehre innerhalb der Kirche. Im Folgenden soll nun die Formierung dieses Widerstandes in den Anfangsjahren der nationalsozialistischen Herrschaft vorgestellt und analysiert werden sowie nach Begründungen für diesen geforscht werden.
Dabei soll vor allem die Entstehung sowie die Entwicklung und die Versuche zur Expansion der Bekennenden Kirche im Deutschen Reich dargestellt sowie ein Versuch der Begründung ihrer erfolgreichen Leistung von Widerstand gegen eben jenes Regime unternommen werden.
Als Grundlage dafür sollen aber zunächst die Organisation und die Entstehung sowie die Ansichten und Überzeugungen der „Deutschen Christen“, als Gegenpol zur Bekennenden Kirche, und mit diesen auch die der „Deutschen Evangelischen Kirche“, in ihren Grundzügen und Ansichten sowie vor allem in ihrer Funktion für die NSDAP vorgestellt werden.
Darüber hinaus sollen letztlich auch noch andere Organisationen und Zusammenschlüsse, wie z.B. der „Pfarrernotbund“ oder die „Jungreformatorische Bewegung“, in ihren Bemühungen um Widerstand sowie hinsichtlich der Wirksamkeit und des Erfolges ihrer jeweiligen Proteste und Gegenmaßnahmen, auch im Hinblick auf mögliche Signalwirkungen für andere Organisationen, die gerne Widerstand leisten wollten, untersucht werden.
In diesem Zuge soll auch die „Barmer Bekenntnissynode“ als ein wichtiger Akt mit Signalwirkung für alle Protestwilligen innerhalb der Evangelischen Kirche im Dritten Reich Erwähnung finden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Deutschen Christen

2.1 Die Entstehung der Deutschen Christen

2.2 Ideologie und Zweck der Deutschen Christen

2.3 Gründung und faktische Machtübernahme der Deutschen Evangelischen Kirche

3. Die Formierung des Widerstandes der Bekennenden Kirche gegen die Einflussnahme des NS-Regimes

3.1 Erster Widerstand durch die Jungreformatorische Bewegung

3.2 Die Entstehung des Pfarrernotbundes

3.3 Die Entstehung der Bekennenden Kirche

3.4 Die Bekenntnissynode von Barmen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Entstehung und Formierung des kirchlichen Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gleichschaltungspolitik innerhalb der Evangelischen Kirche während der Anfangsjahre des Dritten Reiches. Ziel ist es, die Beweggründe für den Widerstand sowie die Rolle zentraler Akteure und Organisationen zu untersuchen.

  • Die Ideologie und Machtübernahme der "Deutschen Christen"
  • Die Rolle der NSDAP bei der kirchenpolitischen Gleichschaltung
  • Die Gründungsphasen der Opposition: Pfarrernotbund und Jungreformatorische Bewegung
  • Der formelle Widerstand und die Bekenntnissynode von Barmen
  • Die Wirksamkeit kirchlicher Gegenmaßnahmen und Signalwirkungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Ideologie und Zweck der Deutschen Christen

Die Deutschen Christen wurden von der NSDAP mehr oder weniger als ein Werkzeug zur Schaffung einer Gleichschaltung der evangelischen Kirche im Deutschen Reich gegründet und benutzt und zu diesem Zwecke, in enger Anlehnung an das von Hitler propagierte Führerprinzip, ähnlich diesem ausgerichtet, organisiert und hohe Ämter mit Hitlertreuen Personen besetzt. Hitler selbst gab ihnen ja den Namen „Deutsche Christen“ Man kann davon sprechen, dass sie einen Ableger bzw. Repräsentanten des Nationalsozialismus innerhalb der Kirche darstellten. Dies sollte vor allem dazu dienen, die Kirche in absehbarer Zeit völlig mit dem Staat zu verschmelzen, indem z.B. Hitler als Gesandter Gottes gepriesen wurde, um diese dadurch früher oder später nichtig werden zu lassen. Es sollte also eine Gleichschaltung der Evangelischen Kirche mit dem Staat stattfinden.

Die Deutschen Christen vertraten daher auf christlicher Ebene in etwa die Einstellungen, die die Nationalsozialisten auf politischer Ebene vertraten. Dazu zählten etwa eine, an der Rassenlehre orientierte, Theologie, die Forderung nach einer Rassenreinheit auch in der Kirche (Mitglieder sollten folglich deutsch und von reiner Herkunft sein) sowie die, damit verbundene, radikale Distanzierung von der jüdischen Religion. Auch die Einführung des „Arierparagraphen“ für alle Kirchenämter und der damit einhergehende Ausschluss von allen „Nichtariern“ aus dem Kirchendienst war ein Bestandteil dieser Vorgehensweise. Aus diesem Denkansatz heraus stellten sie auch die Forderung nach einer Ausgliederung des Alten Testaments sowie der paulinischen Briefe aus der Liturgie der evangelischen Kirche, da Ersteres auf die jüdischen Wurzeln des Christentums hinweist, von welchen sie sich distanzieren wollten und sie Zweitere als Einführung eben dieser jüdischen Religionsansätze in die christliche Liturgie ansahen, welche dazu noch durch einen Juden (Paulus) verfasst worden sind sowie angeblich das Evangelium Jesu verfälschen würden, und als Konsequenz daraus ebenso verurteilten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Zielsetzung der Arbeit, den kirchlichen Widerstand gegen die nationalsozialistischen Gleichschaltungsbestrebungen unter Einbeziehung der Deutschen Christen und der Bekennenden Kirche zu untersuchen.

2. Die Deutschen Christen: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung, ideologische Ausrichtung sowie die faktische Machtübernahme der Deutschen Christen als kirchenpolitisches Instrument der NSDAP.

3. Die Formierung des Widerstandes der Bekennenden Kirche gegen die Einflussnahme des NS-Regimes: Das zentrale Kapitel analysiert die verschiedenen Widerstandsformen, von der Jungreformatorischen Bewegung über den Pfarrernotbund bis hin zur Bekenntnissynode von Barmen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Entstehung des Widerstandes als notwendige Reaktion auf die drohende kirchliche Selbstaufgabe und die Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus zusammen.

Schlüsselwörter

Widerstand, Evangelische Kirche, Nationalsozialismus, Deutsche Christen, Gleichschaltung, Pfarrernotbund, Bekenntnissynode von Barmen, Martin Niemöller, Ludwig Müller, Arierparagraph, Kirchenkampf, NSDAP, Kirchenpolitik, Bekenntnis, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit thematisiert den Widerstand innerhalb der Evangelischen Kirche im Dritten Reich gegen die nationalsozialistische Einflussnahme und Gleichschaltung.

Welche zentralen Akteure werden behandelt?

Im Zentrum stehen die "Deutschen Christen" als regimetreue Gruppierung sowie der Widerstand durch den Pfarrernotbund und die Bekennende Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe der Opposition zu analysieren und zu erläutern, wie sich der Widerstand in den Anfangsjahren der NS-Herrschaft organisierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur zur Kirchengeschichte basiert.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil fokussiert sich auf die Entwicklung der kirchlichen Opposition, insbesondere die Rolle des Pfarrernotbundes und die Bekenntnissynode von Barmen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk am besten?

Kirchenkampf, Gleichschaltung, Bekennende Kirche, Pfarrernotbund und Barmer Theologische Erklärung.

Welche Rolle spielte der Arierparagraph für den Widerstand?

Der Arierparagraph und seine Anwendung auf kirchliche Ämter war ein zentraler Auslöser für den Protest und die Gründung des Pfarrernotbundes durch Martin Niemöller.

Was bewirkte die Bekenntnissynode von Barmen?

Sie gilt als bedeutender Akt der theologischen Selbstbehauptung und lieferte einen wichtigen Motivationsschub für den weiteren kirchlichen Widerstand.

Warum wird Ludwig Müller im Text besonders erwähnt?

Ludwig Müller war der von Hitler eingesetzte Reichsbischof, der als willenlose Marionette des NS-Regimes agierte und somit den Widerstand innerhalb der Kirche provozierte.

Wie reagierten die "Deutschen Christen" auf den Widerstand?

Sie versuchten, den Widerstand durch Machtdemonstrationen, Drohungen und den sogenannten "Maulkorberlass" zu unterdrücken, was jedoch nur begrenzt erfolgreich war.

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Detalles

Título
Die Formierung des Widerstandes der Evangelischen Kirche gegen den kirchenpolitischen Einfluss der Nationalsozialisten
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Curso
Christentumsgeschichte
Autor
Philipp-Michael Hebel (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
13
No. de catálogo
V179088
ISBN (Ebook)
9783656014010
ISBN (Libro)
9783656014362
Idioma
Alemán
Etiqueta
formierung widerstandes evangelischen kirche einfluss nationalsozialisten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp-Michael Hebel (Autor), 2011, Die Formierung des Widerstandes der Evangelischen Kirche gegen den kirchenpolitischen Einfluss der Nationalsozialisten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179088
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