Das Essay befasst sich mit dem "Kampf" zwischen den Gesellen, die eigenständige Organsiationen gründetete, gegen die etablierten Zünfte, die als Instrument der Meister benutzt wurden, um die Gesellen nicht in höhere Schichten und Einkommensklassen aufsteigen zu lassen. Dazu wird einerseits zunächst die Sozialtopographie des Handwerks erläutert, um dann anschließend auf die Gesellseninnungen, sowie auf die überregionalen Handwerkerbünde zur Abwehr der Gesellenorganistionen einzugehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Die Sozialtopographie des Handwerks im Hoch- und Spätmittelalter
- 2. Der Kampf der Gesellengilden
- 2.1 Die Entstehung der Gesellengilden
- 2.2 Die Auswirkungen der Gesellengilden
- 3. Interterritoriale Bündnisse zur Eindämmung der Gesellenvereinigungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der sozialen Lage der Handwerker im Hoch- und Spätmittelalter und analysiert den Kampf der Gesellen um größere Mitbestimmungsrechte und Selbstorganisation innerhalb der Zünfte. Die Arbeit beleuchtet die sozialen Hierarchien im Handwerk und untersucht die Entstehung und Entwicklung der Gesellengilden, ihre Ziele und ihre Auswirkungen auf das Zunftwesen.
- Soziale Schichtung im mittelalterlichen Handwerk
- Die Rolle der Zünfte in der Stadtgesellschaft
- Die Entstehung und Entwicklung der Gesellengilden
- Die Ziele der Gesellengilden: höhere Löhne, Arbeitszeitverkürzung, eigene Gerichtsbarkeit
- Die Reaktion der Zünfte und der Städte auf die Gesellengilden
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Sozialtopographie des Handwerks im Hoch- und Spätmittelalter
Dieses Kapitel beschreibt die soziale Lage der Handwerker im Hoch- und Spätmittelalter, wobei der Fokus auf der Hierarchie zwischen Meistern und Gesellen liegt. Es werden die unterschiedlichen Aufstiegsmöglichkeiten für Gesellen innerhalb der Zunftorganisation, der Einfluss der Handwerker auf die Stadtpolitik und die räumliche Verteilung der Handwerksbetriebe in den Städten thematisiert.
2. Der Kampf der Gesellengilden
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Ursachen und der Entstehung der Gesellengilden im 14. und 15. Jahrhundert. Es werden die Gründe für den Widerstand der Gesellen gegen die Meister, wie z.B. die ungleichen Bedingungen in der Ausbildung und die Einschränkungen bei der Erlangung des Meistertitels, erläutert. Der Fokus liegt auf den Forderungen der Gesellen nach wirtschaftlicher und sozialer Mitbestimmung sowie auf den Strategien der Gesellengilden, diese Forderungen durchzusetzen.
3. Interterritoriale Bündnisse zur Eindämmung der Gesellenvereinigungen
Das Kapitel beleuchtet die Reaktion der Zünfte auf die Entstehung der Gesellengilden und die Bildung von interterritorialen Bündnissen zur Eindämmung deren Einfluss. Es wird die Struktur und Funktion dieser Bündnisse sowie ihre Methoden zur Kontrolle und Unterdrückung der Gesellenvereinigungen beschrieben.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselbegriffe des Textes umfassen Themen wie das mittelalterliche Handwerk, soziale Schichtung, Zunftwesen, Gesellenvereinigungen, Meister, Gesellen, Mitbestimmung, wirtschaftliche Interessen, Arbeitsbedingungen, Stadtgesellschaft und Territorialisierung. Der Text analysiert die Entstehung und die Auswirkungen der Gesellengilden auf das mittelalterliche Handwerk und die städtische Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Grund für den „Kampf“ der Gesellen im Mittelalter?
Gesellen kämpften gegen die etablierten Zünfte der Meister, um bessere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und den sozialen Aufstieg zu erreichen, der ihnen oft verwehrt blieb.
Was sind Gesellengilden?
Gesellengilden waren eigenständige Organisationen der Handwerksgesellen, die sich parallel zu den Zünften der Meister bildeten, um ihre eigenen Interessen zu vertreten.
Wie reagierten die Meister auf die Gesellenvereinigungen?
Die Meister nutzten die Zünfte als Instrument der Kontrolle und bildeten überregionale Bündnisse, um die Organisation der Gesellen einzudämmen und Streiks zu unterdrücken.
Was ist mit der Sozialtopographie des Handwerks gemeint?
Dies bezieht sich auf die soziale Schichtung und räumliche Verteilung der Handwerker in der mittelalterlichen Stadt, insbesondere die Hierarchie zwischen Meistern, Gesellen und Lehrlingen.
Welche Forderungen hatten die Gesellen im 14. Jahrhundert?
Zu ihren Forderungen gehörten wirtschaftliche Mitbestimmung, eine eigene Gerichtsbarkeit innerhalb ihrer Gilden und der Schutz vor Ausbeutung durch die Meister.
- Quote paper
- Julian Ostendorf (Author), 2009, "Kampf "der Gesellengilden im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175600