Politische oder moralische Fragen, wie z.B. die Frage wo die Meinungsfreiheit endet und die Verletzung der Würde eines anderen anfängt, werde ich in der vor-liegenden Hausarbeit nicht behandeln. Der Fokus soll sowohl auf der Medien-kompetenz bzw. Internetkompetenz der Politiker und der ‚Internetgeneration’ lie-gen, als auch auf den ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, diese Kompetenz ein- und umzusetzen. Als Ausgangspunkt hierfür dient mir in dieser Arbeit das Zugangserschwerungsgesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Inter-net. Es ist die derzeit am meist diskutierten politische Entwicklung in Deutschland für das Internet. Zuerst werde ich das Gesetz und dessen Funktion beschreiben, bevor ich auf die Pro-Argumentation der Politiker und Gesetzesbefürworter ein-gehe. Danach werde ich auf die Gegenstimmen eingehen und welche Mittel ihnen im Internet geboten werden, um sich Gehör zu verschaffen, sich auszutauschen und gar politisch aktiv zu werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zugangserschwerungsgesetz
- Funktion der Sperre
- Begründungen der Politiker für die Sperre
- Die Gegenstimmen
- Gezwitscher und Geblogge – neue politische Instrumente des Volkes
- Web Logs - Blogs
- Internetkompetenz
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Rolle des Internets als politisches Instrument des Volkes. Sie analysiert die aktuellen Diskussionen um die Internetkompetenz von Politikern und Wählern sowie die Möglichkeiten, diese Kompetenz einzusetzen und umzusetzen.
- Das Zugangserschwerungsgesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet
- Die Funktionsweise der Sperre und die Argumente der Politiker für deren Einführung
- Die Kritik an der Sperre und die Möglichkeiten der Internetgemeinde, sich Gehör zu verschaffen
- Die Bedeutung neuer politischer Instrumente wie Blogs und Twitter
- Die Rolle der Medienkompetenz in der politischen Kommunikation im Internet
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Internets als politisches Instrument ein und stellt den aktuellen Stand der Diskussionen dar. Das Zugangserschwerungsgesetz wird im zweiten Kapitel genauer betrachtet, inklusive der Funktion der Sperre, der Begründungen der Politiker und der Kritik an der Gesetzgebung. Das dritte Kapitel beleuchtet die Möglichkeiten des Internets für politische Partizipation, insbesondere im Hinblick auf Blogs und Twitter.
Schlüsselwörter
Kinderpornographie, Zugangserschwerungsgesetz, Internetkompetenz, Medienkompetenz, politische Partizipation, Blogs, Twitter, Wahlkampf 2.0, freie Meinungsäußerung.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Internet ein politisches Instrument des Volkes?
Die Arbeit untersucht, ob das Internet Bürgern tatsächlich mehr Macht zur politischen Partizipation verleiht oder ob es primär der Kontrolle durch den Staat unterliegt.
Was ist das Zugangserschwerungsgesetz?
Ein Gesetz, das ursprünglich zur Bekämpfung von Kinderpornographie durch Internetsperren gedacht war, aber massive Debatten über Zensur und Meinungsfreiheit auslöste.
Warum wird die Internetkompetenz von Politikern kritisiert?
Kritiker werfen Politikern oft vor, die technische Funktionsweise des Internets nicht zu verstehen, was zu ineffektiven oder grundrechtswidrigen Gesetzen führen kann.
Wie nutzen Bürger Blogs und Twitter für Politik?
Diese Plattformen ermöglichen es, Gegenstimmen zu organisieren, Informationen schnell zu verbreiten und politischen Druck außerhalb traditioneller Medien aufzubauen.
Was ist „Wahlkampf 2.0“?
Der Einsatz von sozialen Medien und interaktiven Online-Tools durch Parteien und Kandidaten, um Wähler direkt anzusprechen und zu mobilisieren.
Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit im Netz?
Die Arbeit thematisiert das Spannungsfeld zwischen freier Äußerung und dem Schutz der Menschenwürde sowie gesetzlichen Regulierungsversuchen.
- Citation du texte
- Marco Schmitt (Auteur), 2009, Das Internet - Politisches Instrument des Volkes?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174507