Die Subprimekrise hat auf direkte Art und Weise verdeutlicht, wie wichtig ein funktionierendes und aktuelles Risikomanagement in Banken ist – und wie akut dieses in Zeiten der Subprimekrise versagt hat. Kein Risikomesssystem kann von ewiger Dauer und Gültigkeit sein. Derartige Verfahren unterliegen einem stetigen Wandel und müssen stets weiterentwickelt werden.
Ziel meiner Hausarbeit war es, den Value at Risk näher zu erläutern, in die wesentlichen Berechnungsmethoden einzusteigen und darzulegen, woran diese Systeme im Rahmen der Subprimekrise gescheitert sein könnten. Am Ende dieser Hausarbeit gehe ich darauf ein, welche Möglichkeiten es gäbe, die erkannten Probleme zu reduzieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Begriffe und Definitionen
- 2.1. Risiko
- 2.2. Risikomanagement und -controlling
- 2.3. Value at Risk
- 3. Verfahren zur Berechnung des Value at Risk
- 3.1. Historische Simulation
- 3.2. Varianz-Kovarianz-Ansatz
- 3.3. Monte Carlo Simulation
- 4. Rückblick auf die Anfänge der Subprimekrise
- 5. Kritische Bewertung der Verfahren zur Berechnung des Value at Risk vor dem Hintergrund der Anfänge der Subprimekrise
- 6. Mögliche Änderungen in der Parametrisierung hinsichtlich der Bewertungsverfahren und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht den Value at Risk als Steuerungsinstrument in Zeiten der Subprimekrise. Sie beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Value at Risk, seine Berechnungsmethoden und seine Grenzen. Der Fokus liegt auf der kritischen Analyse des Value at Risk im Kontext der Subprimekrise und der Frage, warum diese Finanzkrise trotz des Einsatzes des Value at Risk nicht vorhergesehen wurde. Die Arbeit betrachtet zudem mögliche Ansätze zur Verbesserung des Value at Risk und zur Vermeidung ähnlicher Krisen in Zukunft.
- Definition und Entstehung des Value at Risk
- Methoden der Value at Risk Berechnung
- Die Subprimekrise als Beispiel für die Grenzen des Value at Risk
- Mögliche Ansätze zur Verbesserung des Value at Risk
- Relevanz des Risikomanagements in Banken und Finanzinstituten
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung zum Thema Value at Risk und dessen Bedeutung im Kontext der Subprimekrise. Das zweite Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Risiko, Risikomanagement, Risikocontrolling und Value at Risk. Im dritten Kapitel werden verschiedene Verfahren zur Berechnung des Value at Risk detailliert vorgestellt, darunter die historische Simulation, der Varianz-Kovarianz-Ansatz und die Monte Carlo Simulation. Das vierte Kapitel beleuchtet die Anfänge der Subprimekrise und ihre wichtigsten Ursachen. Das fünfte Kapitel befasst sich mit der kritischen Bewertung des Value at Risk im Kontext der Subprimekrise. Es untersucht die Schwächen des Value at Risk und analysiert, warum die Krise trotz des Einsatzes dieses Instruments nicht vorhergesehen wurde. Schließlich werden im sechsten Kapitel mögliche Ansätze zur Verbesserung des Value at Risk und zur Vermeidung ähnlicher Krisen in Zukunft diskutiert.
Schlüsselwörter
Value at Risk, Subprimekrise, Risikomanagement, Risikocontrolling, Finanzkrise, Banken, Finanzinstitute, Berechnungsmethoden, historische Simulation, Varianz-Kovarianz-Ansatz, Monte Carlo Simulation, Bewertungsverfahren, Parametrisierung, Steuerung, Prognose.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der "Value at Risk" (VaR)?
Der VaR ist eine Kennzahl im Risikomanagement, die angibt, welcher maximale Verlust eines Portfolios mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) über einen festgelegten Zeitraum nicht überschritten wird.
Welche drei Hauptverfahren zur Berechnung des VaR gibt es?
Die Arbeit erläutert die Historische Simulation, den Varianz-Kovarianz-Ansatz und die Monte-Carlo-Simulation.
Warum versagte der VaR in der Subprimekrise?
Die Modelle basierten oft auf historischen Daten, die extreme Marktschwankungen (Fat Tails) unterschätzten. Zudem wurden Korrelationen zwischen Anlageklassen in Krisenzeiten falsch berechnet.
Was ist die Monte-Carlo-Simulation?
Es ist ein stochastisches Verfahren, das mittels einer Vielzahl von Zufallsexperimenten mögliche zukünftige Marktentwicklungen simuliert, um das Risiko komplexer Portfolios zu schätzen.
Wie kann das Risikomanagement nach der Krise verbessert werden?
Vorgeschlagen werden Änderungen in der Parametrisierung, die stärkere Berücksichtigung von Extremereignissen (Stresstests) und eine dynamischere Anpassung der Risikomodelle an aktuelle Marktbedingungen.
- Quote paper
- Christian Gudat (Author), 2010, Der "Value at Risk" in Zeiten der Subprimekrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173359