In unserer Gesellschaft ist Schenken ein fest verankertes Ritual, wobei, laut kanadischen
Erhebungen, ca. 96% der Geschenke anlassbezogen sind. Dabei kann man den Anlass des
Weihnachtsfestes als Prototyp der heutigen, bürgerlichen Geschenkkultur ansehen.
In dieser Arbeit untersuche ich, wie sich das Weihnachtsfest und seine Geschenkkultur zu
dem entwickelt haben, was wir heute darunter verstehen. Dabei gebe ich einen kurzen
historischen Abriss durch die Zeiträume, welche für die Prägung dieser heutigen
Weihnachtsgeschenkkultur relevant waren, begonnen mit dem ersten Weihnachtsfest in der
Krippe von Bethlehem, bis heute. Dazu versuche ich zu erläutern, welche religiösen, sozialen,
kulturellen, oder wirtschaftlichen Elemente ausschlaggebend waren, für den Wandel von
Weihrauch, Myrrhe und Gold in einem Stall, zum heutigen vorweihnachtlichen Einkaufsstress
und der Bescherung, im Rahmen der Familie, unter dem Weihnachtsbaum.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DAS ERSTE WEIHNACHTEN
- WEIHNACHTEN IM 16. JAHRHUNDERT
- WEIHNACHTEN AB DEM 19. JAHRHUNDERT BIS HEUTE
- Entwicklung des Festes seit dem 19. Jahrhundert
- Weihnachten heute
- ST. NIKOLAUS, CHRISTKIND UND WEIHNACHTSMANN
- SCHLUSSWORT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Entwicklung des Weihnachtsfestes und seiner Geschenkkultur von den Anfängen bis zur heutigen Zeit. Sie untersucht, wie das Weihnachtsfest zu dem geworden ist, was wir heute darunter verstehen, und welche religiösen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren den Wandel der Traditionen beeinflusst haben.
- Die historische Entwicklung des Weihnachtsfestes
- Die Bedeutung des Schenkens im Kontext der Weihnachtskultur
- Die Rolle religiöser, sozialer und kultureller Faktoren bei der Gestaltung der Weihnachtsbräuche
- Die Entwicklung des St. Nikolaus, des Christkinds und des Weihnachtsmanns
- Der Wandel von Weihrauch, Myrrhe und Gold zu modernen Geschenken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die These auf, dass das Weihnachtsfest als Prototyp der heutigen bürgerlichen Geschenkkultur verstanden werden kann. Das erste Kapitel beleuchtet die Geschichte des ersten Weihnachtsfestes und die Bescherung der Heiligen Drei Könige. Das zweite Kapitel untersucht die Entwicklung der Weihnachtsgeschenke im 16. Jahrhundert, wobei vor allem die Rolle des Protestantismus und die Einführung des Christkinds als reformiertes Gegenstück zum katholischen St. Nikolaus im Mittelpunkt steht.
Schlüsselwörter
Weihnachten, Geschenkkultur, Christkind, St. Nikolaus, Weihnachtsmann, Saturnalien, Protestantismus, Katholismus, historische Entwicklung, soziale und kulturelle Traditionen.
Häufig gestellte Fragen
Wie entwickelten sich Weihnachtsgeschenke historisch?
Die Tradition begann symbolisch mit den Gaben der Heiligen Drei Könige (Gold, Weihrauch, Myrrhe). Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sie sich über einfache Naturalien im 16. Jahrhundert bis hin zur modernen, bürgerlichen Konsumkultur ab dem 19. Jahrhundert.
Was ist der Unterschied zwischen St. Nikolaus und dem Christkind?
Der Nikolaus geht auf einen katholischen Heiligen zurück. Das Christkind wurde im Zuge der Reformation durch Martin Luther als Gabenbringer eingeführt, um die Verehrung von Heiligen durch den Fokus auf Christus zu ersetzen.
Warum ist Schenken an Weihnachten ein so fest verankertes Ritual?
Schenken dient als sozialer Klebstoff und Ausdruck von Wertschätzung innerhalb der Familie. Das Weihnachtsfest gilt heute als Prototyp der bürgerlichen Geschenkkultur.
Welchen Einfluss hatte der Protestantismus auf die Weihnachtsbräuche?
Der Protestantismus verschob den Termin der Bescherung vom Nikolaustag (6. Dezember) auf den Heiligabend und förderte die häusliche Feier im Familienkreis.
Was haben die römischen Saturnalien mit Weihnachten zu tun?
Viele heutige Weihnachtsbräuche haben ihre Wurzeln in antiken Festen wie den Saturnalien, bei denen ebenfalls Geschenke ausgetauscht wurden und soziale Hierarchien kurzzeitig aufgehoben waren.
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- Josip Lasic (Author), 2009, Weihnachtsgeschenke früher und heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173350