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Kollektive Identität und die Konstruktion des Anderen am Beispiel des Antiziganismus

Title: Kollektive Identität und die Konstruktion des Anderen am Beispiel des Antiziganismus

Bachelor Thesis , 2010 , 45 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Patrick White (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Verstärkt seit dem Ende des Kalten Krieges, sind viele Sinti und Roma aus den ehemaligen Ostblockstaaten auf Grund ihrer schlechten sozialen Situation nach West- und Mitteleuropa emigriert. Im ehemals sozialistischen Lager waren sie die ersten, die nach der Perestroika entlassen wurden und gleichfalls auch diejenige Minderheitengruppe, die am schwerlichsten wieder Arbeit fand. Oftmals in ihren Heimatländern verfolgt, fliehen viele osteuropäische Roma auch in die Bundesrepublik, wo den "Nomaden der Neuzeit" nichts als Verachtung und Deklassierung entgegengebracht wird.
Angesichts der deutschen Verbrechen gegen Sinti und Roma im Dritten Reich, ist es mir ein besonderes Anliegen, mich mit den Vorurteilen, die es gegen diese Minderheit gibt, zu beschäftigen, an das Vorgessen bzw das Verdrängen des Porrajmos zu erinnern und strukturelle Eigenarten des Antiziganismus hervorzuheben.
Im folgenden soll der Versuch unternommen werden, zu klären, inwiefern kollektive Identitäten der Mehrheitsgesellschaft die Konstruktion eines "Anderen" bedingen, der in diesem Fall, durch Stereotypen bekräftigt, in der "Konstruktion des Zigeuners" gipfelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einführung
  • Nationalstaat, kollektive Identität und die Exklusion des Fremden
  • Geschichte des Antiziganismus - ein Überblick
  • Dimensionen der Konstruktion Antiziganismus
    • Die rassische, politische und rassenpolitische Dimension
    • Die ökonomische Dimension
    • Die religiöse Dimension
    • Die Dimension des Doing-Gender
  • Die mediale Inszenierung des "Zigeuners"
  • Situation von Sinti und Roma im “neuen Europa”

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, wie die Konstruktion des "Anderen" durch kollektive Identitäten der Mehrheitsgesellschaft im Beispiel des Antiziganismus zum Tragen kommt. Dabei soll die historische Entwicklung des Antiziganismus und die verschiedenen Dimensionen seiner Konstruktion analysiert werden.

  • Kollektive Identität und die Konstruktion des "Anderen" im Kontext des Nationalstaates
  • Die Geschichte des Antiziganismus und seine verschiedenen Facetten
  • Die rassische, politische, ökonomische, religiöse und genderbezogene Dimension des Antiziganismus
  • Die mediale Reproduktion antiziganischer Vorurteile
  • Die Situation von Sinti und Roma im "neuen Europa"

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einführung skizziert die Problematik der kollektiven Identität und die Tendenz des Nationalstaates, diese zu fördern. Sie zeigt den Zusammenhang zwischen kollektiver Identität und der Konstruktion des "Anderen" auf.

Das Kapitel "Nationalstaat, kollektive Identität und die Exklusion des Fremden" beleuchtet die historische Entwicklung des Nationalstaates und die damit verbundenen Prozesse der Grenzziehung und Inklusion/Exklusion.

Das Kapitel "Geschichte des Antiziganismus - ein Überblick" bietet einen Einblick in die Geschichte des Antiziganismus und seine verschiedenen Facetten.

Das Kapitel "Dimensionen der Konstruktion Antiziganismus" analysiert die rassische, politische, ökonomische, religiöse und genderbezogene Dimension des Antiziganismus.

Schlüsselwörter

Kollektive Identität, Antiziganismus, Konstruktion des "Anderen", Nationalstaat, Geschichte des Antiziganismus, Rassismus, Diskriminierung, Sinti und Roma, Medien, "neues Europa", Doing-Gender, Stereotypen, Vorurteile.

Häufig gestellte Fragen

Wie entsteht die Konstruktion des „Zigeuners“ durch die Mehrheitsgesellschaft?

Die Arbeit untersucht, wie kollektive Identitäten des Nationalstaates die Exklusion des Fremden fördern und Sinti und Roma durch Stereotypen als das „Andere“ konstruieren.

Was sind die Dimensionen des Antiziganismus?

Die Konstruktion erfolgt auf verschiedenen Ebenen: rassisch-politisch, ökonomisch (Nomadismus-Klischees), religiös und durch geschlechtsspezifische Zuschreibungen (Doing-Gender).

Welche Rolle spielen die Medien beim Antiziganismus?

Medien inszenieren Sinti und Roma oft einseitig, was Vorurteile bekräftigt und zur Deklassierung dieser Minderheit in der öffentlichen Wahrnehmung beiträgt.

Was war der Porrajmos?

Der Porrajmos bezeichnet den Völkermord an den Sinti und Roma während des Dritten Reiches. Die Arbeit mahnt an das Vergessen und Verdrängen dieser Verbrechen.

Wie ist die Situation von Sinti und Roma im „neuen Europa“?

Viele Roma aus Osteuropa emigrieren aufgrund schlechter sozialer Bedingungen nach Westeuropa, wo sie häufig erneut mit Verachtung und struktureller Diskriminierung konfrontiert werden.

Warum bedingt kollektive Identität die Exklusion?

Nationalstaaten definieren sich oft über Abgrenzung. Wer nicht in das Bild der kollektiven Identität passt, wird als „Fremder“ markiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

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Details

Title
Kollektive Identität und die Konstruktion des Anderen am Beispiel des Antiziganismus
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,8
Author
Patrick White (Author)
Publication Year
2010
Pages
45
Catalog Number
V173205
ISBN (eBook)
9783640933914
ISBN (Book)
9783640933518
Language
German
Tags
kollektive identität konstruktion anderen beispiel antiziganismus rassismus antisemitismus diskurs sinti roma NS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick White (Author), 2010, Kollektive Identität und die Konstruktion des Anderen am Beispiel des Antiziganismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173205
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