Diskursgeschichte als Methode zur Analyse von Machtverhältnissen, Gesetzmäßigkeiten und Abhängigkeiten, die in personenübergreifenden Rede- und Textsystemen zum Ausdruck kommen.
Inhaltsverzeichnis
- Begriffsbestimmungen
- Diskurs
- Diskursanalyse
- Geschichte_n - Wissenschaften
- historische Diskursanalyse / Diskursgeschichte
- Verhältnis historische Diskursanalyse und deutsche Geschichtswissenschaft
- Dimensionen historischer Diskursanalyse
- Wissen
- Macht
- Subjektivierung und Regierung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Diskursanalyse und untersucht die verschiedenen Perspektiven und Definitionen des Begriffs „Diskurs“ sowie die Anwendung der Diskursanalyse in der Geschichtswissenschaft. Sie analysiert die Beziehung zwischen der historischen Diskursanalyse und der traditionellen Geschichtswissenschaft, insbesondere in Bezug auf die Rolle von Sprache und Symbolen in der Konstruktion von Wirklichkeit.
- Definitionen und Ansätze der historischen Diskursanalyse
- Rolle der Sprache und Symbolsysteme in der Geschichtswissenschaft
- Verhältnis von historischer Diskursanalyse und traditioneller Geschichtswissenschaft
- Kritik und Potenziale der Diskursanalyse in der Geschichtswissenschaft
- Dimensionen der historischen Diskursanalyse: Wissen, Macht, Subjektivierung und Regierung
Zusammenfassung der Kapitel
Der Text beginnt mit einer Definition des Begriffs „Diskurs“ und „Diskursanalyse“, wobei unterschiedliche Perspektiven von verschiedenen Autor_innen vorgestellt werden. Anschließend wird der Bezug zur Geschichtswissenschaft hergestellt und die Diskussion über die Relevanz der Diskursanalyse für die historische Forschung beleuchtet.
Der Text stellt verschiedene Ansätze der Geschichtswissenschaft vor, darunter die klassische Strategie des Historismus und die historische Sozialwissenschaft. Anschließend wird die „mainstream-Geschichte“ und ihr Verständnis von „Fakten“ kritisiert und die hermeneutische Kulturgeschichte im Vergleich zur diskursanalytischen Kulturgeschichte dargestellt.
Im weiteren Verlauf wird die historische Diskursanalyse genauer betrachtet. Es werden verschiedene Perspektiven auf die Analyse von Machtverhältnissen und die Konstruktion von Subjekten vorgestellt, wobei die Bedeutung von Wissen, Macht und Subjektivierung für die historische Forschung hervorgehoben wird.
Die Arbeit analysiert abschließend die Rezeption der Diskurstheorie und -analyse in der deutschsprachigen Historiographie und diskutiert die Herausforderungen und Potenziale der Diskursanalyse für die Geschichtswissenschaft.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die zentralen Begriffe „Diskurs“, „Diskursanalyse“, „historische Diskursanalyse“, „Diskursgeschichte“, „Geschichtswissenschaft“, „linguistic turn“, „Wissen“, „Macht“, „Subjektivierung“, „Regierung“, „Männerbund“, „Ideengeschichte“, „Ideologiekritik“, „historische Sozialwissenschaft“, „hermeneutische Kulturgeschichte“, „Foucault“, „Butler“, „Rorty“. Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Perspektiven und Definitionen dieser Begriffe und deren Bedeutung für die historische Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der historischen Diskursanalyse?
Ziel ist die Analyse von Machtverhältnissen, Gesetzmäßigkeiten und Abhängigkeiten, die in personenübergreifenden Rede- und Textsystemen einer bestimmten Zeit zum Ausdruck kommen.
Wie unterscheidet sich Diskursgeschichte von der traditionellen Geschichtswissenschaft?
Während die traditionelle Geschichtswissenschaft oft nach objektiven "Fakten" sucht, konzentriert sich die Diskursanalyse darauf, wie Wirklichkeit durch Sprache und Symbole erst konstruiert wird.
Welche Dimensionen werden in der historischen Diskursanalyse untersucht?
Zentrale Dimensionen sind Wissen (was als wahr gilt), Macht (wer den Diskurs bestimmt) sowie Subjektivierung und Regierung (wie Individuen geformt werden).
Welche Rolle spielt Michel Foucault für diese Methode?
Foucault ist einer der wichtigsten Vordenker. Er prägte das Verständnis von Diskursen als Systeme, die Wissen und Macht verknüpfen und so gesellschaftliche Realität strukturieren.
Was bedeutet der Begriff "Linguistic Turn" in diesem Zusammenhang?
Der Linguistic Turn bezeichnet die wissenschaftliche Wende zur Sprache. Er impliziert, dass Sprache nicht nur die Welt beschreibt, sondern sie aktiv mitgestaltet und somit der Schlüssel zum Verständnis historischer Prozesse ist.
- Arbeit zitieren
- Silvio Schwartz (Autor:in), 2009, Eine Annäherung an historische Diskursanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172453