Wenn Bullying in der Klasse stattfindet, so ist das nicht unbedingt nur ein Problem zwischen zwei Schülen, nämlich dem Täter und dem Opfer. Bullying unter Schülern kann als eine Art kollektive Aggression bezeichnet werden, wobei nahezu die gesamte Klasse in gewisser Weise involviert ist. Demnach reagieren Mitschüler also auf Bullying; und zwar auf unterschiedlichste Art und Weise. Wie genau, das wird nun im nächsten Kapitel anhand zweier Studien näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vorstellung der Studien von Salmivalli et al. sowie Schäfer/Korn
- Ergebnisse der Studie
- von Salmivalli et al.
- von Schäfer und Korn
- Schlussbetrachtungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Bullying als Gruppenprozess und analysiert die verschiedenen Rollen, die Schüler in diesem Prozess einnehmen. Die Arbeit basiert auf zwei Studien: einer von Salmivalli et al. und einer von Schäfer und Korn, die sich mit dem Participant Role Ansatz befassen.
- Bullying als ein komplexer Gruppenprozess
- Differenzierte Rollen von Schülern im Bullying-Kontext
- Analyse von Verhaltensmustern und Einflussfaktoren
- Unterschiede in der Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung
- Geschlechtsspezifische Unterschiede in den Bullying-Rollen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Bullying als Gruppenprozess ein und verdeutlicht die Bedeutung der unterschiedlichen Schülerrollen. Anschließend werden die beiden Studien von Salmivalli et al. und Schäfer/Korn vorgestellt, die die Grundlage für die Analyse bilden. Es werden die Methoden und die unterschiedlichen Rollen des Participant Role Ansatz (Opfer, Täter, Verteidiger, Außenstehende, Assistenten) erläutert. Im dritten Kapitel werden die Ergebnisse der beiden Studien detailliert vorgestellt, wobei die verschiedenen Rollen betrachtet und Geschlechtsunterschiede aufgezeigt werden. Zudem wird auf die Selbsteinschätzung der Schüler im Vergleich zur Fremdeinschätzung eingegangen.
Schlüsselwörter
Bullying, Gruppenprozess, Participant Role Ansatz, Schülerrollen, Opfer, Täter, Verteidiger, Außenstehende, Assistenten, Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Salmivalli et al., Schäfer/Korn.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Participant Role Ansatz beim Bullying?
Dieser Ansatz besagt, dass Bullying ein Gruppenprozess ist, in dem nahezu alle Mitschüler spezifische Rollen (z.B. Assistent, Verteidiger, Außenstehender) einnehmen.
Welche Rollen gibt es im Bullying-Prozess?
Neben Täter und Opfer gibt es Assistenten des Täters, Verstärker, Verteidiger des Opfers und unbeteiligte Außenstehende.
Gibt es Geschlechtsunterschiede bei den Bullying-Rollen?
Ja, Studien zeigen oft, dass Jungen häufiger aktive Rollen als Täter oder Assistenten einnehmen, während Mädchen öfter als Verteidiger oder Außenstehende agieren.
Warum ist Bullying ein „kollektives Problem“?
Weil die Reaktion der Klasse (z.B. Wegsehen oder Anfeuern) das Verhalten des Täters stabilisiert oder das Leid des Opfers verschlimmert.
Wie unterscheiden sich Selbst- und Fremdeinschätzung?
Schüler schätzen ihre eigene Rolle oft anders ein (z.B. als neutraler Außenstehender), als sie von ihren Mitschülern wahrgenommen werden.
- Arbeit zitieren
- Alida Ziehm (Autor:in), 2009, Bullying als Gruppenprozess (der Participant Role Ansatz), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172196