Das in der Forschung kontrovers diskutierte Zeugnis der ersten Verfassung Spartas, gemeinhin als Große Rhetra bezeichnet, und die damit verbundenen,in Fragmenten enthaltenen Ausführungen von Tyrtaios, unterliegen in der Forschung differenzierten Betrachtungsansätzen und hinterlassen zahlreiche offene Fragen.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird aufgezeigt werden, welche
historischen Diskontinuitäten sich bei der Betrachtung des Gegenstandes entgegenstehen. Dabei soll der aktuelle Forschungsstand einbezogen, und die(möglichen) Abhängigkeiten der Ausführungen Plutarchs und Tyrtaios` diskutiert werden. Im folgenden Teil gilt der Institution des Damos in der Rhetra nähere Betrachtung. Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit müssen inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden und es können nicht alle historischen Reflexionen in die Untersuchung einfließen. Zentrale Quellen (und nahezu die einzigen verwertbaren) bilden Plutarchs Aufzeichnungen zu Lykurg und Tyrtaios` Werk der Eunomia-Elegie...
Inhaltsverzeichnis
- Verbindungen der Großen Rhetra und der Eunomia-Elegie
- Die Rolle des Damos in der Großen Rhetra
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Großen Rhetra, der ersten Verfassung Spartas, und ihrer Beziehung zur Eunomia-Elegie des Tyrtaios. Ziel ist es, die historischen Diskontinuitäten bei der Betrachtung beider Zeugnisse aufzuzeigen, den aktuellen Forschungsstand einzubeziehen und die (möglichen) Abhängigkeiten der Ausführungen Plutarchs und Tyrtaios' zu diskutieren. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle des Damos in der Rhetra.
- Historische Diskontinuitäten bei der Interpretation der Großen Rhetra und der Eunomia-Elegie
- Abhängigkeiten der Ausführungen Plutarchs und Tyrtaios'
- Die Rolle des Damos in der Rhetra
- Die Bedeutung der Institutionen in beiden Zeugnissen
- Kontroversen um die Datierung und Authentizität beider Werke
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Verbindungen zwischen der Großen Rhetra und der Eunomia-Elegie von Tyrtaios. Es werden die Datierungsprobleme beider Werke sowie die Frage nach einer möglichen Abhängigkeit des Tyrtaios von der Rhetra diskutiert. Dabei werden die unterschiedlichen Interpretationen der Forschung, insbesondere die von van Wees und Meier, vorgestellt.
Das zweite Kapitel widmet sich der Rolle des Damos in der Rhetra. Es wird die Gliederung des spartanischen Volkes in Phylen und Oben, sowie die Kompetenzen des Damos im Rahmen der Verfassung, analysiert.
Schlüsselwörter
Große Rhetra, Eunomia-Elegie, Tyrtaios, Plutarch, Damos, Verfassung, Sparta, Institution, historische Diskontinuitäten, Forschungsstand, Quellenkritik, Abhängigkeiten, Interpretation, Datierung, Authentizität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die „Große Rhetra“?
Es handelt sich um das älteste schriftliche Zeugnis der Verfassung Spartas, das traditionell dem Gesetzgeber Lykurg zugeschrieben wird.
Welche Rolle spielt Tyrtaios in diesem Kontext?
Tyrtaios war ein spartanischer Dichter; seine „Eunomia-Elegie“ enthält Fragmente, die eng mit den Inhalten der Großen Rhetra verknüpft sind.
Was versteht man unter dem Begriff „Damos“?
Der Damos bezeichnet das spartanische Volk bzw. die Volksversammlung und deren politische Kompetenzen innerhalb der Verfassungsordnung.
Warum ist die Datierung der Rhetra in der Forschung umstritten?
Es gibt Unklarheiten darüber, ob der Text tatsächlich aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. stammt oder eine spätere literarische Konstruktion ist.
Welche Institutionen werden in der Rhetra genannt?
Neben dem Damos werden die Gerousia (Ältestenrat) und die Phylen (Stammesgliederungen) als zentrale Bestandteile der spartanischen Ordnung aufgeführt.
- Arbeit zitieren
- Tobias Sowade (Autor:in), 2010, Die Große Rhetra, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171676