In Zeiten des Klimawandels und vermehrter Umweltkatastrophen stellen sich viele Menschen die Frage, wie sie nachhaltiger, umweltbewusster und vor allem umweltschonender leben können, um sich, ihren Liebsten und ihren Nachkommen etwas Gutes zu tun.
Die Anhänger des Bioregionalismus versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu geben und verstehen ihr Konzept als eine Alternative zur Globalisierung und Modernisierung. In den angestrebten Bioregionen sollen die Menschen eine gesunde und nachhaltige Gesellschaft mit reduzierter Produktion und reduziertem Konsumverhalten und einer starken zivilen und demokratischen Basis bilden.
Zwei moderne Theorien, nämlich der Kommunitarismus und der Relativismus, erheben ebenfalls den Anspruch, sich nachhaltig auf die Gesellschaft auszuwirken. Werden sie diesem Anspruch gerecht? Um diese Frage zu klären, wird die Arbeit zunächst kurz auf den Bioregionalismus und die Nachhaltigkeitstheorie (2.) eingehen. Danach sollen der Kommunitarismus (3.) und der Relativismus (4.) näher erläutert werden, um zu prüfen, inwieweit sie nachhaltig sind und eine Alternative zur Globalisierung und Modernisierung darstellen
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Nachhaltigkeit und Bioregionalismus
- Kommunitarismus
- Relativismus
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob der Kommunitarismus und der Relativismus als moderne politische Theorien der Nachhaltigkeitskonzeption dienen können. Dabei werden zunächst die Konzepte von Nachhaltigkeit und Bioregionalismus als Alternative zur Globalisierung und Modernisierung beleuchtet.
- Die verschiedenen Strömungen und Auffassungen von Nachhaltigkeit
- Der Bioregionalismus als Chance für eine nachhaltige Gesellschaft
- Die Kernpunkte des Kommunitarismus: civility, responsibility und community
- Die kritische Analyse des Kommunitarismus im Hinblick auf Nachhaltigkeit
- Die Relevanz des Relativismus im Kontext von Nachhaltigkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Arbeit untersucht die Relevanz des Kommunitarismus und des Relativismus für die Nachhaltigkeitskonzeption im Kontext von Klimawandel und Umweltkatastrophen.
Nachhaltigkeit und Bioregionalismus
Die Arbeit beleuchtet die vielfältigen Definitionen von Nachhaltigkeit und die Schwierigkeiten, eine einheitliche Definition zu finden. Der Bioregionalismus wird als eine mögliche Alternative zur Konsumgesellschaft vorgestellt, die eine dezentrale, gesunde und nachhaltige Gesellschaft anstrebt.
Kommunitarismus
Das Kapitel erläutert die Kernaussagen des Kommunitarismus, die auf Gemeinschaftsdenken, Zivilcourage und Verantwortung für andere Menschen fokussieren. Dabei werden die zentralen Begriffe civility, responsibility und community näher beleuchtet. Es wird analysiert, ob und inwiefern der Kommunitarismus eine nachhaltige Gesellschaft fördern kann.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Konzept des Bioregionalismus?
Bioregionalismus ist eine Alternative zur Globalisierung, die auf eine nachhaltige Gesellschaft mit reduzierter Produktion, lokalem Konsum und einer starken demokratischen Basis in regionalen Räumen setzt.
Was sind die Kernpunkte des Kommunitarismus?
Die zentralen Begriffe sind Civility (Bürgersinn), Responsibility (Verantwortung) und Community (Gemeinschaft). Er betont die Pflicht des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft.
Kann der Kommunitarismus zur Nachhaltigkeit beitragen?
Ja, indem er Zivilcourage und die Verantwortung für künftige Generationen fördert, was eine wesentliche Grundlage für ökologisches und soziales Handeln ist.
Welche Rolle spielt der Relativismus in dieser Debatte?
Die Arbeit prüft, ob ein relativistisches Weltbild, das verschiedene Werte anerkennt, mit dem universellen Anspruch einer globalen Nachhaltigkeitstheorie vereinbar ist.
Warum ist Nachhaltigkeit heute so schwer zu definieren?
Es existieren vielfältige Strömungen und Interessen (ökonomisch vs. ökologisch), was die Suche nach einer einheitlichen, politisch umsetzbaren Definition erschwert.
- Arbeit zitieren
- Anne Biernath (Autor:in), 2010, Der Kommunitarismus und der Relativismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171230