Sowohl in der Familie als auch im Beruf war ich mit der männlichen Dominanz konfrontiert. Noch immer genießen Männer in der Berufswelt ein höheres Ansehen als Frauen.
Der Fokus meiner Diplomarbeit bezieht sich auf die Frage, warum Mädchen und junge Frauen noch immer „traditionelle Berufe“ ergreifen. In der heutigen Gesellschaft haben Frauen die Chance, sich beruflich mehr zu verändern, jedoch müssen sie nach wie vor um Gleichberechtigung kämpfen. Das spiegelt sich vor allem im technischen Bereich wider; hier werden Frauen noch immer als „Exotinnen“ angesehen. Ein Faktor, der bei der Berufsauswahl eine Rolle spielt, ist die Sozialisation in der Familie. Für Mädchen fehlen in der Gesellschaft weibliche Vorbilder; das ist auch ein Grund, warum Mädchen sich mit technischen Berufen nicht identifizieren können. Das Berufsbild „Techniker“ ist in der Gesellschaft männlich geprägt. Technische Berufe werden als „Männerwelt“ heute noch in der Gesellschaft suggeriert und Frauen werden dadurch als Außenseiter, „Eindringling“ gesehen. Ein weiterer Aspekt ist, dass Frauen noch immer der Doppelbelastung von „Familie und Beruf“ ausgesetzt sind. Zum Einen ist es wichtig, aufzuzeigen, dass Frauen in technischen Berufen nicht die gleichen Chancen haben wie Männer. Frauen, die sich für einen technischen Beruf entschieden haben, finden sich als „Exotinnen“ in einer männerdominierten Umgebung wieder. Als Außenseiterin haben sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Zusätzlich haben sie das Problem, akzeptiert zu werden. Sie müssen um fachliche Anerkennung kämpfen. Auch die Rolle der Frau muss innerhalb der Gesellschaft neu überdacht werden. Frauen müssen die gleichen Rechte in allen gesellschaftlichen Lebenslagen einfordern.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Erkenntnisinteresse
- 1.2 Fragestellung und Vorgehensweise
- 2 Pionierinnen der Technik
- 2.1 Biographien (19.- 20. Jahrhundert)
- 2.2 Biographien (20.- 21. Jahrhundert)
- 2.3 Weitere Forschungsgebiete von Frauen
- 3 Theoretische Analyse
- 3.1 Gender Mainstreaming
- 3.1.1 Begriffserklärung „Gender“ – „Mainstreaming“
- 3.1.2 Berufsorientierung für Mädchen in technischen Berufen
- 3.1.3 Informationen über technische Berufe
- 3.1.4 Praktische Anwendungen
- 3.1.5 Anreize „Bezahlung“
- 3.1.6 Schnuppertage
- 3.1.7 Sommercamps für Mädchen/Interesse für Technik wecken
- 3.1.8 Zusammenfassung
- 3.2 Geschlechtspezifische Sozialisation
- 3.2.1 Die Rolle des Elternhauses
- 3.2.1.1 Hemmende Faktoren
- 3.2.1.2 Fördernde Faktoren
- 3.2.2 Die Rolle der Schule
- 3.2.2.1 Hemmende Faktoren
- 3.2.2.2 Fördernde Faktoren
- 3.2.3 Zusammenfassung
- 3.3 Geschlechtspezifischer Zugang zur Technik
- 3.3.1 Berufsbild „männlich geprägt“
- 3.3.2 Technikberufe
- 3.3.3 Fehlende Vorbilder für Mädchen in der Technik
- 3.3.4 Doppelorientierung - Beruf und Familie
- 3.3.5 Männer sehen Frauen in der Technik als „Eindringling“
- 3.3.6 Zusammenfassung
- 4 Empirische Erhebung
- 4.1 Frauen in technischen Berufen in Kärnten
- 4.1.1 Lehrlingsausbildung „Mädchen“ in Kärnten
- 4.1.2 Chancengleichheiten am Arbeitsmarkt
- 4.1.3 Zusammenfassung
- 4.2 Methodische Vorgehensweise
- 4.2.1 Analyse
- 4.2.1.1 Individuelle Ebene
- 4.2.1.2 Unternehmerische Ebene
- 4.2.2 Ergebnis
- 4.3 Befragungen von Technikerinnen
- 4.3.1 Berufsausbildung
- 4.3.1.1 Eltern
- 4.3.1.2 Keine Unterschiede zwischen Buben und Mädchen
- 4.3.1.3 Erfahrungen in der Schule
- 4.3.1.4 Interesse an technischen Berufen
- 4.3.1.5 Mehr Lehrerinnen in technischen Schulen
- 4.3.2 Berufseinstieg und Karriereverlauf
- 4.3.3 Beschäftigung bzw. Tätigkeit
- 4.3.4 Berufliche Situationen
- 4.3.5 Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- 4.4 Fallbeispiele
- 4.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fallbeispiele
- 4.5.1 Gemeinsamkeiten
- 4.5.2 Unterschiede
- 4.6 Befragungen von Unternehmen
- 4.7 Fallbeispiele
- 4.8 Resümee
- 5 Gesamtergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Situation von Technikerinnen in Kärnten, indem sie den normativen Anspruch an Gleichberechtigung mit der gesellschaftlichen Realität abgleicht. Ziel ist es, die Herausforderungen und Hürden für Frauen in technischen Berufen aufzuzeigen und Faktoren zu identifizieren, die den beruflichen Werdegang beeinflussen.
- Biografische Entwicklung von Technikerinnen
- Einfluss von Gender Mainstreaming auf die Berufswahl
- Geschlechtsspezifische Sozialisation und ihre Auswirkungen
- Empirische Untersuchung der Situation von Technikerinnen in Kärnten
- Analyse von Erfolgs- und Hemmfaktoren
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, indem es das Erkenntnisinteresse und die Forschungsfrage definiert. Es skizziert die Methodik der Arbeit und erläutert den gewählten Forschungsansatz, der auf einer Kombination aus theoretischer Analyse und empirischer Erhebung basiert. Die Einleitung legt den Fokus auf die Diskrepanz zwischen dem Anspruch auf Gleichberechtigung und der tatsächlichen Situation von Frauen in technischen Berufen in Kärnten und begründet die Relevanz der Untersuchung.
2 Pionierinnen der Technik: Dieses Kapitel präsentiert Biografien von Frauen, die in der Technik wegweisende Leistungen erbracht haben. Die Auswahl der Biografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie dem 20. und 21. Jahrhundert illustriert den Wandel der gesellschaftlichen und beruflichen Möglichkeiten für Frauen im technischen Bereich. Es werden sowohl Erfolge als auch Herausforderungen beleuchtet, die diese Frauen gemeistert haben, um ihre Position in der dominierend männlichen Technikszene zu behaupten. Die Darstellung dieser Vorbilder soll auch die Möglichkeiten für heutige Frauen in technischen Berufen veranschaulichen.
3 Theoretische Analyse: In diesem Kapitel werden relevante Theorien und Konzepte vorgestellt, die für das Verständnis der Situation von Frauen in technischen Berufen unerlässlich sind. Im Mittelpunkt stehen Gender Mainstreaming, geschlechtsspezifische Sozialisation und der geschlechtsspezifische Zugang zur Technik. Es wird detailliert auf die verschiedenen Einflussfaktoren eingegangen, die die Berufswahl und den Karriereweg von Frauen beeinflussen, wie z.B. die Rolle der Familie, der Schule und des Arbeitsmarktes. Das Kapitel legt die theoretischen Grundlagen für die Interpretation der empirischen Ergebnisse.
4 Empirische Erhebung: Dieses Kapitel beschreibt die Methodik und Ergebnisse der empirischen Untersuchung zur Situation von Frauen in technischen Berufen in Kärnten. Es werden die Ergebnisse von Befragungen von Technikerinnen und Unternehmen präsentiert und analysiert. Der Fokus liegt auf der Erhebung von Daten zur Lehrlingsausbildung, Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Berufseinstieg, Karriereverlauf und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Fallbeispiele verdeutlichen die individuellen Erfahrungen von Technikerinnen und die vielschichtigen Herausforderungen, denen sie begegnen.
Schlüsselwörter
Technikerinnen, Kärnten, Gender Mainstreaming, Geschlechtspezifische Sozialisation, Berufsausbildung, Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Empirische Forschung, Fallstudien, Berufliche Karriere.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu: Situation von Technikerinnen in Kärnten
Was ist das Thema der Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Situation von Frauen in technischen Berufen in Kärnten und vergleicht den Anspruch auf Gleichberechtigung mit der Realität. Sie analysiert Herausforderungen und Hürden für Frauen in diesen Berufen und identifiziert Einflussfaktoren auf ihren beruflichen Werdegang.
Welche Bereiche werden in der Arbeit behandelt?
Die Arbeit umfasst biografische Entwicklungen von Technikerinnen, den Einfluss von Gender Mainstreaming auf die Berufswahl, geschlechtsspezifische Sozialisation und deren Auswirkungen, eine empirische Untersuchung der Situation in Kärnten sowie eine Analyse von Erfolgs- und Hemmfaktoren.
Welche Methoden wurden verwendet?
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen mit einer empirischen Erhebung. Die empirische Erhebung beinhaltet Befragungen von Technikerinnen und Unternehmen in Kärnten. Die Datenanalyse umfasst individuelle und unternehmerische Ebenen.
Welche theoretischen Konzepte werden behandelt?
Die Arbeit behandelt Gender Mainstreaming, geschlechtsspezifische Sozialisation und den geschlechtsspezifischen Zugang zu technischen Berufen. Es werden die Rollen von Familie, Schule und Arbeitsmarkt im Hinblick auf die Berufswahl und den Karriereweg von Frauen analysiert.
Welche Ergebnisse wurden erzielt?
Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung, inklusive Befragungen von Technikerinnen und Unternehmen, werden im Detail im Kapitel 4 dargestellt. Die Arbeit beleuchtet Herausforderungen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den Einfluss von Vorbildern und die Wahrnehmung von Frauen in traditionell männlich geprägten Berufsfeldern.
Welche Kapitel umfasst die Arbeit?
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel: Einleitung, Pionierinnen der Technik, Theoretische Analyse, Empirische Erhebung und Gesamtergebnisse. Jedes Kapitel behandelt spezifische Aspekte des Themas, beginnend mit der Einführung und der Forschungsfrage bis hin zur Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.
Wer sind die Zielgruppen der Arbeit?
Die Arbeit richtet sich an Wissenschaftler*innen, Politik, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und alle, die sich für die Gleichstellung von Frauen in technischen Berufen interessieren. Sie bietet wertvolle Erkenntnisse für die Verbesserung der Chancengleichheit für Frauen in diesem Bereich.
Welche konkreten Fragestellungen werden untersucht?
Die Arbeit untersucht unter anderem die Lehrlingsausbildung von Mädchen in Kärnten, Chancengleichheiten am Arbeitsmarkt, den Berufseinstieg und Karriereverlauf von Technikerinnen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Erfahrungen von Frauen in technischen Berufen.
Wie werden die Ergebnisse präsentiert?
Die Ergebnisse werden durch statistische Analysen, Fallbeispiele von Technikerinnen und Unternehmen sowie durch eine Zusammenfassung der Befragungsergebnisse präsentiert und interpretiert im Kontext der theoretischen Grundlagen.
Welche Schlussfolgerungen werden gezogen?
Die Schlussfolgerungen der Arbeit basieren auf den Ergebnissen der empirischen Erhebung und der theoretischen Analyse. Sie geben Empfehlungen für die Verbesserung der Situation von Frauen in technischen Berufen in Kärnten und identifizieren Faktoren, die zu einer besseren Chancengleichheit beitragen können.
- Quote paper
- MMag. Rosemarie Blasi (Author), 2009, Technikerinnen zwischen normativem Anspruch und gesellschaftlicher Realität am Beispiel Kärntens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169776