Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Allgemein

ADHS-Therapie mit Ritalin als moderne Schwarze Pädagogik?

Titel: ADHS-Therapie mit Ritalin als moderne Schwarze Pädagogik?

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Palm (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern die Therapie des ADHS mit dem Medikament »Ritalin®« als moderne Schwarze Pädagogik verstanden werden kann.
Hierbei wird in einem ersten Schritt der Begriff der »Schwarzen Pädagogik« erläutert und versucht, seine Hauptmerkmale herausarbeiten. Anschließend wird der Begriff »ADHS« kurz vorgestellt, um dann näher darauf eingehen zu können, welche Wirkung »Ritalin®« auf Kinder hat und unter welchen Umständen es erhältlich ist. Im Kapitel »Interpretation« wird schließlich die Therapie des ADHS mittels Ritalin® und die Schwarze Pädagogik verglichen, um dann in einem »Fazit« das Ergebnis dieses Vergleichs zu präsentieren und ggf. auf weitere offene Fragen hinzuweisen. Bei alldem beschränkt sich diese Arbeit auf den aktuellen Stand in Deutschland (März 2011).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schwarze Pädagogik

3. ADHS

4. Ritalin

5. Interpretation

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die kritische Fragestellung, inwiefern die medikamentöse Therapie von ADHS bei Kindern mittels Ritalin® als eine Form der modernen „Schwarzen Pädagogik“ interpretiert werden kann, wobei der Fokus auf den deutschen Kontext und die damit verbundene pädagogische sowie gesellschaftliche Problematik gelegt wird.

  • Definition und theoretische Einordnung der „Schwarzen Pädagogik“.
  • Medizinische und pädagogische Betrachtung des ADHS-Syndroms.
  • Wirkungsweise und Verschreibungspraxis von Ritalin®.
  • Vergleichende Interpretation zwischen medikamentöser Kontrolle und pädagogischen Machtstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2. Schwarze Pädagogik

Oder: Durch Heteronomie zur Autonomie

Der Begriff »Schwarze Pädagogik« wurde von Katharina Rutschky eingeführt. Sie veröffentlichte 1977 eine gleichnamige, kommentierte Sammlung pädagogischer Quellentexte aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Ohne Frage soll der Begriff, als Titel der Sammlung, ihren Inhalt beschreiben. In der Beschreibung des Buches, das dem eigentlichen Buch vorrausgeschickt ist, steht über den Inhalt:

»In historisch-kritischer Absicht zusammengestellt, dokumentiert diese Textsammlung zur Pädagogik vom 18. Jahrhundert, dem Zeitalter der Erziehungseuphorie, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Kapitel der Dialektik der Aufklärung: In der pädagogischen Obsession, die aus diesen Texten spricht, der Zwanghaftigkeit, mit der alle spontanen kindlichen Regungen reglementiert, kontrolliert und bestraft werden, wiederholt sich die Grausamkeit der Zivilisationsvernunft gegenüber allem, was sich ihr nicht beugt.«

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, in der geprüft werden soll, ob die ADHS-Behandlung mit Ritalin® als moderne Schwarze Pädagogik verstanden werden kann.

2. Schwarze Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Schwarzen Pädagogik anhand der Definitionen von Katharina Rutschky, Alice Miller und Werner Sesink, wobei Machtausübung und Kontrolle im Vordergrund stehen.

3. ADHS: Hier wird das Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätssyndrom als medizinisches Krankheitsbild sowie die damit verbundenen diagnostischen Verfahren nach ICD-10 und DSM-IV beschrieben.

4. Ritalin: Das Kapitel befasst sich mit der Wirkung von Methylphenidat bei Kindern, der Verschreibungspraxis sowie den regulatorischen Einschränkungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss.

5. Interpretation: Der Autor vergleicht die Merkmale der Schwarzen Pädagogik mit den Diagnosekriterien und der therapeutischen Praxis der Ritalin-Gabe, um Parallelen und Unterschiede in der Fremdkontrolle aufzuzeigen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Begriff der Schwarzen Pädagogik für eine abschließende Bewertung der heutigen ADHS-Therapie noch weiter ausdifferenziert werden müsste.

Schlüsselwörter

ADHS, Ritalin, Schwarze Pädagogik, Methylphenidat, Pädagogik, Kontrolle, Kindheit, Diagnosekriterien, ICD-10, DSM-IV, Erziehung, Fremdbestimmung, Disziplinierung, Triebkontrolle, Medikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der ADHS-Therapie bei Kindern durch das Medikament Ritalin® und hinterfragt diese Praxis aus pädagogischer Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die pädagogische Theorie der „Schwarzen Pädagogik“, die medizinische Diagnose von ADHS und die medikamentöse Behandlung von Kindern.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die medikamentöse Therapie von ADHS mit Ritalin® als eine moderne Form der „Schwarzen Pädagogik“ verstanden und interpretiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und einen theoretischen Vergleich, um pädagogische Konzepte auf aktuelle medizinische Behandlungsmethoden anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des Begriffs der Schwarzen Pädagogik, die medizinischen Grundlagen von ADHS, die Wirkung von Ritalin® und eine anschließende Interpretation durch einen systematischen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ADHS, Schwarze Pädagogik, Kontrolle, Ritalin, Disziplinierung und Erziehung definiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Natur und Vernunft in der Analyse eine Rolle?

Die Arbeit greift auf Werner Sesink zurück, der aufzeigt, dass Schwarze Pädagogik die „Triebnatur“ des Kindes zugunsten einer durch den Erwachsenen definierten „Vernunft“ unterdrücken wollte, was als Analogie zur medikamentösen Verhaltenssteuerung dient.

Welche Rolle spielt die „Kontrolle“ bei der Interpretation der ADHS-Therapie?

Der Autor argumentiert, dass der Arzt oder Pädagoge durch die Verschreibung von Ritalin faktisch eine Kontrollmacht über das Verhalten des Kindes ausübt, was die Frage nach der Legitimität und dem Kindeswohl aufwirft.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
ADHS-Therapie mit Ritalin als moderne Schwarze Pädagogik?
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik)
Veranstaltung
Menschenmacher. Pädagogik und Biotechnologie.
Note
1,0
Autor
Michael Palm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V169354
ISBN (eBook)
9783640876754
ISBN (Buch)
9783640876921
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schwarze Pädagogik Ritalin ADHS ADS Hyperkinetische Störung HKS Methylphenidat Gewalt Fremdbestimmung Therapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Palm (Autor:in), 2011, ADHS-Therapie mit Ritalin als moderne Schwarze Pädagogik?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169354
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum