Das neue, digitale Zeitalter hält nun auch vermehrt Einzung in die Klassenzimmer unserer Schulen. Auch der Geschichtsunterricht muss sich dieser Herausforderung, aber auch dieser Chance stellen. Inwieweit bestehen durch den Computer Potentiale, die im Geschichtsunterricht nutzbar gemacht werden können? Dieser Frage wird in dieser Veröffentlichung vor dem Kontext der aktuellen Forschungsdiskussion nachgegangen.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung
2.) Medien und Medienkompetenz im Geschichtsunterricht
3.) Möglichkeiten des Computereinsatzes im GU
3.1.) Der Computer als Nachschlage- und Informationsmedium
3.2.) Der Computer als Werkzeug
3.3.) Multimediale Programme im Geschichtsunterricht
4.) Schluss: Chancen für den Geschichtsunterricht durch den Computereinsatz
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die didaktische Relevanz und die praktischen Einsatzmöglichkeiten von Computern im Geschichtsunterricht, um zu prüfen, inwieweit digitale Medien zur historischen Erkenntnisgewinnung beitragen können.
- Entwicklung von Medienkompetenz im digitalen Zeitalter
- Der Computer als Informationsquelle und Rechercheinstrument
- Nutzung von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation als Werkzeuge
- Kriterien für die Auswahl und didaktische Bewertung multimedialer Programme
- Integration digitaler Medien in schlüssige Unterrichtskonzeptionen
Auszug aus dem Buch
3.2.) Der Computer als Werkzeug
Neben der Möglichkeit der Informationsgewinnung bietet sich der Computer auch als „genügsames“ Werkzeug an. Mit Hilfe von Textverarbeitungsprogrammen kann zum Beispiel das Verstehen von Texten erleichtert und der Schreibprozess bewusster gemacht werden. Texte können mittels dieser Programme analytischer als in handschriftlicher Form verarbeitet werden. So kann man durch die Benutzung von Nummerierungen, Aufzählungszeichen oder Gegenüberstellungen von Aussagen ins Spalten (Informationen ordnen und systematisieren) einen solchen Effekt erzielen. Auch Funktionen wie „Markieren“, „Ausschneiden“, „Verschieben“, „Einfügen“ usw. unterstützen das analytische Schreiben. Durch eine bessere Möglichkeit der grafischen Gestaltung (und damit des Behaltens) durch die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten der Schriftarten, Überschriften und Schattierungen entstehen weitere Vorteile gegenüber handschriftlichen Texten. Mit den Textprogrammen ist es möglich, im Unterricht kreative Aufgaben wie das Verfassen von Briefen, Reportagen und Flugblättern auf Quellenbasis durchzuführen und den Schülern deren äußere Form bewusst zu machen. Dadurch erhöht sich die Analysekompetenz des Schülers in Bezug auf derartige Printmedien.
Hinzuzufügen ist, dass den Schülern ein adäquater Umgang mit derartigen Programmen wie Microsoft Word natürlich zunächst kurz vorgeführt werden muss, jedoch bringen sie bereits in den mittleren Klassenstufen einiges an Vorkenntnissen mit. Der Kompetenzerwerb in der Benutzung von Textverarbeitungsprogrammen hat überdies noch den positiven Effekt, die Schüler auf das „spätere Leben“ vorzubereiten, da derartige Fertigkeiten in vielen Berufen Grundvoraussetzung sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Entwicklung des Computereinsatzes im Unterricht, thematisiert das Spannungsfeld zwischen mediendidaktischen Anforderungen und fachlichen Lernzielen und legt das Ziel der Arbeit fest.
2.) Medien und Medienkompetenz im Geschichtsunterricht: Das Kapitel erläutert die Bedeutung von Medien als Informationsmittel, Werkzeuge und Lehrmaterial und leitet daraus notwendige Kompetenzen für Schüler im Umgang mit neuen Medien ab.
3.) Möglichkeiten des Computereinsatzes im GU: Dieser Hauptteil sondiert verschiedene Rollen des Computers im Geschichtsunterricht, von der Informationsbeschaffung über die Nutzung als Werkzeug bis hin zur Einbindung komplexer multimedialer Programme.
4.) Schluss: Chancen für den Geschichtsunterricht durch den Computereinsatz: Das Fazit resümiert die Einsatzmöglichkeiten und betont die Notwendigkeit einer fächerübergreifenden Medienbildung sowie einer sorgfältigen didaktischen Prüfung der Software.
Schlüsselwörter
Geschichtsunterricht, Computereinsatz, Neue Medien, Medienkompetenz, Historische Erkenntnisgewinnung, Multimediale Programme, Digitale Revolution, Unterrichtsplanung, Fachdidaktik, Informationsbeschaffung, Lernsoftware, Handlungsorientierung, Multiperspektivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration digitaler Technologien in den Geschichtsunterricht und analysiert, wie Computer didaktisch sinnvoll eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung von Medienkompetenz, dem Einsatz des PCs als Recherche- und Werkzeugmedium sowie der kritischen Evaluation multimedialer Programme für historische Lehrinhalte.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Ziel ist es, Möglichkeiten für den Computereinsatz aufzuzeigen und deren didaktische Relevanz für den Geschichtsunterricht zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender Konzepte zum Medieneinsatz basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Computers als Informationsmedium, als Werkzeug für Text- und Datenverarbeitung sowie die Differenzierung verschiedener multimedialer Programmtypen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, historische Erkenntnisgewinnung, fachdidaktische Softwarebewertung und Computereinsatz definiert.
Warum ist eine "eindeutige" Geschichtsdarstellung für den Unterricht ungeeignet?
Laut dem Autor ist eine lineare Darstellung kritisch zu sehen, da sie der Vielschichtigkeit der Historie widerspricht und stattdessen Multiperspektivität sowie die Anregung einer eigenen Fragehaltung bei Schülern gefördert werden sollten.
Welche Rolle spielt die "Handlungsorientierung" in diesem Kontext?
Die Handlungsorientierung zielt auf die aktive Teilnahme der Schüler ab, was durch geeignete Software zur besseren thematischen Durchdringung beitragen kann.
Wie bewertet der Autor den Einsatz von Lernspielen im Geschichtsunterricht?
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, der für solche Programme notwendig wäre, hält der Autor sie für den Geschichtsunterricht aktuell für kaum geeignet.
- Citation du texte
- Simon Tewes (Auteur), 2005, Computereinsatz im Geschichtsunterricht - Die "digitale Revolution" in den Klassenzimmern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168873