In unserer Alltagswelt sind wir ständig von konkreten und abstrakten Gegenständen umgeben, wir sprechen mit unseren Mitmenschen über sie und denken über sie nach. Wir träumen auch von solchen Gegenständen und teilen unsere Träume mit. Doch manchmal stoßen wir dabei an die Grenzen unserer Alltagssprache und es fällt schwer unsere persönliche Gedanken- oder Traumwelt mit den uns zu Verfügung stehenden Alltagsbegriffen zu umschreiben. Denn die Alltagssprache gibt Vergegenständlichungen, so genannte Objektivationen vor, derer wir uns bedienen müssen. Welche Rolle spielen nun diese Objektivationen für die Alltagswelt und was genau sind sie eigentlich, wie funktionieren sie? Und was hat Sprache mit all dem zu tun? Diese Fragen sollen im Folgenden geklärt werden.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- I. Die Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt
- II. Die Sozialisation - Internalisierung der Objektivationen
- III. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit - Die Dialektik von Objektivation und Internalisierung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Dieser Essay untersucht die Rolle von Objektivationen in der Alltagswelt und die Bedeutung der Sprache für ihre Entstehung und Nutzung. Er analysiert, wie Objektivationen unser Wissen über die Welt formen und wie Sprache diese Prozesse beeinflusst.
- Objektivationen als Grundlage des Wissens in der Alltagswelt
- Die Rolle der Sprache bei der Konstruktion und Vermittlung von Objektivationen
- Die Bedeutung von Objektivationen für die soziale Interaktion und Kommunikation
- Potenzielle Probleme und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Objektivationen
- Der Einfluss von Sprache auf die Wahrnehmung und Interpretation von Objektivationen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Kapitel I: Dieses Kapitel legt den Grundstein für die Analyse von Objektivationen. Es wird erläutert, dass Objektivationen subjektiv sinnvolle Vorgänge vergegenständlichen und somit die Grundlage für das intersubjektive Wissen in der Alltagswelt bilden. Die Sprache spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Vermittlung von Objektivationen.
- Kapitel II: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Prozess der Sozialisation, bei dem Individuen die Objektivationen ihrer Gesellschaft internalisieren. Es werden verschiedene Mechanismen der Internalisierung vorgestellt und analysiert, wie diese Prozesse die Entwicklung des individuellen Wissens beeinflussen.
- Kapitel III: Dieses Kapitel befasst sich mit der Dialektik von Objektivation und Internalisierung, die die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit prägt. Es werden die dynamischen Prozesse zwischen Objektivation und Internalisierung beleuchtet und die Bedeutung dieser Dialektik für die soziale Ordnung und die Entwicklung der Gesellschaft diskutiert.
Schlüsselwörter (Keywords)
Objektivation, Sprache, Wissen, Alltagswelt, Sozialisation, Kommunikation, Intersubjektivität, Gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Dialektik, Internalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind „Objektivationen“ laut Berger und Luckmann?
Objektivationen sind subjektiv sinnvolle Vorgänge, die durch Sprache oder Handeln vergegenständlicht werden und so für andere zugänglich werden.
Welche Rolle spielt die Sprache bei der Konstruktion der Wirklichkeit?
Die Sprache ist das wichtigste Zeichensystem; sie ermöglicht die Vermittlung von Wissen und die Fixierung von Objektivationen in der Alltagswelt.
Was versteht man unter „Internalisierung“?
Internalisierung ist der Prozess der Sozialisation, bei dem Individuen die gesellschaftlich vorgegebenen Objektivationen in ihr eigenes Denken übernehmen.
Wie funktioniert die Dialektik von Objektivation und Internalisierung?
Es ist ein dynamischer Prozess: Menschen schaffen soziale Fakten (Objektivation), die dann wiederum auf den Menschen zurückwirken (Internalisierung).
Warum ist Intersubjektivität in der Alltagswelt wichtig?
Intersubjektivität bedeutet, dass Menschen eine gemeinsame Welt teilen und sich über Objektivationen verständigen können.
Was passiert, wenn die Alltagssprache an ihre Grenzen stößt?
In Träumen oder hochabstrakten Gedanken kann es schwierig sein, persönliche Erlebnisse mit den vorhandenen Alltagsbegriffen präzise zu umschreiben.
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- Katharine Pusch (Author), 2009, Zu Berger/Luckmanns "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168223