Die imaginäre Geographie ist eine Geographie der Wahrnehmung. Ins Leben gerufen wurde 1979 sie von Edward Said in seinem Werk "Orietalismus". Diese Hausarbeit befasst sich mit der Definition und den Methoden der Perzeptionsgeographie. Diese werden anhand von Beispielen illustriert und die neuere Forschung zu rate gezogen.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 2. Perzeptionsgeographie
- 2.1 Mentalmaps
- 2.2 Distanzforschung
- 2.3 Objekte
- 2.4 Andere Forschungsbereiche
- 3. Subjektive Welten
- 3.1 Landschaften in der Renaissance
- 3.2 Urlaub im Schwarzwald
- 3.3 Stammtischpolitik?
- 4. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Arbeit befasst sich mit der Perzeptionsgeographie, einem Teilgebiet der Geographie, welches sich mit der subjektiven Wahrnehmung von Räumen und der Abweichung von der objektiven Realität auseinandersetzt. Der Fokus liegt auf der Untersuchung der Art und Weise, wie Menschen geografische Räume wahrnehmen, und wie diese Wahrnehmungen zu kollektiven Images und Stereotypen führen.
- Mentalmaps und ihre Rolle in der räumlichen Wahrnehmung
- Die Konstruktion von Distanzen und die subjektive Erfahrung von Raum
- Die Bedeutung von Objekten und Wahrnehmungsfiltern in der Raumwahrnehmung
- Die Rolle der Perzeptionsgeographie im Kontext von Politik, Kultur und Gesellschaft
- Die Auswirkungen der Perzeptionsgeographie auf das Verständnis von räumlichen Beziehungen und Interaktionen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Das erste Kapitel der Arbeit führt in die Thematik der imaginären Geographie ein und beleuchtet die „kognitive Wende“ in der Geographie. Es stellt die grundlegenden Konzepte der Perzeptionsgeographie vor und erklärt, wie Menschen die Außenwelt wahrnehmen und selektiv Informationen verarbeiten.
Kapitel 2 widmet sich den Kernpunkten der Perzeptionsgeographie. Es untersucht Mentalmaps als Instrument zur Erfassung der subjektiven Wahrnehmung von Räumen, beleuchtet die Distanzforschung und erklärt, wie Menschen Distanzen subjektiv erleben, sowie die Rolle von Objekten in der Raumwahrnehmung.
Kapitel 3 befasst sich mit konkreten Beispielen für subjektive Welten. Es untersucht die Wahrnehmung von Landschaften in der Renaissance, den Tourismus im Schwarzwald und die Rolle von Stereotypen in der Politik.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Arbeit konzentriert sich auf die Perzeptionsgeographie, Mentalmaps, Distanzforschung, Raumwahrnehmung, subjektive Wahrnehmung, objektive Realität, kollektive Images, Stereotype, Renaissance, Tourismus, Politik, Kultur und Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „imaginärer Geographie“?
Es ist eine Geographie der Wahrnehmung, die untersucht, wie subjektive Bilder und Vorstellungen von Räumen (z. B. der „Orient“) die Wahrnehmung der Realität beeinflussen.
Was sind Mentalmaps?
Mentalmaps sind kognitive Karten im Kopf eines Menschen, die zeigen, wie er Räume subjektiv gewichtet, Distanzen einschätzt und Orte emotional bewertet.
Wie beeinflussen Stereotype unsere Raumwahrnehmung?
Kollektive Images und Klischees führen dazu, dass wir bestimmte Regionen selektiv wahrnehmen, was Auswirkungen auf Tourismus, Politik und gesellschaftliche Begegnungen hat.
Welche Rolle spielt die Distanzforschung in der Perzeptionsgeographie?
Sie untersucht, warum uns geografisch gleiche Entfernungen je nach emotionalem Bezug oder Erreichbarkeit subjektiv kürzer oder länger vorkommen.
Welche Beispiele für „subjektive Welten“ werden genannt?
Die Arbeit nennt die Darstellung von Landschaften in der Renaissance, die touristische Vermarktung des Schwarzwalds und die Entstehung von Feindbildern in der Politik.
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- Patrick Boll (Autor), 2010, Imaginäre Geographie der Grenzziehung und Begegnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167982