Die Thrombose ist eine angeborene Abwehr gegen Infektionen.
Durch die Gabe von Antibiotika ist diese Abwehr von einer Wohltat zu einem Übel geworden: Die Überlebenden der Infektionen leiden an venösen Thrombo-Embolien. Das Erscheinungsbild der rezidivierenden kleinen Lungenembolien ist sehr schwer zu deuten. Im Zweifelsfall hilft ein Labor-Wert (D-Dimere). Ein normaler Wert schliesst eine Thrombo-Embolie aus. Ein erhöhter Wert sollte immer zu erhöhter Wachsamkeit und risikoadaptierter Antikoagulation führen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Infektionen und Thrombose 1927-1931
- Infektionen und Thrombose 1942-1943
- Thrombosen und Infektionen, Todesfälle 1986 – 1994
- Thrombose und Infektionen, Überlebende 1986-1994
- Thrombosen und Infektionen: Ein gordischer Knoten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, die Erfahrungen des Autors, Dr. Friedrich Flachsbart, mit Infektionen und Thrombosen in den Kontext der heutigen Zeit zu stellen. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen Infektionen und Thrombosen, der sich in den Krankheitsbildern des Autors Vater, Dr. Heinrich Flachsbart, aus den Jahren 1927-1943 zeigt, und den heutigen Krankheitsbildern.
- Die Interaktion zwischen Infektionen und Thrombosen
- Die Rolle der Thrombose bei der Abwehr von Infektionen
- Die Auswirkungen von Sulfonamiden auf den Verlauf von Infektionen und Thrombosen
- Die Bedeutung der klinischen Erfahrung und des „visus eruditus“
- Die Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung von Thrombosen in der heutigen Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit dar und beschreibt den Ausgangspunkt der Untersuchung: Die Dissertation von Dr. Heinrich Flachsbart über Infektionen und Thrombosen. Sie beleuchtet die Bedeutung der klinischen Erfahrung und des „visus eruditus“ in der Medizin.
- Die Infektionen und Thrombose 1927-1931: Dieses Kapitel präsentiert vier Fallbeispiele von Patienten, die Dr. Heinrich Flachsbart in den Jahren 1927-1931 behandelt hat. Die Fälle zeigen die Interaktion zwischen Infektionen und Thrombosen und die Rolle der Thrombose bei der Abwehr von Infektionen.
- Infektionen und Thrombose 1942-1943: Dieses Kapitel betrachtet vier weitere Fallbeispiele, die mit Sulfonamiden behandelt wurden. Die Krankheitsbilder zeigen die Veränderung des Verlaufs von Infektionen und Thrombosen durch die Sulfonamide.
- Thrombosen und Infektionen, Todesfälle 1986 – 1994: Dieses Kapitel beschreibt die Beobachtungen des Autors Dr. Friedrich Flachsbart von Patienten mit Thrombosen und Infektionen in den Jahren 1986-1994. Es stellt die Verbindung zwischen den Krankheitsbildern seines Vaters und der heutigen Zeit her.
Schlüsselwörter
Infektion, Thrombose, Thrombophlebitis, Sulfonamide, klinische Erfahrung, „visus eruditus“, „The Economist“, Schwarzer Tod, Lungenembolie, Krankheitsbilder, Todesfälle, Überlebende.
Häufig gestellte Fragen
Wie hängen Infektionen und Thrombosen zusammen?
Thrombose gilt als eine angeborene Abwehrreaktion des Körpers gegen Infektionen, die jedoch durch moderne Medizin auch zum gesundheitlichen Problem werden kann.
Welche Rolle spielen D-Dimere bei der Diagnose?
Ein normaler D-Dimer-Wert schließt eine Thromboembolie nahezu aus, während ein erhöhter Wert erhöhte Wachsamkeit und weitere Diagnostik erfordert.
Welchen Einfluss hatten Sulfonamide historisch auf Krankheitsverläufe?
Die Einführung von Sulfonamiden (frühe Antibiotika) veränderte den Verlauf von Infektionen und damit auch die Häufigkeit und Art auftretender Thrombosen.
Was versteht der Autor unter dem "visus eruditus"?
Es bezeichnet den "geschulten Blick" und die klinische Erfahrung des Arztes, die für die Deutung komplexer Krankheitsbilder wie kleiner Lungenembolien essenziell ist.
Warum sind rezidivierende kleine Lungenembolien schwer zu deuten?
Ihr Erscheinungsbild ist oft unspezifisch, weshalb sie ohne Laborwerte und klinische Erfahrung leicht übersehen oder falsch diagnostiziert werden können.
- Quote paper
- Dr. med. Friedrich Flachsbart (Author), Dr. med. Heinrich Flachsbart (Author), 1994, Infektion und Thrombose, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167496