Als die Zhou-Dynastie die Shang-Dynastie abgelöst hat, war die Stellung ihrer Kultur nicht so hoch wie die der Shang. Trotzdem haben sie es geschafft, neue Götter in China zu etablieren. In der späten Zhou Dynastie wurde dieser neue Gott (Tian=Himmel) sogar mit der Moral gleichgesetzt. Wer falsch handelte, konnte durch das Volk oder andere Könige abgesetzt werden. Herrschaftswechsel wurden von nun an mit einem Verlust des Himmelsmandats legitimiert
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Geschichtlicher Hintergrund: notwendige strukturelle Veränderungen
- Shàngdì, oberste Gottheit in der Shāng-Dynastie (etwa 1700-1100)
- Die Zhōu-Zeit, Neue Ober-Gottheit (1100-256)
- Der Himmel: Interpretationsspielraum eines unerklärbaren Phänomens
- Gleichsetzung und Ersetzung von Tiān und Ti (Shàngdì)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Untersuchung befasst sich mit der Entstehung des Himmelsmandats, einem zentralen Konzept im ostasiatischen Raum. Sie analysiert den Zusammenhang zwischen Natur und Politik im chinesischen Denken und erforscht die Bedeutung von Naturkatastrophen als Ausdruck des Verlusts des Himmelsmandats.
- Der Übergang von einer polytheistischen zu einer monotheistischen Weltauffassung in China
- Die Rolle von Tiān (Himmel) als abstrakter und unpersönlicher Gott im Konzept des Himmelsmandats
- Die Bedeutung von Naturkatastrophen im Kontext des Himmelsmandats
- Die Verbindung zwischen Politik und Religion in der Entstehung des Himmelsmandats
- Die strukturellen Veränderungen in der chinesischen Gesellschaft, die die Entstehung des Himmelsmandats ermöglichten
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Diese Einleitung stellt das Thema der Untersuchung vor und skizziert die zentralen Forschungsfragen. Sie erläutert den Zusammenhang zwischen der Entstehung des Himmelsmandats und der Verknüpfung von Natur und Politik im chinesischen Denken.
- Geschichtlicher Hintergrund: notwendige strukturelle Veränderungen: Dieses Kapitel analysiert den Übergang von der Shāng- zur Zhōu-Dynastie und die damit verbundene Veränderung der Weltauffassung. Es beleuchtet die Rolle von Shàngdì, der obersten Gottheit der Shāng-Dynastie, und die Entstehung von Tiān als neuer Ober-Gottheit in der Zhōu-Zeit.
- Der Himmel: Interpretationsspielraum eines unerklärbaren Phänomens: Dieses Kapitel untersucht die Bedeutung des Himmels (Tiān) als physikalischer Raum und als Gott. Es analysiert die Ambivalenz des Begriffs Tiān und die Gründe für seine Etablierung als oberste Gottheit.
- Gleichsetzung und Ersetzung von Tiān und Ti (Shàngdì): Dieses Kapitel befasst sich mit dem Prozess der Gleichsetzung und Ersetzung der beiden Gottheiten Tiān und Shàngdì. Es erläutert die Hintergründe der Verknüpfung der beiden Begriffe und die Bedeutung dieser Entwicklung für die Entstehung des Himmelsmandats.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Himmelsmandat, Tiān, Shàngdì, Natur, Politik, Religion, Naturkatastrophe, Shāng-Dynastie, Zhōu-Dynastie, Strukturwandel, Weltanschauung, Gleichsetzung, Ersetzung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das Konzept des „Himmelsmandats“?
Das Himmelsmandat legitimiert die Herrschaft eines Kaisers durch göttlichen Willen. Handelt ein Herrscher unmoralisch, verliert er dieses Mandat und kann abgesetzt werden.
Wie veränderte sich die Götterwelt beim Übergang zur Zhou-Dynastie?
Die Zhou-Dynastie ersetzte die Gottheit Shangdi durch Tian (den Himmel), der zunehmend mit moralischen Werten gleichgesetzt wurde.
Welche Rolle spielen Naturkatastrophen im chinesischen Denken?
Naturkatastrophen wurden oft als Zeichen des Himmels interpretiert, dass der Herrscher sein Mandat verloren hat und seine Macht nicht mehr rechtmäßig ist.
Ist Tian ein persönlicher Gott?
Nein, im Konzept des Himmelsmandats wird Tian eher als abstrakte, unpersönliche Macht und moralische Instanz verstanden.
Wie hingen Politik und Religion in der Zhou-Zeit zusammen?
Politische Herrschaftswechsel wurden religiös durch den „Verlust des Himmelsmandats“ begründet, was eine enge Verknüpfung von Staatsführung und göttlicher Legitimation schuf.
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- Anonym (Author), 2007, Entstehung des Himmelsmandats, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165085