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Verben im bayerischen Dialekt: Das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- im Vergleich zur Standardsprache

Title: Verben im bayerischen Dialekt: Das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- im Vergleich zur Standardsprache

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michaela Kertesz (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Im Folgenden untersuche ich wie das verbale Suffix –(e)l(n) im bayerischen Dialekt verwendet wird. Dabei vergleiche ich den Gebrauch in Dialekt und Standardsprache. Weiterer Untersuchungsgegenstand dieser Seminararbeit ist das im Bayerischen vorherrschende verbale Präfix der-. Dieses stelle ich seinen Entsprechungen in der Hochsprache, er-, ver- und zer-, gegenüber. Es soll genauer überprüft werden, ob beim verbalen Suffix und Präfix in Dialekt und Standardsprache Unterschiede in Bezug auf die Semantik der Verben und deren mögliche Basen auftreten. Deshalb bestimme ich zuerst sowohl für das Suffix –(e)l(n) als auch für die Präfixe er-, ver- und zer- die Funktionen, die möglichen Basen und semantischen Gruppen in der Standardsprache. Anschließend folgt dasselbe Vorgehen für das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- bei den Verben im bayerischen Dialekt. Dafür verwende ich Beispiele aus Ludwig Zehetners Wörterbuch „Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern“. Ich werde Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen verbalen Gruppen in Dialekt und Standardsprache aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verben im bayerischen Dialekt: Das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- im Vergleich zur Standardsprache

2.1 Das verbale Suffix –(e)l(n) in der Standardsprache

2.2 Die verbalen Präfixe er-, ver- und zer- in der Standardsprache

2.3 Verben auf –(e)l(n) im bayerischen Dialekt

2.3.1 Untersuchung der –(e)l(n)-Verben an Ludwig Zehetners Wörterbuch „Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern“

2.3.2 Besondere Verben auf –(e)l(n) zur Beschreibung der Wetterverhältnisse im bayerischen Dialekt

2.4 Das bayerische Präfix der-

2.4.1 Verschiedene semantische Gruppen von der-Verben

2.4.2 Beispiele von der-Verben im Vergleich zu den hochsprachlichen Entsprechungen mit den Präfixen er-, ver- und zer-

2.5 Verben mit dem Suffix –(e)l(n) und dem Präfix der- in der bayerischen Literatur

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die morphologischen und semantischen Besonderheiten des bayerischen Dialekts, insbesondere die Verwendung des Suffixes –(e)l(n) sowie des Präfixes der-. Ziel ist es, diese dialektalen Phänomene durch Vergleiche mit der Standardsprache und durch Analysen von Texten bayerischer Autoren wie Karl Valentin und Josef Piendl wissenschaftlich einzuordnen und ihre Wirkung zu verdeutlichen.

  • Morphologie und Semantik verbaler Suffixe und Präfixe im Bairischen
  • Kontrastiver Vergleich von Dialekt und Standardsprache
  • Klassifizierung dialektaler Verbformen nach semantischen Mustern
  • Funktion und Wirkung dialektaler Sprache in der humoristischen Literatur
  • Analyse der Durchsichtigkeit und Idiomatisierung dialektaler Bildungen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Untersuchung der –(e)l(n)-Verben an Ludwig Zehetners Wörterbuch „Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern“

Verben mit dem Suffix –(e)l(n) sind eine typische Erscheinung im bayerischen Dialekt und sind dort wesentlich häufiger vertreten als in der deutschen Standardsprache. Die Verben im Bayerischen übernehmen typische semantische Funktionen, wobei meist ein iterativer oder pejorativer Sinn im Vordergrund steht. Die Bedeutung kann jedoch auch ein diminuierendes Element aufweisen. Ludwig Zehetner untergliedert das Bedeutungsspektrum der –(e)l(n)-Verben im bayerischen Dialekt noch weiter. Gruppe a, sind Verben mit der Bedeutung ‚gerne, häufig, intensiv beschäftigt sein’, z. B. broteln, gàrteln. Dazu gehören auch Verben mit Ableitungen von Substantiven auf –el oder –l, z. B. odeln, bürsteln. Gruppe b, besteht aus Verben mit der Bedeutung ‚mit einem Körperteil oder Werkzeug agieren, in Bewegung setzen’: köpfeln, stàngeln. Zu Gruppe c, gehören Verben mit einer Bedeutung im Sinne von ‚sich verhalten wie…’, z. B. böhmàckeln, pfälzeln. Daneben gibt es noch eine Gruppe d, mit Verben der Bedeutung ‚riechen/schmecken (meist unangenehm) nach …’: fischeln, gràbeln. Die Gruppen a, und b, haben iterativen Sinn, bei c, und d, steht der pejorative Sinn im Vordergrund. Mehrgliedrige Verben, d. h. solche, die auch noch präfigiert sind, kann man nicht so eindeutig in eine semantische Gruppe einordnen. Als Basen der bayerischen Verben auf -(e)l(n) können wie auch in der Standardsprache Substantive, Verben und Adjektive auftreten. Sie lassen sich auch den semantischen Funktionen der deutschen Hochsprache zuordnen. Das Problem beim Vergleich mit der Standardsprache bilden bayerische Verben, deren Bedeutung idiomatisiert und in der Hochsprache völlig unbekannt ist. Hier ist es sehr schwer, die Basis eindeutig festzulegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, das verbale Suffix –(e)l(n) und das bayerische Präfix der- sowohl linguistisch zu analysieren als auch mit der Standardsprache zu vergleichen.

2 Verben im bayerischen Dialekt: Das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- im Vergleich zur Standardsprache: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und untersucht die morphologischen und semantischen Eigenheiten der Verben, inklusive ihrer Einordnung in verschiedene Gruppen.

2.1 Das verbale Suffix –(e)l(n) in der Standardsprache: Hier werden die nativen Funktionen, Basistypen und semantischen Gruppen des Suffixes –(e)l(n) innerhalb der deutschen Hochsprache definiert.

2.2 Die verbalen Präfixe er-, ver- und zer- in der Standardsprache: Dieses Kapitel beschreibt die Eigenschaften und Funktionen der echten verbalen Präfixe er-, ver- und zer- in der Standardsprache als Referenzpunkt.

2.3 Verben auf –(e)l(n) im bayerischen Dialekt: Diese Sektion widmet sich der hohen Frequenz und den spezifischen semantischen Kategorien der –(e)l(n)-Verben innerhalb des bayerischen Dialekts.

2.3.1 Untersuchung der –(e)l(n)-Verben an Ludwig Zehetners Wörterbuch „Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern“: Basierend auf Zehetners Lexikon werden die Untergruppen der –(e)l(n)-Verben im Bairischen kategorisiert und beispielhaft analysiert.

2.3.2 Besondere Verben auf –(e)l(n) zur Beschreibung der Wetterverhältnisse im bayerischen Dialekt: Eine Spezialuntersuchung zu dialektalen Verben, die Wetterphänomene wie Hagel oder Graupeln auf spezifische Weise ausdrücken.

2.4 Das bayerische Präfix der-: Eine Einführung in das wohl wichtigste Präfix des bayerischen Dialekts, das als Äquivalent zu den hochsprachlichen Formen er-, ver- und zer- fungiert.

2.4.1 Verschiedene semantische Gruppen von der-Verben: Darstellung der unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätze zur Klassifizierung der semantischen Muster von der-Verben, insbesondere nach Zehetner und Eichinger.

2.4.2 Beispiele von der-Verben im Vergleich zu den hochsprachlichen Entsprechungen mit den Präfixen er-, ver- und zer-: Eine kontrastive Analyse ausgewählter der-Verben und deren hochsprachlicher Pendants hinsichtlich Bedeutungsspektrum und Durchsichtigkeit.

2.5 Verben mit dem Suffix –(e)l(n) und dem Präfix der- in der bayerischen Literatur: Untersuchung der praktischen Verwendung und Wirkung der behandelten Verbformen in den Werken von Karl Valentin und Josef Piendl.

3 Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit bezüglich der Komplexität und Schwierigkeit der dialektalen Verbformen für Nicht-Bayern.

Schlüsselwörter

Bayerischer Dialekt, Verbale Wortbildung, Suffix –(e)l(n), Präfix der-, Standardsprache, Semantik, Morphologie, Ludwig Zehetner, Karl Valentin, Josef Piendl, Dialektliteratur, Perfektiva, Idiomatisierung, Sprachvergleich, Altbayerisch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die morphologische Bildung und die semantischen Funktionen spezifischer bayerischer Verben, die mit dem Suffix –(e)l(n) oder dem Präfix der- gebildet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Wortbildungsmuster im Bairischen, der Vergleich mit entsprechenden hochsprachlichen Präfixen und Suffixen sowie die Anwendung dieser Verben in der bayerischen humoristischen Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich diese dialektalen Verbformen semantisch untergliedern lassen, wo ihre Schwierigkeiten in der „Durchsichtigkeit“ liegen und wie sie in literarischen Texten eingesetzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kontrastive linguistische Analyse durchgeführt, die auf der lexicographischen Erfassung (insb. Zehetner) und der theoretischen Einordnung (insb. Eichinger) basiert, ergänzt durch die literarische Analyse von Textquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen in der Standardsprache, die detaillierte Klassifizierung der der-Verben und –(e)l(n)-Verben im Bairischen sowie deren konkrete Verwendung bei den Autoren Karl Valentin und Josef Piendl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Bairisch, Wortbildung, Präfix der-, Suffix –(e)l(n), Sprachvergleich, Semantik und Dialektliteratur.

Wie unterscheidet sich das Präfix "der-" von den hochsprachlichen Präfixen?

Das bayerische Präfix "der-" fungiert oft als Ersatz für "er-", "ver-" und "zer-", besitzt jedoch ein deutlich erweitertes und teilweise idiomatisiertes Bedeutungsspektrum, das eine einfache Entsprechung erschwert.

Warum ist die Bedeutung der Verben für Nicht-Bayern oft schwer zu erschließen?

Viele der untersuchten Verben sind im Laufe der Zeit idiomatisiert worden oder basieren auf dialektalen Wörtern, deren Bedeutung ohne fundierte Dialektkenntnisse oder einen sehr spezifischen Kontext kaum herleitbar ist.

Welche Rolle spielt die bayerische Literatur bei der Untersuchung?

Die Literatur von Karl Valentin und Josef Piendl dient als Korpus, um zu veranschaulichen, wie diese Verben in der Praxis eingesetzt werden, um komische Effekte zu erzielen oder den dialektalen Charakter des Textes zu unterstreichen.

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Details

Title
Verben im bayerischen Dialekt: Das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- im Vergleich zur Standardsprache
College
University of Regensburg  (Germanistik)
Course
Hauptseminar: Wortbildung
Grade
2,0
Author
Michaela Kertesz (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V161526
ISBN (eBook)
9783640748181
ISBN (Book)
9783640748198
Language
German
Tags
Verben Dialekt Suffix Präfix Vergleich Standardsprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Kertesz (Author), 2007, Verben im bayerischen Dialekt: Das Suffix –(e)l(n) und das Präfix der- im Vergleich zur Standardsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161526
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