Dry Ports werden wesentlich bewusster genutzt als Inlandterminals, mit dem Ziel die Situation in den Häfen, welche durch die ansteigenden Containerströme verursacht wurde, zu verbessern. Dabei wird, auf der Grundlage von Informations- und Kommunikationssystemen, Wert auf Sicherheit und Kontrolle gelegt. Der wesentliche Unterschied bei Dry Ports ist, dass der Zugang zu den Seehäfen ausgedehnt wird.
Wird der Dry Port strategisch und bewusst von verschiedenen Akteuren gemeinsam betrieben, übersteigt seine Bedeutung die gängige Praxis in der Transportindustrie. Neben den allgemeinen Vorteilen der ökologischen Umwelt und der Verbesserung der Lebensqualität durch die Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Schiene, bietet das Dry Port Konzept den Seehäfen eine Möglichkeit die Umschlagsleistungen zu steigern ohne eine räumliche Ausdehnung sowie bessere Serviceleistungen für Verlader und Transportoperateure. Dabei können Funktionen, welche viel Platz benötigen, in das preiswertere Hinterland ausgelagert werden. Für die Hafenstädte, welche oft die Betreiber der Seehäfen sind, ergeben sich geringere Straßenbelastungen und Infrastrukturinvestitionen. All diese Faktoren sprechen für das Dry Port Konzept.
Die Analyse der Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Seehafenhinterlandverkehrs zeigt, dass zu vielen Bereichen der Transportkette, Forschungen existieren. Dabei versucht der Großteil der Arbeiten die Prozesse zu optimieren und neue Ansätze zu finden, um die Hinterlanddestinationen besser an den Seehafen anzubinden.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen aktuellen Überblick über den Stand der Forschung im Bereich des Seehafenhinterlandverkehrs zu geben, die Funktionsweise und die Voraussetzungen des Dry Port Konzeptes zu erläutern und einige reale Beispiele und Konzepte aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Thema und Zielsetzung der Arbeit
- Seehafenhinterlandverkehr als die Herausforderung der Zukunft
- Aufbau der Arbeit
- Definitionen zum Transportnetzwerk
- Abgrenzung und Definition Seehafen hinterlandverkehr
- Komponenten des Transportnetzwerk
- Unterschiedliche Definitionen eines Inland Container Terminals
- Aktueller Stand der Forschung
- Hinterland und Hinterlandentwicklung
- Ausgestaltung intermodaler Transportketten zur Versorgung des Hinterlandes
- Optimale Positionierung von Intermodal Terminals
- Terminalstrukturen
- Das Dry Port Konzept
- Distant Dry Port
- Mid-Range Dry Port
- Close Dry Port
- Voll Implementiertes Dry Port Konzept
- Fallstudie einer Dry Port Simulation am Beispiel von Göteborg
- Fallstudien und reale Beispiele von Dry Ports
- Fallstudie Port Botany, Sydney
- Fallstudie Rotterdam - Norditalien
- Fallstudie zu Dry Ports in Indien
- Fallstudie zu Dry Ports in der Ostsee Region
- Entwurf eines Dry Port Konzepts in Deutschland
- Status-Quo im Hinterlandverkehr der Nordrange-Häfen
- Lösungsmodell und optimale Standortwahl
- Feststellungen und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Studienarbeit befasst sich mit dem innovativen Konzept des Dry Ports im Seehafen-Hinterlandverkehr. Die Arbeit analysiert die Funktionsweise und die verschiedenen Ausprägungen von Dry Ports und untersucht deren Potenzial zur Optimierung des Container-Transports und der Abwicklung von Warenströmen im Hinterland.
- Analyse der Herausforderungen und Chancen des Seehafen-Hinterlandverkehrs
- Definition und Abgrenzung des Dry Port Konzepts
- Untersuchung der verschiedenen Dry Port Modelle und deren Anwendung in der Praxis
- Bewertung des Potenzials von Dry Ports zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit im Hinterlandverkehr
- Entwicklung eines Dry Port Konzepts für den deutschen Kontext
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Studienarbeit ein und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 definiert den Seehafenhinterlandverkehr und seine Komponenten sowie die unterschiedlichen Definitionen eines Inland Container Terminals. Kapitel 3 beleuchtet den aktuellen Stand der Forschung im Bereich des Hinterlandverkehrs, inklusive der Hinterlandentwicklung, der Gestaltung intermodaler Transportketten und der optimalen Positionierung von Intermodal Terminals.
Kapitel 4 analysiert das Dry Port Konzept und beschreibt die verschiedenen Ausprägungen wie Distant Dry Port, Mid-Range Dry Port, Close Dry Port und das voll implementierte Dry Port Konzept. Die Fallstudie einer Dry Port Simulation am Beispiel von Göteborg wird ebenfalls vorgestellt. Kapitel 5 präsentiert Fallstudien zu realen Dry Port Implementierungen, zum Beispiel in Port Botany (Sydney), Rotterdam - Norditalien, Indien und der Ostsee Region. Abschließend wird in Kapitel 6 ein Dry Port Konzept für Deutschland entwickelt, indem der Status-Quo im Hinterlandverkehr der Nordrange-Häfen untersucht und ein Lösungsmodell mit optimaler Standortwahl vorgeschlagen wird.
Schlüsselwörter
Dry Port, Seehafenhinterlandverkehr, Containerterminal, Intermodaler Transport, Transportnetzwerk, Effizienz, Nachhaltigkeit, Logistik, Standortwahl, Fallstudie.
- Citation du texte
- Matti Biskup (Auteur), 2010, Dry Port: Innovatives Konzept für Container‐Terminal im Seehafen‐Hinterlandverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160031