Im Gegensatz zu an Problem und Schwächen orientierten Handlungsweisen konzentriert sich das Konzept der Resilienz auf die Stärken und Potentiale von Menschen. Im Folgenden soll zunächst erklärt werden, was man unter Resilienz versteht und wie der Begriff für das Alter angewendet werden kann. Im Anschluss werden verschiedene Merkmale aufgezeigt, die bei resilienten, alten Menschen als protektive Faktoren festgestellt wurden und daraufhin kurz mit den Merkmalen aus der allgemeinen Resilienzforschung verglichen.
Das Resilienzkonzept bezieht sich in den meisten Fällen auf traumatische Ereignisse im Kindes- und Jugendalter.
Lässt es sich auch auf die Lebensspanne des Alters übertragen? Welche Möglichkeiten entstehen durch diese positiv orientierte Betrachtungsweise und wo liegen ihre Grenzen? Im letzten Punkt werden zur Klärung dieser Frage Beiträge zur Resilienz im Alter vorgestellt;
darunter Erkenntnisse aus dem dritten Altenbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend, eine Untersuchung von Leppert et al. und schließlich Ergebnisse zum Thema „Resilienz bei demenziell erkranktem Partner“ (Wadenpohl).
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist Resilienz?
- Resilienz und Alter
- Merkmale von Resilienz
- Studien zur Resilienz alter Menschen
- „Bericht zur Lage der älteren Generation“
- „Resilienz als Protektives Persönlichkeitsmerkmal im Alter“
- „Resilienz alter Menschen mit demenziell erkrankten Partnern/-innen“
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Resilienz und seiner Bedeutung für den Lebensabschnitt des Alters. Der Fokus liegt darauf, zu verstehen, wie Resilienz als protektiver Faktor im Alter wirkt, welche Merkmale resilienten Menschen im Alter auszeichnen und welche Erkenntnisse aus Studien zur Resilienz im Alter gewonnen wurden.
- Definition und Bedeutung von Resilienz im Allgemeinen
- Anwendung des Resilienzkonzepts auf den Lebensabschnitt des Alters
- Merkmale und Faktoren, die zu Resilienz im Alter beitragen
- Relevante Studien und Forschungsergebnisse zur Resilienz im Alter
- Bedeutung von Resilienz für die Bewältigung von Herausforderungen im Alter
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Bedeutung des Resilienzkonzepts im Kontext des Alters. Kapitel 2 definiert den Begriff der Resilienz und erklärt, wie er sich vom physikalischen Ursprung in die Psychologie und Sozialwissenschaften übertragen lässt. In Kapitel 3 wird die Anwendung des Resilienzkonzepts auf den Lebensabschnitt des Alters diskutiert, wobei die Bedeutung von Persönlichkeitsentwicklung und Ressourcenaktivierung im Alter hervorgehoben werden. Kapitel 4 untersucht Merkmale der Resilienz im Alter und stellt fest, dass emotionale Stabilität, soziale Kontakte, Aktivität und positive Gefühle zu einer höheren Alterszufriedenheit beitragen. Kapitel 5 präsentiert ausgewählte Studien zur Resilienz alter Menschen, darunter Ergebnisse des dritten Altenberichts, einer Untersuchung von Leppert et al. und einer Studie zum Thema „Resilienz bei demenziell erkranktem Partner“.
Schlüsselwörter
Resilienz, Alter, Widerstandsfähigkeit, protektive Faktoren, Alterszufriedenheit, Studien, Forschung, Lebensqualität, Demenz, Demenzielle Erkrankung, Partner, Soziales Netzwerk.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Resilienz im Alter?
Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit, die es älteren Menschen ermöglicht, soziale Verluste, Krankheiten oder Krisen erfolgreich zu bewältigen.
Welche Merkmale zeichnen resiliente alte Menschen aus?
Zu den protektiven Faktoren gehören emotionale Stabilität, soziale Kontakte, körperliche Aktivität, Offenheit für Neues und eine positive Grundeinstellung.
Kann man Resilienz im Alter noch entwickeln?
Ja, das Resilienzkonzept betont die Stärken und Potentiale. Durch Ressourcenaktivierung und neue soziale Netzwerke kann die Widerstandsfähigkeit auch im hohen Alter gestärkt werden.
Wie wirkt Resilienz bei der Pflege eines demenziell erkrankten Partners?
Studien zeigen, dass resiliente Partner Belastungen besser verkraften können, indem sie Unterstützung annehmen und trotz der schwierigen Situation positive Lebensaspekte bewahren.
Was sind "protektive Faktoren"?
Dies sind Schutzfaktoren (z.B. ein stabiles Umfeld oder eine optimistische Persönlichkeit), die die negativen Auswirkungen von Stressoren abmildern.
Unterscheidet sich Altersresilienz von der bei Kindern?
Während die Forschung oft auf Kindheitstraumata fokussiert, geht es im Alter primär um den Umgang mit altersbedingten Verlusten und die Aufrechterhaltung der Lebensqualität über die gesamte Lebensspanne.
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- Anonym (Author), 2009, Resilienz im Alter und der Umgang mit sozialen Verlusten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159550