Im Rahmen des Seminars „Visuelle Politik: Interdependenzen, kulturelle Differenz und mediale Genderkonstruktionen“ beschäftige ich mich in dieser Arbeit mit dem Phänomen der „Schönheitschirurgie“ und dessen sozialen Implikationen. Die derzeit boomende kosmetische Chirurgie ist keine „bloße Betonung von Äußerlichkeiten“, sondern vielmehr eine „Arbeit am Selbst“ , wie es Paula-Irene Villa in der Einleitung des Sammelbandes „Schön Normal. Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst.“ formuliert. Die verschiedenen Beiträge dieser kürzlich erschienenen Publikation verstehen die mehr oder minder invasiven Manipulationen am Körper als Arbeit am sozialen Selbst, welche auf die Verkörperung sozialer Normen abzielt. Es geht um eine Normalisierung und Optimierung des eigenen Körpers, dessen äußere Erscheinung in unserer Kultur „zu einem primären Symbol für Identität“ erhoben worden ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Sich schön machen – zu den Thesen von Nina Degele
- 2.1 Was ist Schönheit? Was ist Schönheitshandeln?
- 2.2 Die Ideologien des Schönheitshandelns
- 2.2.1 Die Ideologie des privaten Schönheitshandelns
- 2.2.2 Die Ideologie des Schönheitshandelns als Spaß
- 2.2.3 Die Ideologie des Schönheitshandelns als Oberflächenphänomen
- 2.2.4 Die Ideologie des Schönheitshandelns als Frauensache
- 3 Die ästhetisch-plastische Chirurgie heute – ein kurzer Überblick
- 4 Die Geschichte der Schönheitschirurgie – ein kurzer Abriß
- 5 Ethnische Fragen in der kosmetischen Chirurgie
- 6 Schönheitschirurgie als Element der bio-ästhetischen Gouvernementalität zwischen Selbstermächtigung und Selbstunterwerfung
- 7 Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Schönheitschirurgie und seinen sozialen Implikationen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die kosmetische Chirurgie als „Arbeit am Selbst“ verstanden werden kann und welche sozialen Normen durch diese Eingriffe verkörpert werden. Die Arbeit analysiert die Ideologien des Schönheitshandelns nach Nina Degele und untersucht die historische Entwicklung und die ethischen Fragen im Kontext der Schönheitschirurgie.
- Die Ideologien des Schönheitshandelns nach Nina Degele
- Die Rolle der Schönheitschirurgie in der Verkörperung sozialer Normen
- Die historische Entwicklung der Schönheitschirurgie
- Ethnische Fragen in der kosmetischen Chirurgie
- Schönheitschirurgie als Element der bio-ästhetischen Gouvernementalität
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Schönheitschirurgie ein und stellt den Zusammenhang zum Seminar „Visuelle Politik“ her. Anschließend werden die zentralen Fragen und Ziele der Arbeit dargelegt.
Kapitel 2 analysiert die Thesen von Nina Degele zum Schönheitshandeln. Es werden die Definitionen von Schönheit und Schönheitshandeln erläutert, sowie die verschiedenen Ideologien des Schönheitshandelns nach Degele dargestellt.
Kapitel 3 bietet einen kurzen Überblick über die ästhetisch-plastische Chirurgie in der Gegenwart.
Kapitel 4 beleuchtet die Geschichte der Schönheitschirurgie und die Faktoren, die zu ihrer Entwicklung und Durchsetzung führten.
Kapitel 5 widmet sich den ethnischen Fragen in der kosmetischen Chirurgie und dem Konzept des „surgical passing".
Schlüsselwörter
Schönheitschirurgie, Schönheitshandeln, Selbst-Technologie, bio-ästhetische Gouvernementalität, soziale Normen, Körper, Identität, Ethnizität, „surgical passing“, Nina Degele.
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- Anne Nennstiel (Autor), 2009, Die kosmetische Chirurgie als Phänomen der Moderne - zu ihren sozialen Implikationen heute , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159102