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Zusammenfassung und Analyse des politischen Denkens, wichtiger Texte und Gedankengänge von Jean-Jaques Rousseau

Title: Zusammenfassung und Analyse des politischen Denkens, wichtiger Texte und Gedankengänge von Jean-Jaques Rousseau

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janine Weppler (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die Hausarbeit widmet sich vor allem der Facette des Staatsphilosophen Jean- Jaques Rousseau. Nach einer kurzen Einführung in die Biografie des Meisterdenkers, die die Grundlage des Verstehens von Rousseaus politischen Gedankenzügen legt, wird vor allem Rousseaus Contrat social in Augenschein genommen, der seine politischen Ansichten in sich vereint und den Schwerpunkt dieser Hausarbeit stellt. Welches Menschenbild hatte Rousseau? Welche Gedankenzüge hatte er zum Staat? Was verstand er unter dem Législateur, welche Rolle spielt er für Rousseau, welche Notwendigkeit hat er? Darüber hinaus wird der Volonté générale beleuchtet und in Verbindung mit Rousseaus Menschenbild interpretiert.
Gegen Ende der wissenschaftlichen Arbeit wird jedoch auch der Pädagoge Rousseau in Augenschein genommen: Die Brücke, die er zwischen Politik und Pädagogik erbaut hat, wird beschritten. Inwiefern hängt Erziehung mit Politik zusammen? Wie sieht überhaupt eine optimale Erziehung aus und welche Folgen hat die fehlgeschlagene Erziehung? Wir begleiten den fiktiven Émile auf seinem Weg von der Geburt bis zum Erwachsenenen Dasein und lesen die Spuren, die ihn nach Rousseaus Vorstellungen zu einem Bürger des Systems machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer war Jean-Jaques Rousseau? Einblick in die Biografie

3. Die Idee des Contrat social oder die Grundsätze des Staatsrechts: Politisches Denken nach Jean- Jaques Rousseau

3.1 Der Contrat social allgemein

3.2 Rousseaus Menschenbild und Zivilisationskritik

3.3 Vorstellungen des Staates bei Rousseau und die Rolle des Législateur

3.4 Der Volonté général

4. „Alles ist gut, wenn es unter den Händen des Schöpfers hervorgeht, alles entartet unter den Händen des Menschen…“ – Der Pädagoge Rousseau

5. Fazit/Schluss

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die enge Verflechtung von Politik und Pädagogik im Werk von Jean-Jacques Rousseau. Ziel ist es, Rousseaus staatsphilosophische Ansätze aus dem "Contrat social" mit seinem Erziehungskonzept im "Émile" zu verbinden, um aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Erziehung ein Bürger für den idealen Staat geformt werden kann.

  • Biografische Einordnung von Jean-Jacques Rousseau
  • Analyse des "Contrat social" und des Konzepts des Gemeinwillens (Volonté général)
  • Untersuchung des Menschenbildes und der Zivilisationskritik
  • Darstellung der Rolle des Législateur
  • Pädagogische Prinzipien des "Émile" und deren Beitrag zur Staatsbürgerbildung

Auszug aus dem Buch

3.2 Rousseaus Menschenbild und Zivilisationskritik

Wollen wir uns mit Jean- Jaques Rousseau beschäftigen, unabhängig ob wir dies mit dem Philosophen, Pädagogen oder Staatsdenker tun, müssen wir uns mit den Ausgangspunkten seines Denkens beschäftigen. Bei Rousseau bedeutet dies, sich mit seiner Zivilisationskritik und seinem Menschenbild auseinanderzusetzen. Rousseau beschreibt den Menschen als „frei geboren“ (Oberndörfer 2000: 309), mit einem Naturzustand der „keine Moral“ und „kein gut und kein böse“ (Hartmann et al 2000: 105) kennt, der sogenannte homme naturel. Demnach kann der Mensch mit einem Tier verglichen werden, das sich von Gefahr und Schmerz leiten lässt und nur das unternimmt, was er zum Überleben braucht (vgl. Hartmann et al 2000: 105). Der Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht nach Rousseau nur in der „Freiheit des Willens“,sowie in der Fähigkeit der Vervollkommnung, der perfectibilitè (Oberndörfer 2000: 306).

Doch was ist unter einem „freien Menschen“ zu verstehen, bzw. was versteht Jean Jaques Rousseau unter einem solchen? Im Contrat social, dem Gesellschaftsvertrag, definiert er seine These: „Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten“ (Oberndörfer 2000: 309). Um Rousseaus Kenntnissen näher zu kommen, werfen wir zusätzlich einen Blick auf den Diskurs über „den Ursprung und die Grundlage der Ungleichheit unter den Menschen“.Rousseau beschreibt in ihm die Entfremdung des Menschen durch die Entwicklung der Gesellschaft. Den homme naturel beschreibt Rousseau als isoliert lebendes Wesen (vgl. Oberndörfer 2000: 306): Geprägt von amour de soi-même (Selbsterhaltung und Selbstliebe) und das Empfinden von Selbstmittleid (commisération) gegenüber den Artgenossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Jean-Jacques Rousseau als bedeutenden Denker ein und skizziert die Fragestellung zur Verbindung von Politik und Pädagogik in seinem Werk.

2. Wer war Jean-Jaques Rousseau? Einblick in die Biografie: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über das Leben Rousseaus, von seiner Kindheit in Genf bis hin zu seinem Wirken und den Entstehungszusammenhängen seiner wichtigsten Schriften.

3. Die Idee des Contrat social oder die Grundsätze des Staatsrechts: Politisches Denken nach Jean- Jaques Rousseau: Hier wird Rousseaus politisches Hauptwerk analysiert, wobei der Fokus auf der Überführung natürlicher Freiheit in bürgerliche Freiheit durch den Gesellschaftsvertrag liegt.

3.1 Der Contrat social allgemein: Dieses Unterkapitel erläutert grundlegend, wie das Individuum durch den Zusammenschluss zur Gemeinschaft Schutz und Freiheit gewinnt.

3.2 Rousseaus Menschenbild und Zivilisationskritik: Hier wird der Naturzustand des Menschen beleuchtet und dargelegt, wie die gesellschaftliche Entwicklung zur Entfremdung führt.

3.3 Vorstellungen des Staates bei Rousseau und die Rolle des Législateur: Dieses Kapitel behandelt die Funktion des Staates als Wiederherstellung der moralischen Einheit und die Rolle des Verfassungsgebers (Législateur).

3.4 Der Volonté général: Hier wird der komplexe Begriff des Gemeinwillens analysiert und gegen egoistische Sonderinteressen abgegrenzt.

4. „Alles ist gut, wenn es unter den Händen des Schöpfers hervorgeht, alles entartet unter den Händen des Menschen…“ – Der Pädagoge Rousseau: Dieses Kapitel untersucht die pädagogischen Ansätze im „Émile“ und die Notwendigkeit einer bewussten Erziehung zur Vorbereitung auf das Leben als Bürger.

5. Fazit/Schluss: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die enge Verwobenheit von politischem Denken und Erziehung bei Rousseau.

Schlüsselwörter

Jean-Jacques Rousseau, Contrat social, Émile, Politik, Pädagogik, Gemeinwille, Volonté général, Naturzustand, Zivilisationskritik, Erziehung, Staatsphilosophie, Législateur, Bürger, Gesellschaftsvertrag, Freiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem politischen und pädagogischen Denken von Jean-Jacques Rousseau und untersucht, wie diese beiden Bereiche in seinem Gesamtwerk miteinander verknüpft sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Rousseaus Staatsphilosophie, insbesondere sein Verständnis von Gesellschaftsvertrag und Gemeinwille, sowie sein pädagogisches Konzept der Erziehung des Einzelnen zum Bürger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Erziehung eines Individuums (dargestellt am Beispiel des Émile) dazu dient, den Menschen für den in seinem Gesellschaftsvertrag geforderten politischen Zustand vorzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der zentralen Primärwerke Rousseaus, wie den "Contrat social" und den "Émile", unterstützt durch die Auswertung einschlägiger Fachliteratur zur Staatsphilosophie und Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Menschenbild und die Zivilisationskritik erläutert, darauf folgen die Analyse des Gesellschaftsvertrags und des Gemeinwillens sowie die Untersuchung des erzieherischen Ideals zur Formung eines mündigen Bürgers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Gemeinwille, Erziehung, Staatsphilosophie, Naturzustand und Zivilisationskritik.

Welche Rolle spielt der Législateur in Rousseaus Staatsverständnis?

Der Législateur fungiert laut Rousseau als ein impulsgebender Verfassungsgeber in Krisenzeiten, der eine gerechte Verfassungsstruktur vorschlägt, ohne jedoch selbst die Rolle eines Herrschers zu übernehmen.

Wie unterscheidet Rousseau den Gemeinwillen von individuellen Interessen?

Der Gemeinwille (Volonté général) zielt auf das Wohl der Gemeinschaft als Ganzes ab, während individuelle Interessen (amour propre) den persönlichen Vorteil suchen und somit dem Gemeinwohl entgegenstehen können.

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Details

Title
Zusammenfassung und Analyse des politischen Denkens, wichtiger Texte und Gedankengänge von Jean-Jaques Rousseau
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft)
Course
Politische Ideengeschichte: Politische Ordnungs- und Erziehungsvorstellungen bei Klassikern politischen Denkens. Ausgewählte Texte von Platon bis Adorno.
Grade
2,0
Author
Janine Weppler (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V155322
ISBN (eBook)
9783640683901
ISBN (Book)
9783640684502
Language
German
Tags
Rousseau Pädagogik Politik Emile Erziehung Erziehungswissenschaften Thema Rousseau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Weppler (Author), 2007, Zusammenfassung und Analyse des politischen Denkens, wichtiger Texte und Gedankengänge von Jean-Jaques Rousseau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155322
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